We are not a team, we are a time bomb

Jetzt habe ich es mich doch getraut, obwohl ich eigentlich keine Trailer mir anschaue. Aber auf YouTube war er zu verführerisch verlinkt und ich musste einfach draufklicken. Worum geht es? Den “Avengers”-Film.

Ich muss gestehen, dass ich ein wenig Angst davor habe. Wie ihr wisst, bin ich großer Joss-Whedon-Fan und sagen wir es so: Eigentlich denke ich nicht, dass der Film was wird. Wenn nicht Joss Whedon dran stehen würde, würde ich ihn mir vermutlich nicht ansehen.

Denn bisher war es in nahezu allen Superheldenfilmen so: Wenn zu viele Hauptcharaktere auftaucht sind, war es einfach nichts – zu wenig Spotlight für interessante Charaktere und Tiefen und es wurde zu viel in zu wenig Zeit gepresst. Aber Joss Whedon? Ich traue es ihm zu, das Unmögliche dabei zu schaffen.

Sogar bei “Serenity” hat er es geschafft, Serien-Charaktere vernünftig in einen Film mit begrenzter Länge zu betten, so dass die ihre Auftritte hatten. Klar, auch da hat man dem Film angemerkt, dass er lieber eine Serie mit mehreren Folgen wäre. Aber wenn es jemand schaffen kann, dann Joss Whedon.

Jetzt habe ich den Trailer gesehen und denke mir: Mach doch eine Serie draus, Joss Whedon! Das sieht gut aus – verdammt gut. Ich habe nur immer noch die Befürchtung, dass es zu viele Charaktere und zu wenig Film ist. Ich kann nur hoffen, dass es möglichst wenig Plot gibt, damit die Charaktermomente besonders vertieft werden können.

Ideal wäre für mich also, wenn es eine möglichst generische Hintergrundstory gibt, vor dem das Charakterdrama entsteht – und Popcorn-Kino… von mir aus. Es könnte was werden, aber trotzdem habe ich immer noch (berechtigte) Angst, dass dies das erste Whedon-Werk sein könnte, dass mir nicht gefällt.

Joss, enttäusch mich nicht! Ich glaube an dich! Und ein wenig freue ich mich da echt schon drauf.