No one told you this was gonne be this way

Ich habe in der Rubrik “irreführende Trailer” etwas Neues gefunden. Dass Battlestar Galactica ein sehr hoffnungsloses Setting beschreibt, habe ich bereits in anderen Artikeln geschrieben. Aber was passiert, wenn man nun ein paar Szenen der Serie nimmt und da die Friends-Music drunterlegt? Genau, eine ganz andere Serie!

Vergleicht das mal und ich stimme einem Kommentar von YouTube zu, dass vermutlich in dem Friends-Trailer sämtliche Szenen der ersten Staffel drin waren, in denen gelacht wurde – ja, sämtliche. Das sind also wirklich nicht viele.

Schaut es euch mal nach dem Spoiler-Cut an.

Battlestar Graylactica

Die erste Staffel der neuen Battlestar Galactica haben wir nun auch zu Ende geschaut und ich bin doch sehr angetan. An dieser Serie habe ich Spaß. Sie hat genau die richtige Mischung aus Epik und Charakterkonflikten.

Auch wenn ich persönlich düsteren Settings nicht all zu viel abgewinnen kann, machen sie es genau so, wie ich es gerne habe: Durch dieses düstere Setting wird es nicht einfach nur brutal und dunkel und überhaupt. Dieses Setting wird nur benutzt, um Menschlichkeit mehr hervorzuheben, um heldenhafte und selbstlose Taten zu unterstreichen. Das gefällt mir.

Als mir damals jemand mal sagte, dass es bei BSG keine guten und bösen Charaktere gäbe, sondern nur graue Charaktere, dachte ich mir: “Wie langweilig.” Denn das ist so eine Manie, die ich mittlerweile schon mehrfach gesehen habe, dass es viele Leute so toll finden, wenn alles so grau ist. Doch dadurch wird alles viel beliebiger, wie ich finde.

Doch diese Umschreibung hat BSG keinen Gefallen getan und stimmt so auch nicht. Ich würde die Charaktere nicht als grau bezeichnen, denn das sind sie nicht. Es sind Menschen mit Wünschen, Fehlern und Hoffnungen. Das macht Charaktere nicht direkt grau – zum Glück. Aber das war zu der Zeit wohl einfach in, dass man bei etwas das Label “Grau” und “Düster” draufpackt.

Das bedeutet nicht, dass ich keine grauen Charaktere mag. Aber wenn alles grau ist, dann empfinde ich das einfach als beliebig und langweilig. Ich will alle philosophischen Wege ausgeleuchtet sehen und das tut BSG.

Dass die Charaktere also grau sind, dagegen wehre ich mich. Es sind Menschen. Es sind vernünftige und glaubwürdige Charaktere – mehr nicht.

Es ist was faul im Staate Westland

Bei meiner Pendlerautofahrt höre ich zurzeit immer wieder die alten Jan-Tenner-Hörspiele, die ich mir vor einiger Zeit geholt habe. Das ist also ein Rerun, ca. 20 Jahre, nachdem ich sie als Kind gehört habe.

Spannend finde ich: Als Kind mochte ich natürlich Jan Tenner und Mimo. Dennoch ist Jan eigentlich ein absolut langweiliger Charakter! Als Kind hat mich das nicht interessiert. Aber wisst ihr, wen ich heute viel interessanter finde? Nein, sogar noch nicht einmal Laura, denn die ist zwar leicht tsundere, aber doch hinreichend langweilig. Nein! Professor Futura und General Forbett!

Mir hat absolut der Humor des Professors gefallen und ich finde es schade, dass das in den späteren Folgen ein wenig zu kurz kommt. Dennoch ist das ein wirklich spannender und schöner Charakter. Auch den General habe ich als Kind vollkommen übersehen. Sicherlich ist er sowieso zumindest für Kinder nicht als Sympathieträger gedacht. Aber mir gefällt dieser Brummelbär mit seiner Waffenarretei ungeheuer gut.

Besonders positiv rechne ich der Serie an, dass sich zwar Jan und Laura häufig über ihn lustig machen auf Grund seiner Waffenfixierung, aber der General überraschend viele positive Momente in der Serie hat und häufiger sogar recht hat – während Jan falsch liegt. Das war mir früher nie aufgefallen, aber jetzt um so mehr.

