The Dawngate has been shut down

Was ist denn da passiert? Ich bin immer noch ein wenig fassungslos, seitdem ich gestern Abend erfahren habe, dass Dawngate einfach so eingestellt wird. Noch 90 Tage läuft dieses MOBA, das mir die letzten Monate unglaublich viel Spaß gemacht hat. Um zur Ankündigung zu gelangen, müsst ihr auf diesen LINK klicken. Meine Laune ist gerade genauso grau wie das Wetter draußen. Gestern gab es noch einen Patch! Und wenig später kam diese Ankündigung. Unglaublich.

Wie kann man nur so kurzsichtig sein? Dawngate war ein Spiel – nein, ist ein Spiel! – mit viel Potenzial. Es war in der Beta. Beta! Ihr wisst, was das bedeutet? Viele Spieler versuchen es nicht, weil sie darauf warten, dass ein Spiel den finalen Launch hat. Gerade bei einem MOBA ist eine Vielzahl an spielbaren Champions ungeheuer wichtig und macht auch den großen Reiz eines solchen Spieles aus. Hinzu kommt, dass kaum Werbung bisher gemacht wurde.

Von vielen Seiten wurde Dawngate immer wieder gelobt und auch gepusht. Auch Total Biscuit war scheinbar gestern in seinem Podcast sprachlos und die Kommentare auf Reddit sind eigentlich sehr eindeutig. Sicherlich gibt es auf anderen Seiten auch Idioten, die dann mit “Who cares?” antworten, aber es ist eindeutig: Dawngate hat eine nicht zu verachtende und ungeheuer aktive Community.

Ich denke, dass die ungeheuer dichte Lore und die liebevoll skizzierten Charaktere auch mit ein Grund dafür sind, dass die Spieler an dieses Spiel gebunden wurden. Das sieht man bereits an dem wirklich schönen Web-Comic. Ja, League of Legends hat mittlerweile auch einen recht interessanten und verzahnten Hintergrund. Das ist auch das Schöne daran. Doch bei Dawngate fühlte es sich für mich immer stimmiger und liebevoller und mit Seele an.

Dawngate wurde bereits mit diesem Hintergrund im Kopf konzipiert. Man wollte es mit dem Web-Comic begleiten. Bei League of Legends ist das erst nachträglich aufgedrückt worden. Das ist nicht schlecht, aber bei Dawngate hat es einfach eine andere Qualität. Dies führt auch dazu, dass die Spieler sich mehr mit der Welt und somit auch dem Spiel identifizieren. Um so größer ist der Frust nun. Dabei hätten diese Spieler bei einem Release sicherlich viel Geld investiert, um diverse Announcer zu kaufen oder bestimmte Skins. Denn das war vielversprechend.

Nur war das EA anscheinend nicht genug. Sie wollten nicht warten. Sie wollten Geld – jetzt. Sie wollten Wachstum – jetzt. Aber da habe ich gleich mal eine Frage: Wieso dann nicht auch mal mit dem Marketing anfangen? Auch in der Beta hätte man da sicherlich gut wachsen können. Wenn es also nicht genug ist, dann hätte man da was draus machen können. Dawngate hatte alle Möglichkeiten dazu! Aber sie wurden nicht genutzt. Wieso?

Das Grundkonzept von Dawngate war schön und ich hatte mehr Spaß dabei als mit League of Legends. Wieso? Weil die Community besser war. Sie war nicht perfekt, aber sie war friedlicher und freundlicher. Sicherlich gab es auch da Pfeifen, aber nicht in dem Ausmaß, wie in eigentlich allen anderen MOBAs, die ich gespielt habe. Hinzu kommt, dass das Rollensystem wunderschön war. Es hat zwar die Meta nicht komplett aufgebrochen, aber es hat mehr Dynamik bei der Champion-Auswahl und beim Spielstil gebracht. Ein Punkt, der mir persönlich auch sehr gefallen hat: Es gab fast kein Mana. Die meisten Champions waren cooldown-basiert oder hatten eine andere Ressource. Aber Mana? Nein. Dawngate hatte so viele Möglichkeiten und war kein Klon, wie es nun gerne behauptet wird!

