Immersion in einem Rollenspiel? Unwichtig! Grafik zählt!

Habe ich etwas verpasst? Seit wann geht es bei Mass Effect um die Grafik? Anscheinend ist das ungeheuer wichtig beim neuen Teil Mass Effect: Andromeda und das will mir einfach nicht in den Kopf. Ganz ehrlich: Die Optik fand ich bei Mass Effect schon immer nur „mäßig gut“ – um es positiv zu formulieren. Die Charaktere und vor allen Dingen dieser Charakter-Editor waren schon immer vom Äußeren problematisch für mich. Wieso also jetzt diese Aufregung?

The King in Boredom

Es ist Zeit für ein Geständnis: Ich habe bisher noch nie The King in Yellow von Chambers gelesen. Meine cthuloide Bekanntschaft mag bereits die Luft anhalten und ich rate ihr, dies auch weiterhin zu machen. Ich befürchte, ich muss einen weiteren Frevel begehen. Denn ich habe dies nun nachgeholt und fand ihn nicht gut. Das letzte Viertel habe ich vorzeitig abgebrochen – es ging einfach nicht mehr! Und ich kann schwerlich den Finger darauf legen, was es war, was mich langweilte. Trotzdem will ich es probieren.

The King in Yellow war zumindest zu alten Cthulhu-Forums-Zeiten sehr beliebt. Geradezu legendären Status bekam es durch das alte Laurin-Abenteuer Narrenball. Immer wieder schwärmte der cthuloide Fandom vor sich hin und ich beobachtete das stets nur still. Denn ich kannte ihn nicht und hielt mich daher heraus. Wenn ich von etwas keine Ahnung habe, muss ich auch nicht mitdiskutieren. Oder um es mit Dieter Nuhr zu sagen: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.“ Das ist immer ein guter Ratschlag.

Trotzdem schien The King in Yellow ein Klassiker und ich war neugierig. Auch die Kreaturen, wie sie das damalige Monsterbuch und der spätere Malleus Monstrorum schilderten, wirkten spannend. Die Idee eines Theaterstücks von bizarren und cthuloiden Ausmaßen faszinierte mich, auch ohne The King in Yellow gelesen zu haben. Aber … ich kannte den King in Yellow nicht. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte nie diese Kurzgeschichtensammlung geöffnet – so cthuloid ironisch das nun auch klingen mag, so profan ist es am Ende leider für mich.

Auf die Augen, Boo, immer auf die Augen!

Pen & Paper habe ich schon lange nicht mehr richtig gespielt. Ein wenig bin ich auch raus, seitdem ich damals mit dem LARP angefangen habe. Jetzt habe ich aber eine neue Richtung entdeckt, in die das P&P in Zukunft gehen könnte: mit Smartphone-Unterstützung! Eon Altar war eine positive Überraschung für mich.

Trolle unter der Brücke – Online-Flames jetzt auch real?

Sascha Lobo sagt, die Welt wäre zum Onlineforum geworden und auch wenn sich das für mich nicht überraschend oder neu anfühlt, denke ich mir: Och, nö! Nicht weil ich die These abstrus finde. Ich würde sie gerne abwegig finden, aber sie scheint stimmig. Was ich bisher nur als Internettrolle kennengelernt habe, sehe ich täglich im Fernsehen und auf der Straße.

Gerade daher stöhne ich ja auf, denn bisher habe ich mich durchaus sicher gefühlt, wenn ich aus der Welt der Trolle oder Netzidioten einfach raus ans Tageslicht gegangen bin. Da war die Welt anders und Leute konnten sich nicht hinter Fake-News und Parallelwelten verstecken. Nicht immer. Aber man glaubte zumindest an ein Gefühl von Sicherheit, Freundlichkeit und Menschlichkeit. Keine Flamereien, keine Provokationen, keine Shitstorms. Na gut, das gab es auch früher schon. Aber es scheint wirklich auch abseits des Internets immer mehr und mehr zu werden, besonders weil diese Welten immer mehr miteinander verschmelzen.

Bisher wähnte ich mich nur in der scheinbaren Sicherheit außerhalb der Online-Welt, dass die ganzen Trolle zumindest in der Realität eine etwas andere Maske anlegen müssen und ihren Unsinn nicht einfach so in die Welt posaunen. Das ist nun wohl vorbei. Zugegeben, schon seit einiger Zeit, aber als ich den Artikel gelesen habe, wurde mir das erst so richtig bewusst.

Da waren doch noch bis kürzlich Bilder?

Das stimmt! Wie ich schon einmal schrieb: Ich probiere derzeit viel aus. Momentan versuche ich es noch mit diesem Theme, denn bisher gefällt es mir an sich gut. Auch wenn Dominik bereits die fehlenden Brauntöne vermisst (ich auch!), so ist es trotzdem aktuell, es scheint vernünftig schnell und ist ungeheuer kompatibel mit einigem WordPress-Krempel, mit dem ich experimentiere.

Was hat das mit den Bildern zu tun? Nicht direkt etwas. Aber durch mein Ausprobieren, versuche ich auch manche Layout-Dinge. So will ich insgesamt es optisch ansprechender machen; wenn schon die Brauntöne nicht mehr klappen. Aber mit den Bildern ist das natürlich so eine Sache: die Rechte, die Rechte, die Rechte. Und damit meine ich nun nichts Politisches. Ich bin kein Jurist und daher kann ich da natürlich auch keine richtig fachmännische Auskunft geben. Das muss man hierbei immer dazu sagen.

