Dead Horizon

Nach einer mehrmonatigen Pause habe ich jetzt wieder angefangen, “Dead Space” zu spielen. Ich wollte zwischendurch einfach einmal wieder etwas Entspannenderes spielen, denn “Dead Space” geht schon ziemlich an die Substanz. Sicherlich ist es auch brutal und hat nicht umsonst eine FSK18, aber das, was es so schwierig zum Spielen für mich machte, war die Atmosphäre – denn die ist ungeheuer dicht.

Gestern Abend war es also wieder soweit, nachdem ich FF13 durch hatte, nahm ich mir vor, “Dead Space” zu Ende zu spielen. Es fühlte sich auch alles super an, ich war angegruselt, es hat Spaß gemacht und dann – kam das Gewitter! Das ging ja auch noch einigermaßen und ich dachte mir nichts dabei. Es wurde schon deutlich unheimlicher mit dem Sturm und Regen draußen und dann fuhr ich plötzlich wie von der Tarantel gestochen zusammen – denn meine Frau hatte im Nebenzimmer gehustet.

Das war der Moment, in dem ich mir sagte: “Gut, machst du mal für heute Schluss.” Ich werde es schaffen! Ich werde mich da durchbeißen, denn es macht Spaß und ist wirklich verdammt gut gemacht. Aber eben in Sache Atmosphäre fast schon “zu gut”. In diesem Spiel passiert manchmal kaum etwas – mehrere Minuten lang. Man geht durch ausgestorbene Raumschiffgänge, erlebt merkwürdige Lichteffekte, hört dubiose Geräusche, aber es passiert nichts. Und dann kommt plötzlich ein Vieh um die Ecke, das auch nicht wirklich schlimm ist, aber trotzdem rutscht einem das Herz in die Hose. Es ist einfach eine perfekt inszenierte Geisterbahn auf der Konsole.