Ich bin enttäuscht, frustriert und sauer. Vor lauter Frust habe ich nun auch eine Petition unterschrieben, in der Hoffnung, dass da irgendwann wieder gesunder Menschenverstand bei EA einkehrt und sie erkennen, was für eine Community sie haben und dass sie damit tatsächlich viel Geld verdienen können. Solche Petitionen bringen nichts und dennoch will ich wenigstens “irgendetwas” probieren. Ist sich EA nicht bewusst, was dies wieder für ein Tiefschlag gegen viele Gamer ist und dass sie viel Ansehen dadurch verlieren? Vermutlich ist es ihnen egal – sollte es aber nicht.

Dawngate! Du darfst nicht geschlossen werden! Bitte. Ein Kommentar auf Reddit ist schön und ich versuche einfach, diesen zu leben: “How lucky am I, to have had something that makes saying goodbye so hard.”

Let’s play …

Wenn ich schon so viel zocke, dachte ich mir, dass ich auch mal ein wenig was davon aufnehmen könnte. Ich gebe mich da keiner Illusion hin: Das machen schon viele – viel zu viele. Gerade hier in Deutschland hat man da auch nochmal eine kleinere Zielgruppe, wenn man nur auf Deutsch sowas macht.

Da es aber wenig Aufwand ist, das einfach mit aufzunehmen, arbeite ich momentan daran, dies möglich zu machen. Das wiederum kostet natürlich ein wenig Zeit und ich probiere viel aus. Gerade was den Ton und die Qualität betrifft, bin ich noch nicht wirklich zufrieden.

Zu viel Geld will ich aber auch nicht in irgendwelche Ausrüstung dafür stecken. Früher habe ich mal FRAPs benutzt, war aber mit dem Ergebnis nie wirklich zufrieden. Denn es war nicht ganz so einfach, andere Tonquellen einzubauen und man hätte dafür für gewöhnlich weitere Programme benutzen müssen. Das habe ich auch teilweise probiert, aber … das war auch nichts.

Jetzt habe ich mir ein neues Aufnahmeprogramm geholt, das direkt meine Kommentare vom Headset aufnimmt. Sicherlich nicht in bester Qualität, aber es langt mir eigentlich für meine Zwecke – vorerst. Jetzt geht es nur noch darum, bei manchen Spielen den Spielsound lauter zu bekommen, damit man da auch was hören kann.

Ein paar erste Tests habe ich schon gemacht, weitere werden folgen und dann werde ich hier vielleicht demnächst auf die ersten Resultate verweisen. Möglicherweise gefällt es jemandem ja, nicht nur geschriebene Dinge von mir mitzubekommen; besonders da ich zur Zeit hier weniger schreibe.

Heartbreaker of Dusk

Jetzt im Urlaub habe ich auch endlich mal wieder die Zeit gefunden, um ein neues Spiel auf meiner PS3 anzufangen. Die Wahl war schwierig, denn ich habe hier so Einiges herumliegen. Doch ich denke, dass ich mit dem neuen Assassin’s Creed noch ein wenig warten werde – womöglich kommen noch ein paar DLCs heraus, die ich dann direkt mitspielen will. Ebenso habe ich Batman: Arkham Origins vorerst zurückgestellt. Batman: Arkham City hatte ich erst vor Kurzem gespielt.

Es gäbe natürlich noch deutlich mehr Spiele, die ich hier für die PS3 habe – vorrangig einige J-RPG. Daher dachte ich mir, ich fange bei denen mal wieder an, denn die geben mir für gewöhnlich einfach ein gutes Gefühl und nach Beyond: Two Souls würde mir das gut tun – dachte ich. Daher habe ich nun Atelier Ayesha: The Alchemist of Dusk angefangen.