Aber wie ich nun herausgefunden habe, ist es scheinbar mindestens grenzwertig, Fotos von solchen Dingen wie DVDs oder Büchern online zu stellen – wenn nicht sogar schlimmer. Das ist anders, wenn man dies bei Ebay macht. Denn dort ist die Grundlage eine Andere. Dort geht es um den Wiederverkauf. Hier in meinem Blog ist es allerdings ein redaktioneller Bereich und daher … schwierig. Denn auch wenn dies redaktionell ist, gelten Blogger an sich nicht als Journalisten, auch wenn sie in vielen Bereichen online gleichgezogen haben.

Während aber bei Spiegel oder der Zeit online eine Rezension gepostet werden darf samt Bild, ist dies problematisch für den privaten Blogger. Also für mich. Auflockern schön und gut, aber eine Abmahnung muss nicht sein. Daher sind die Bilder rausgeflogen und ich muss einfach mal schauen, wie ich das mit den Bildern in Zukunft vielleicht besser hinbekomme. Denn Bilder machen es schon ansprechender und schöner, aber … naja, nicht um jeden Preis.

Vielleicht ergänze ich die Beiträge aber nachträglich um noch ein paar unproblematische Bilder.

Alles andere als elementar, sondern herausragend gut

Eigentlich ist Sherlock keine Serie. Zumindest fühlte es sich nicht so an. Es sind eher Spielfilme, die zu einer Meta-Handlung verwoben sind. Trotzdem sahen meine Frau und ich Sherlock in unserem üblichen Serien-Rhythmus. Eigentlich wollte ich lieber Elementary sehen, aber dann gab es die Komplettbox von Sherlock und bei Elementary hatte ich Schwierigkeiten, eine Version mit englischen Untertiteln zu finden. Also war die BBC-Serie der Gewinner. Sie hat mich überrascht und umgeworfen. Ein sehr nettes „Autsch!“.

Sphere – unverhofft gelungen und faszinierend

Viel habe ich rückblickend über Computerspiele geschrieben – denn ich spiele gerne. Aber ich lese auch gerne. Nicht mehr so viel wie früher, aber doch dank des Endes der Pendelei auch wieder mehr. Eines jener Bücher des letzten Jahres war Sphere von Michael Crichton. Dies will ich nun ein wenig genauer beleuchten, obwohl ich anfangs skeptisch war, hat es mich begeistert.

Battleborn – Falsche Zeit, falscher Ort, falsches Genre

Das dritte Spiel im Bunde meines Rückblicks ist Battleborn. Kaum ein Spiel ist 2016 so sehr untergegangen und kaum ein Spiel hat mich so begeistert. Ich habe ein Händchen dafür, solche Spiele zu mögen. Leider. Scheinbar habe ich sogar in meinem Freundeskreis den Ruf, mich für Spiele zu begeistern, die bereits Totgeburten sind.

Es ging mir so bei Dawngate, das für mich immer noch das beste MOBA aller Zeiten geworden wäre. So ist es mir gegen Jahresende mit Titanfall 2 passiert, das mich extrem fasziniert hat. Und auch Battleborn hat mich in seinen Bann gezogen, um dann unterzugehen. Bin ich verflucht?

Es ist ein tragisches Schicksal für ein Spiel mit so verdammt viel Potenzial und so viel Inkompetenz drumherum. Battleborn hätte so groß sein können! Ich hoffe auch immer noch, dass es wieder wächst, denn verdient hat das Spiel Erfolg.

Tales of Graces f – noch so ein Zeitfresser

Das zweite Spiel im Bunde meines Jahresüberblickes 2016 ist Tales of Graces f – ursprünglich für die Nintendo Wii erschienen und in dieser Form auf der Playstation veröffentlicht. Es hat ein wenig gebraucht, bis ich mich dafür erwärmen konnte, aber ich bin doch froh, dass es dem Spiel 2016 gelungen ist, mein Herz zu erobern. Ähnlich wie bei Persona 4 Golden bestach es für mich vor allen Dingen durch die Charaktere und die Dialoge. Es ist ein wenig bodenständiger, nicht so philosophisch, wie P4G. Eigentlich ist es übliche JRPG-Kost, die mir aber ungeheuer viel Spaß gemacht hat.

Tales of Graces ist mittlerweile wirklich ein alter Hut und ich habe es schon sehr lange. Nachdem ich aber nach Release mit dem Kampfsystem nicht warm geworden bin, gammelte es in meinem Schrank so vor sich hin. Die Erklärungen waren zu schnell weg, die Tool-Tipps nicht hilfreich und insgesamt war es einfach zu hektisch. Ich fühlte mich ständig wie beim sinnlosen Button-Mashing.

Da ich allerdings durch meinen Umstieg auf die PS4 nun nach und nach meine PS3-Spiele „abarbeite“ habe ich auch in diesen Titel reingeschaut. Diesmal habe ich mich durchgebissen. Das Kampfsystem ist noch immer nicht so meins (für mich größtenteils immer noch Button-Mashing), dafür haben mich aber die Charaktere und die Geschichte gefangen genommen.

Persona 4 Golden – Einer dieser Zeitfresser

Ursprünglich wollte ich einen Jahresüberblick nachholen mit ein paar Dingen, die mich letztes Jahr begeistert haben. Ich fing an zu schreiben und dann wurde der Beitrag immer länger und länger. Ich hatte das Gefühl, ich müsste mich kurz fassen, doch bei ein paar dieser Dinge wollte ich es nicht. Daher werde ich das nun in einzelnen Beiträgen – manche länger, manche kürzer – nachholen. Persona 4 Golden steht als erstes auf meiner Liste, denn es ist vermutlich eines der besten JRPGs, wenn nicht sogar RPGs, die ich bisher spielen durfte.