Sehr schön und schade, dass das Remake damals wohl nicht geklappt hat. Doch so weit bin ich noch nicht. Ich bin erst beim “Superhirn” angekommen, also Folge 33 von 46.

Return of the Mutant Spider

Ich habe sie wieder entdeckt! Jetzt hängt sie in meinem kleinen Vorraum in der Karlsruher Wohnung über den Schuhen und hat sich dort ein kleines Netz zusammengesponnen. So richtig behagt mir das nicht, aber ich versuche mich damit zu beruhigen, dass sie mir gegen lästige Fliegeviecher hilft und in diesem Vorraum auch sowieso mich nicht wirklich stört.

Dennoch habe ich heute Morgen schon sehr vorsichtig hoch geschaut, als ich nach meinen Schuhen gegriffen habe. Solange sie da oben bleibt – fein. Solange sie nicht plötzlich so einen Eiersack vor dem Mund trägt – in Ordnung. Aber wehe …

Meet Chuck

Chuck gibt es jetzt komplett als Serie auf Amazon! Für knapp 60 Euro ist das fast geschenkt – fünf Staffeln. Ich kann durchaus verstehen, wenn einem irgendwann die Serie ein wenig über war. Gerade in der vierten Staffel war ich auch ein wenig ausgelaugt. Dennoch war auch diese Staffel in Ordnung und hatte extrem coole Momente. Aber die letzte Staffel war wieder herausragend, wenn auch leider recht kurz.

Worum geht es? Ein einfacher Nerd, der sein Studium geschmissen hat und jetzt in einem “Buy More” arbeitet (das Äquivalent zum “Media-Markt”), bekommt eines Tages eine E-Mail eines alten Kommilitonen. In dieser E-Mail ist ein Botschaft verschlüsselt, die sich in Sekundeneschnelle in Chucks Gehirn reinfrisst und ihm sämtliche Informationen der Geheimdienste überträgt. Chuck hat zwar nicht jederzeit Zugriff darauf, aber sein Hirn reagiert in manchen Situationen mit sogenannten “Flashs” und er erkennt Zusammenhänge, die vorher niemand erkennen konnte – und er kann Kung-Fu!

Natürlich sind jetzt die Geheimdienste hinter ihm her. Zwei Agenten werden auf ihn angesetzt, um ihn zu überwachen. Auf der einen Seite vom CIA Sarah Walker, eine professionelle Assassine, auf der anderen Seite vom NSA John Casey, ein knallharter Killer. Beide müssen Chuck überwachen, damit er nicht in die falschen Hände gerät – und keiner ist davon wirklich begeistert. Zu allem Überfluss muss Chuck auch noch seinen normalen Lebensalltag beibehalten, damit er nicht zu sehr auffällt – und nebenbei immer wieder die Welt retten.

Ich habe selten eine so rasante, so witzige, so romantische und so intelligente Serie erlebt. Es gibt so wunderschöne Anspielungen an alles, was wir Nerds so kennen und mögen und Chuck und auch seine ganzen Freunde sind so unglaublich sympathisch unbeholfen, aber mit dem Herz am richtigen Fleck.

Müsste ich es kurz fassen, würde ich es als “Agenten-Romance-Action-Comedy” bezeichnen – und da sollte dann auch wirklich jeder Aspekt abgedeckt sein. Wer Realismus sucht, sollte aber besser nicht in die Serie reinschauen, denn da ist nichts realistisch. Darum geht es aber auch nicht. Es geht um Charaktere, es muss krachen und fetzen.

Um einen guten Kumpel aus meiner Zeit als Videothekenpersonal zu zitieren: “Chuck ist die Serie, die nicht von Joss Whedon ist, aber sehr wohl von ihm sein könnte.”

Besonders hevorzuheben: Es spielt Adam Baldwin mit, der in Firefly und Serenity Jayne gespielt hat. Mit John Casey hat er einfach fast wieder genau den gleichen Charakter wie in Firefly und das kann er einfach verdammt gut.

Also, all ihr Nerds da draußen, nicht Big Bang Theory anschauen, sondern Chuck! Und schaut es nicht auf Deutsch. Diese Serie gehört zu jenen, die massiv in der Synchronisation verlieren.