Ja, die Atelier-Reihe hat sich mit den letzten drei Teilen ziemlich in mein Herz gespielt, aber darüber habe ich ja schon Einiges geschrieben. Atelier Ayesha gehört nicht mehr zur Arland-Trilogie, sondern scheint der Auftakt zu einer neuen Reihe in der Reihe zu sein – eine Sub-Reihe sozusagen. Es spielt sich auch wieder recht ähnlich zu den vorherigen Teilen, denn viele Veränderungen haben die Atelier-Spiele eigentlich nicht; aber das macht es auch so schön, denn wenn man einmal dem Bann dieser Spiele verfallen ist, fühlt man sich, als ob man wieder nach Hause kommt.

Die Charaktere sind interessant, die Dialoge sind witzig und bizarr, das Setting ist faszinierend, die Schauplätze sind zum Träumen schön – und das Spielprinzip mit der Mischung aus Gegenstände herstellen, Gegend erkunden und kämpfen ist genau mein Ding. Das spricht den “Explorer” in mir an und gerade Atelier Ayesha scheint für Explorer wie mich wieder ein paar neue Dinge hinzugefügt zu haben, die klein sind, aber doch süchtig machen.

Ein wenig Bedenken habe ich wegen der Geschichte. Nicht, weil sie schlecht wirkt oder mir nicht gefällt. Ich befürchte, das Gegenteil wird der Fall sein. Während Atelier Meruru nicht ganz so herzzerreißend war, hatte mein Einstieg in die Atelier-Serie, Atelier Totori, eine Geschichte, die mich echt mitgenommen hat. Es ging nicht um einen großen Bösewicht, nicht um das Ende der Welt. Totori wollte einfach nur ihre verschollene Mutter finden und hat sich deswegen auf ihre Reise begeben, um eine große Alchemistin und Abenteurerin zu werden. Das Ende, das ich erspielt hatte, war eines der “besseren” Enden, aber nicht das absolute Happy End. Das hat mich ungeheuer mitgenommen, weil da ein paar so herzzerreißende Szenen waren … hach ja!

Atelier Ayesha könnte leider in genau die gleiche Kerbe schlagen und ich sehe mich schon mit glasigen Augen vor dem Fernseher hocken. Denn Ayeshas Schwester Nio ist ebenso verschollen und scheinbar zu einem ruhelosen Geist geworden. Nun hat Ayesha drei Jahre Zeit, ehe “irgendwas” passiert und sie ihre Schwester wohl nicht mehr retten kann. Daher begibt sich die naive Apothekerin auf die Suche nach dem Geheimnis um ihre Schwester und die merkwürdigen Blumen an ihrem Grab. Das klingt absolut vielversprechend, aber ein wenig Angst habe ich schon.

Nichtsdestotrotz ist die Grundstimmung des Spiels auch wieder extrem heiter bis surreal und das ist, was ich an der Atelier-Reihe insgesamt so sehr schätze. Um so mehr werden mich die tragischen Momente wieder mitten ins Herz treffen – das weiß ich jetzt schon. Ein wenig habe ich Angst davor, aber ebenso freue ich mich schon darauf. Einmal wieder kann ich also bisher auch diesen Atelier-Teil nur wärmstens empfehlen; wie sowieso die gesamte Reihe.

http://youtu.be/WniZFEhZOXQ

Beyond Ending

Ich bin beeindruckt. Endlich habe ich Beyond: Two Souls zu Ende gespielt. Zugegeben, ich war anfangs skeptisch. Heavy Rain hatte mich nie wirklich gepackt und ich hasse eigentlich Quick-Time-Events. Aber Beyond ist eine so schöne Geschichte, hat so tolle Charaktere und verwebt das zu so einer guten Interaktivität, dass mich das echt mitgerissen hat.

