Come my love, I’ll tell you a tale

Viele halten Valentinstag für kommerziellen Mist. Das ist er auch vermutlich. Dennoch sollte man auch darüber nachdenke, dass er jenseits davon zu etwas sehr Schönem werden kann. Ich muss heute keine Blumen kaufen für meine Frau. Ich muss auch keine Schokolade kaufen für sie. Es gibt sicherlich Frauen, die da angenervt wären. Meine Frau zum Glück nicht.

Was mir der Valentinstag aber schenkt, ist folgender Gedanke, der mir noch einmal ins Bewusstsein kommt: Ich bin nun seit 13 Jahren mit ihr zusammen und seit über 5 Jahren verheiratet. Es ist schön, das zu realisieren. Erstaunlich, wie schnell die Zeit doch vergeht und wie viel Zeit das doch wirklich ist.

Ja, das sind Gedanken, die ich auch abseits vom Valentinstag haben könnte. Es bedeutet auch nicht, dass ich nur am Valentinstag mich daran erinnert fühle oder nur dann an meine Frau denke. Aber es bedeutet auch nicht das Gegenteil. Es ist einfach ein schöner Anlass, den ich gerne nutze, um meiner Frau danke für diese und auch die weitere Zeit zu sagen. Dafür ist es mir vollkommen egal, wie kommerziell der Valentinstag ausgeschlachtet wird, denn dadurch nutze ich ihn für mich auf meine Weise – und die finde ich schön.

Princess Bride ist „unser“ Film und daher auch schon immer das folgende „Storybook Love“ auch „unser“ Lied gewesen, das mein Schwiegervater bei unserer Hochzeit gespielt hat.

Shut up and take my money

Endlich ist es mir gelungen: Ich habe My Little Pony – Equestria Girls gesehen! Klingt so, als ob das schwierig war? Ja, war es. Denn auf YouTube wurde das Video immer einen Tag später runtergenommen, als ich es sehen wollte. Und die DVD? Gibt es noch nicht. Vorbestellt? Ja, habe ich, aber ich befürchte sowieso, dass die deutsche Version mindestens keine englischen Untertitel hat und möglicherweise auch keine englische Sprachausgabe. Bevor also jemand aufschreit, dass ich das illegal schauen wollte: Nein, denn ich gebe das Geld tatsächlich aus, ich will es nur frühzeitig sehen. Bisher war da Hasbro nur recht böse zu mir.

Der Film selbst? Großartig! Leider viel zu kurz und an einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass da mehr Spotlight drauf war. Aber an sich eine wirklich schöne Geschichte, auch schön im gesamten Thema der Serie und natürlich eine wirklich schön positiven Botschaft. Der Art-Style war auch echt gelungen und mir gefiel einfach das gesamte Setting. Ich meine, hey, meine Lieblingsponies endlich mal an der High School – mit allem, was dazu gehört! Mobbing, Zickenkrieg, Gerüchte, Tratschen, Angst, Abschlussball und Magical Girls. Toll, toll, toll.

Und endlich, ja, endlich, gab es auch einen Ausblick auf Romantik. So schön angedeutet! Das war durchaus ein Punkt, von dem ich mir mehr Spotlight erhofft hatte. Aber auch da bekommt der Film am Ende schön die Kurve und macht mich einfach so richtig neugierig auf die vierte Staffel, denn ich erwarte einfach, dass es dort genau weitergeht – und ich bin sehr gespannt darauf. Auch wenn ich meine Erwartungen nicht zu hoch setzen will. Doch das kann so viel Potenzial haben! Ich freue mich jedenfalls sehr über den gesamten Film. Das hat einfach Spaß gemacht. Twilight Sparkle – yay!

Hier, Trailer anschauen, neugierig werden, Film kaufen! Natürlich nur, wenn man was mit MLP:FiM anfangen kann. Aber ich denke immer noch, dass diese Serie massiv unterschätzt wird und all jene, die früher Spaß an der Gummibärenbande hatten und auch heute noch haben könnten, für den ist My Little Pony: Friendship is Magic genau das Richtige.

Knavery’s plain face is never seen till us’d

Nachdem dir die letzte Castle-Staffel wirklich fast in einem durch geschaut haben, sitzen wir nun an der letzten Fringe-Staffel – und ich muss sagen: Oh je!

Der Anfang hat mich echt gefesselt. Ich bin wieder voll drin und ich mag den Setting-Wechsel und wie sich die Charaktere entwickelt haben, obwohl das zum Teil off-screen war. Das ist richtig gut erzählt und glaubwürdig, auch wenn Einiges erst über die Dialoge klar wird, was genau passiert ist, denn als Zuschauer hat man wenig Ahnung davon, was vor 20 Jahren passiert ist. Auch die neue Welt hat so viel Potenzial für moralische und philosophische Fragen. Großartig!

Wieso also „oh je“? Ganz einfach: Mich macht die Charakterentwicklung fertig – mal wieder! Ich liebe es und es bringt mich um den Verstand. Das ist das gleiche Phänomen, warum ich so ungeheure Schwierigkeiten habe, mir Othello von Shakespeare anzuschauen. Ich liebe dieses Theaterstück, aber es macht mich einfach fertig. Bei Othello ist es, dass Jago dem Zuschauer ständig seine Pläne sagt und man genau weiß, was passieren dürfte – und man sitzt hilflos dabei und würde am liebsten schreien. Doch die Tragödie nimmt ihren Lauf bis zum bitteren Ende. Es ist eine Fahrt in den Abgrund, an der man nichts drehen kann und man weiß genau, wo sie hinführt.

Eine ähnliche Situation haben sie nun in der letzten Fringe-Staffel geschaffen und mit jeder weiteren Folge geht mir das um so näher. Ich sitze vor dem Fernseher und sage innerlich die ganze Zeit: „Tu es nicht! Noch kannst du das und das machen! Geh diesen Weg nicht weiter!“ Und was passiert? Genau, natürlich. Es geht ja um das Drama und das hat so viel Potenzial, aber ich verzweifle daran.

Das ist einerseits gut und andererseits wühlt es mich einfach auf. Ein merkwürdiges Gefühl. Eigentlich genau so, wie es sein sollte, denn es bewegt. Aber dennoch hoffe ich, dass sie diese Spannung bald auflösen, denn ich habe wirklich Schwierigkeiten, solche Bögen über einen langen Zeitraum hinzunehmen. Mal schauen, wie es weitergeht.

Wer die zentralen Themen der letzten Staffel sehen will, wird vielleicht etwas bemerken: Bei den bisherigen Staffeln waren immer nur übernatürliche Themen der Kernpunkt. Das waren die „Fringe“-Fälle. Was sind jetzt die Fringe-Fälle? Achtet mal auf die Texteinspielungen, denn es stehen nicht mehr solche Dinge wie „Teleportation“ oder „Precognition“ oder „Pyrokinesis“ oder „Quantum Entanglement“. Nein! Schaut in das Opening und ihr versteht, was ich meine. Das ist so philosophisch! So genial!