Meister Proper

Ich schreibe wieder vermehrt; nicht dass ich die letzte Zeit nicht mehr geschrieben habe. Hier im Blog und auf der Arbeit sowieso regelmäßig. Ich meine abseits davon. Ob das wieder diese Jahreszeit kurz vor dem NaNoWriMo ist, die mir da Aufwind gibt, weiß ich nicht. Allerdings hatte ich die letzten Monate ein kleines Tief bei meinem Freizeitschreiben, das vermutlich hauptsächlich von der Wochenendpendelei genährt wurde. Denn jede Woche 140km hin und 140km wieder zurück schlauchen auf Dauer und das mache ich nun immerhin schon seit knapp fünf Jahren.

Um so schöner ist es aber, dass ich wieder mehr Muße für mich zu Hause gefunden habe. Häufig komme ich beim Autofahren in so eine Schreibstimmung, wenn Gedanken sich dort verselbständigen. Das ist eine der wenigen guten Sachen an solchen größeren Strecken beim Pendeln. Dusche funktioniert natürlich auch gut. Aber was für mich schon immer, auch im NaNoWriMo, ein Segen war, war das Spülen. Lacht ruhig, aber es ist wirklich so.

Das hat natürlich den positiven Nebeneffekt, dass … gespült ist. Denn ich spüle an sich nicht gerne. Aber gerade, wenn ich schreibe und merke, dass ich nicht weiterkomme, dann gehe ich in die Küche und beginne zu spülen. Das fühlt sich nicht gerade als Übersprungshandlung an, sondern es hat wirklich etwas Meditatives. Denn während ich spüle, kann ich alles noch einmal vor meinem inneren Auge vorbeiziehen lassen. Kein Keyboard ist dann vor mir und will, dass ich in die Tasten haue, kein Bildchirm zeigt mir seit Minuten die gleiche Seite, auf die ich starre, weil ich gerade blockiert bin.

Meine persönliche Empfehlung also, wenn man eine kurze Schreibblockade hat: Spülen! Rausgehen und spazieren hilft auch und ist auch sicher gut. Spülen finde ich persönlich aber einfach praktischer.

Nostalgia Strikes Back

Bisher habe ich mich von Good Old Games (kurz: GOG) fern gehalten. Bisher dachte ich, dass ich das neben Steam nicht auch noch brauche. Ja, mir war bewusst, dass die Intention eine ganz andere ist als bei Steam und dass man nicht online sein muss für die Spiele ist natürlich auch gut. Dennoch war mir das zu viel. Auf Grund meiner Wizardry-Nostalgie-Attacke gestern habe ich aber mit ein paar Leuten mich unterhalten über die gute alte Zeit – und da war ich plötzlich doch auf gog.com.

Ich stöberte ein wenig und dann wurde ich schwach bei der Spieleserie, die bis heute noch tief in meinem Herz verankert ist. Das hat mich geprägt wie kaum etwas Anderes: Ultima. Dort waren sie! Alle Teile! Ja, das hatte ich schon früher mal gesehen und war damals schon versucht, mich anzumelden. Doch diesmal konnte ich nicht widerstehen. Also meldete ich mich rasch an.

Gierig packte ich alle Ultima-Teile in meinen Warenkorb und dann stutzte ich. Denn Ultima 4 hatte ich angeblich schon? Dieser eine Teil, den ich so unbedingt wiederspielen wollte! Dieser eine Teil, an den ich bei all den Diskussionen denken musste! Den hatte ich? Ja, denn GOG hatte ihn mir kostenlos geschenkt. Gut, ich schreibe es noch einmal separat, damit man es nicht überlesen kann:

Es gibt Ultima 4 kostenlos auf GOG!

Ich war und bin immer noch sprachlos. Ja, schon klar, dass dieses Spiel nicht mehr viel kosten kann, aber das war meine Rollenspielkindheit! Ich verstand kaum ein Wort Englisch und lernte es teilweise – mit diesem Spiel! All die Bilder in meinem Kopf, viele Ideen und sogar Charakterkonzepte bauen auf diesem Spiel für mich auf.

Ja, Ultima 5 war auch etwas ganz Besonderes für mich. Ich erinnere mich noch gut, wie ich es damals über meine Spielezeitschrift vorbestellt habe und sehnsüchtig darauf gewartet habe. Dann hielt ich auch irgendwann triumphierend die Box in der Hand und was da alles drin war! Ein Amulett mit dem Avatarzeichen, ein Stück “Mondstein” (einfach nur ein Amethyst) und eine Stoffkarte der Welt! Das war einfach phänomenal damals für mich.

