They are coming

Die vierte Staffel Fringe sind wir jetzt auch durch und ich bin durchaus rundum zufrieden. Eine Sache lässt mich allerdings ein wenig grübelnd zurück: Der Schluss wirkt ein wenig, als ob ursprünglich ein anderes Ende geplant war. Wieso? Weiter nach dem Spoiler-Cut.

Spoiler-Cut

Ich habe grundsätzlich kein Problem mit gutem Ausgang. Auch finde ich, dass dieses positive Ende der vierten Staffel durchaus passt. Und dennoch beschleicht mich das Gefühl: Es war anders geplant.

Auf mich machte es den Eindruck, dass es eigentlich hätte knallen sollen – und zwar so richtig. Ich hätte denen zugetraut, dass sie tatsächlich einfach mal die Universen explodieren lassen. Mehrere Möglichkeiten mit den Parallelwelten haben sie schließlich. Aber möglicherweise wäre es nicht gut angekommen – noch schlechter als wohl so schon.

Sicher bin ich mir da natürlich nicht, aber es löste sich einfach alles zu positiv auf. Auch wenn natürlich diese Vorankündigung dieses Endes durch die drittletzte Folge gemacht wurde und das Ende natürlich genau auf diese Zukunft hinsteuert, so könnte das auch einfach nur eine nachträgliche Kursänderung gewesen sein, bei der man es versucht hat, passend zu machen.

Sowieso erinnerte mich dieser Zukunftsausblick reichlich an die beiden letzten Folgen beider Staffeln Dollhouse. Auch dort musste immerhin viel umgeschrieben werden und Dollhouse wurde sogar leider abgesetzt, so dass Joss Whedon händeringend zum Ende kommen musste, damit es nicht so unbefriedigend offen ausgeht wie Firefly.

Möglicherweise interpretiere ich da zu viel hinein und das Ende der vierten Staffel Fringe ist definitiv in Ordnung, war spannend und hat mich bewegt und gefreut. Es ist nur so ein Bauchgefühl, das mir sagt: Es hätte anders kommen sollen – oder ist es nur, weil ich es anders geschrieben hätte?

Schön fand ich einmal wieder das Opening zum Zukunftsausblick. Es ist faszinierend wie es die Fringe-Leute schaffen, innerhalb eines kurzen Anfangsprologs plus einem minimalistischen Opening ein komplettes Universum mit Setting und wichtigen Themen zu skizzieren. Es braucht tatsächlich noch nicht einmal so richtig den Prolog, sondern nur das Opening, um zu zeigen: Das ist übrigens hier dieses Universum, das sich so und so entwickelt hat und mit diesen und jenen Problemen zu kämpfen hat. Das ist einfach ein genialer Schachzug Abrams’ gewesen.

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