Ich erinnere mich noch gut, da ich Englisch nun besser konnte, dass die Geschichte mich auch direkt mitriss und ich verstand, dass ich quasi wie Robin Hood eine Rebellion für die guten Tugenden gegen Lord Blackthorn entfachen musste und ich traf all die alten Bekannten aus Ultima 4 wieder. Das war auch ein herausragendes Spielerlebnis. Und als ich den ersten Schattenlord besiegte, wie aufgeregt und euphorisch ich vor dem Computer war!

Aber auch die ganzen anderen Teil der Ultima-Reihe waren ganz besonders für mich. Ich gehöre vermutlich zu den wenigen Menschen auf dieser Welt, die sogar ihren Spaß an Ultima 9 hatten. Mit Ultima Online ging auch meine MMO-Welt los. Ultima … mein Herz hängt an dir.

Es gab vor einiger Zeit mal die Möglichkeit, Ultima 4 kostenlos zu spielen im Netz. Doch die Seite wurde leider irgendwann runtergenommen. Vermutlich auf Copyright-Gründen. Das könnte der Grund sein. Andererseits kostet es auf GOG nichts.

Das Abenteuer ist so real wie das Vergnügen

Mit Freuden habe ich gestern gesehen, dass es alte Wizardry-Teile auf Steam gibt! Und dann war ich erschüttert über das, was ich in der Beschreibung lesen durfte. Kostprobe gefällig? Quelle:

  • 11 Rennen, 14 Berufe (mit Rankings)
  • Waffe, Physikalische und Academia Fähigkeiten
  • Sechs Zauberbücher, 462 Kombinationen
  • Nicht-Spieler-Charaktere
  • Ein Arsenal von über 400 recherchierten Artikel
  • Abwechslungsreiche kämpfende Modi
  • Primäre und sekundäre Angriff
  • Continuous Journey
  • Unbegrenzte Backups
  • Spiel speichern [/ list]

    Vor zehn Jahren, setzen die Standards in WIZARDRY Fantasy-Rollenspiel (FRP). Jetzt, nach zwei Millionen Exemplare verkauft wurden und Dutzende von Auszeichnungen gewonnen worden sind, wirft Bezwinger des Cosmic Forge und definiert diese Standards. Diese neue WIZARDRY, die wahrste Simulation jemals of Fantasy Rollenspiele, wird Push Ihrem Computer, Ihren Geist und Ihren Sinn für Abenteuer an ihre Grenzen. Nur durch die Kraft der neuesten Computertechnologie konnten die volle Dimension dieses neuen Genres in FRP möglich sein.

    Dies ist das FRP, wie Sie wollten es zu sein.

    Bereiten Sie sich. Nehmen Sie mit sechs Gefährten – wählen Sie mit Bedacht, weil er gewählt wird, ist dein Schicksal in ihren Händen. Geben Sie die alte Burg, die Cosmic Forge, einem magischen Stift, dessen Schriften verursachte die rive der Zeit selbst zu einem Kurswechsel abzurufen. Sie werden feststellen, Schatz, Rüstungen und magische Gegenstände, um Ihre Suche voranzutreiben; treffen wizened und kryptische Bewohner, die Geheimnisse, die ausgegraben werden muss halten, und lösen die Rätsel und Aufgaben, die es zuhauf.

    Aber Vorsicht-Sie und Ihre Partei begegnen unzähligen Gefahren, Gefahren und Kreaturen der blendenden Form, um Ihren Weg blockieren. Nur durch Ihre Magie und Fähigkeiten, ständig wachsende, wie Sie Fortschritte, können sie besiegt werden.

    Und die Geschichte, die so reich an Mythologie und Legende, webt ein Netz aus Intrigen so komplex, dass nur Sie, mit Geduld und Mühe kann entwirren.

    Lassen Sie den Computer würfeln, wenden Sie die Charts und die Regeln. Von den 400 Positionen von Rüstungen und Waffen für Authentizität der realistischen Kampf Struktur erforscht unter Einbeziehung Primäre und sekundäre Angriff, wird diese Wiedergabe der wahren FRP innerhalb der Computer-Umgebung machen alle anderen Versuche obsolet.

    Das Abenteuer ist so real wie das Vergnügen.

 

Ihr habt es gemerkt, oder? Da war der Google-Übersetzer dran – oder Babelfisch. Denn so wörtlich und ungelenk wie das übersetzt ist, ist das schon kein Deutsch mehr. Ich fange jetzt gar nicht an, mich über “Rennen” = “races” oder “Artikeln” = “items” aufzuregen, weil der Rest noch viel absurder und das nur offensichtlich ist.

Abseits davon freue ich mich aber riesig, dass es diese alten Klassiker jetzt auch auf Steam gibt. Gerade Bane of the Cosmic Forge und Crusaders of the Dark Savant waren herausragende Spiele. Den Nachfolger habe ich leider nur mal angespielt und bin damals mit der Steuerung und Ansicht nicht ganz klar gekommen.

Dennoch sind alle drei auf meine Wunschliste gekommen. Sicherlich werde ich sie nicht durchspielen, aber ich möchte ein wenig Nostalgie beim Anspielen spüren.

Street War

Heute morgen bin ich guter Dinge ins Auto eingestiegen. Dazu sollte es gesagt sein, dass meine Zweitwohnung hier in einer kleinen Seitenstraße in einem Vorort liegt. Das bedeutet, dass hier wirklich wenig Verkehr ist. Mein Parkplatz ist in einem kleinen Hinterhof, in dem auch die Haustür zu finden ist – also nicht nach vorne zur Straße hinaus. Dieser kleine Hinterhof führt auf ein kleines Gässchen für mehrere Häuser und diese kleine Gasse führt auf die Seitenstraße, die dann auf die Hauptstraße führt. So weit, so gut.

Leider passiert es immer wieder, dass manche Leute sich denken: “Das kleine Gässchen? Da kommt ja sowieso keiner vorbei! Da kann ich mal parken.” Und das machen die Herrschaften dann auch. Nahezu jeden Morgen muss ich mich zwischen einem Auto links und einem Auto rechts durchquälen und je nachdem, wie fair diese Leute geparkt haben, schwitze ich dabei mal mehr, mal weniger. Wirklich an die Anwohner denken diese Menschen aber nicht.

Was war heute morgen nun noch besonders? Zusätzlich zu dem viel zu eng geparkten Gässchen parkte ein Auto auf der Seitenstraße so, dass die Schnauze ziemlich viel Platz in der Gasse wegnahm. Das an sich wäre kein Problem direkt, denn dann muss ich nur ein wenig weiter ausholen. Aber zusätzlich parkte auch noch gegenüber in der Einfahrt ein Auto. Der Fahrer saß sogar noch drin! Dadurch wurde der benötigte Wendekreis noch enger als sowieso schon.

Mehr als einen blöden Blick vom Fahrer des Autos in der Einfahrt bekam ich jedoch nicht, als ich mit dem Lenkrad ruderte, vorsetzte, zurücksetzte und so weiter. Merken die Leute nicht, wenn sie andere Menschen einparken oder ihnen Probleme machen? Am Ende beschweren sie sich dann noch, wenn doch ein Kratzer reinkommt, nur weil sie die Gassen unverhältnismäßig verengen. Dieser Mensch hat sich nicht gerührt – kein bisschen.

Das ist ein Verhalten, das ich aber sowieso ständig auch auf Parkplätzen sehe. Ich denke, ihr kennt alle diese Autos, die eineinhalb Parkplätze beim Real einnehmen oder so dicht am Parkstreifen zum nächsten Parkplatz parken, dass man den eigentlich nicht nutzen kann, außer man will über die Beifahrerseite oder den Kofferraum ein- oder aussteigen.

Ist es so viel verlangt, einfach nochmal zurückzusetzen und neu einzuparken? Ist es so viel verlangt, einfach mal zu schauen, ob die anderen Parkplätze noch genug Platz haben? Gerade auf Supermarktparkplätzen ist das so lächerlich, wie eng da manchmal geparkt wird. Da macht sich offensichtlich der Fahrer keine Gedanken um seine Mitmenschen. Mag ja sein, dass man es mal eilig hat, aber – wie ich es schon einmal schrieb: zurücksetzen und besser einparken ist ein Vorgang, der maximal zwei Minuten in Anspruch nehmen dürfte, aber massiv Zeit und Nerven für die Mitmenschen spart.

Aber im Straßenverkehr sind alle Anderen wohl eher Gegner und keine gleichwertigen Teilnehmer für viele Leute. Schade.