An sich könnte man sagen, ich habe ein ganzes Leben nun durchlebt dank dieses Spiels. Denn man begleitet den Hauptcharakter durch ganz unterschiedliche Stufen ihres Lebens. Das ein wenig wirr und nicht chronologisch, was es hier und da ein wenig merkwürdig macht und auch die Entscheidungen, die man trifft, sind dann nicht mehr ganz so konsistent; oder wirkten es zumindest anfangs. Im Nachhinein konnte ich mir sogar zurechtrücken, warum ich Jodie in manchen Situation auf bestimmte Art hatte handeln lassen. Hätte ich zu dem Zeitpunkt gewusst, was vorher passiert war, hätte ich vermutlich anders gehandelt. Aber es machte dennoch Sinn.

Ich habe Fehler gemacht in Jodies Leben und habe damit gelebt. Ich habe weniger gespielt, um zu gewinnen, sondern es war wirklich mehr Method Acting an vielen Stellen, da ich einfach sehr impulsiv entschieden habe und überlegt habe, wie sie oder Aiden reagieren. Das war ungeheuer spannend und ich bin beeindruckt, dass ich am Ende dennoch ein so positives Ende hinbekommen habe. Denn ich dachte schon, dank vieler falscher Entscheidungen, dass es nicht gut ausgeht. Ging es auch letzten Endes nicht, aber wenigstens für Jodie auf gewisse Weise dann doch.

Was finde ich nun beeindruckend? Eigentlich ist es weniger ein Spiel. Es ist mehr ein Spiel als Heavy Rain, aber dennoch bleibt es eine interaktive Geschichte mit fürchterlichen QTE. Die gehen sogar größtenteils. Was ich gerade in der Endszene allerdings bemängeln musste, waren die QTE, in denen ich wie bekloppt auf eine Taste hämmern musste und das mehrfach auf verschiedene Tasten in kurzen Abständen. Ich bin da ehrlich: Mir hat mein Finger irgendwann weh getan. Ich musste die Szene unterbrechen, aufstehen, mir in Ruhe ein Brot machen, um danach wieder ohne schmerzenden Finger weiterspielen zu können. Die Szene war aber überaus dramatisch und ich wollte wissen, wie es weitergeht. Mich hat es geärgert, dass ich sie wegen einer solch technischen Sache unterbrechen musste.

Zum Glück sind die QTE allerdings größtenteils sogar fair und angenehm im Rest des Spiels. Nur an dieser Stelle war es echt atmosphärestörend, während es vorher mich eher mit den Charakteren verwoben hat – und das ist, was mich beeindruckt! Ich habe wirklich richtig mitgefühlt mit ihnen und habe wirklich gelitten, wenn schlimme Dinge passiert sind oder die Charaktere traurig oder frustriert oder in einer misslichen Lage waren. Das kann so kein Film – zumindest hat es noch keiner geschafft. Ich war wirklich mittendrin und habe alles so nah erlebt, wie ich es selten bisher mitbekommen habe. Da hilft vermutlich auch generell mein doch eher empathisches Talent für solche Dinge. Aber das ist, was das Spiel für mich so herausragend macht.

Ich mag keine QTE, ich mag eigentlich auch keine interaktiven Filme, aber Beyond: Two Souls hat es größtenteils genau richtig gemacht. Es hat mich berührt, es hat mich bewegt, es hat mir Ideen mit auf den Weg gegeben, es hat mich nachdenken lassen und es wird mir lange, sehr lange in Erinnerung bleiben. Das ist, was ich mit “beeindruckend” anfangs meinte. Dieses Spiel hat mich nicht kalt gelassen und auch wenn es natürlich ein glatt gebügelter Blockbuster ist und wenn viele wieder über die großen Spielehersteller schimpfen, solche Spiele zu schaffen ist ein Kunstwerk.

You are gonna keep going, aren’t you? For what? Treasure?

Uncharted 4! Für die PS4! Gut, das bedeutet für mich, dass ich zwar warte, ehe ich mir eine Playstation 4 hole, aber sobald es ein Bundle mit entweder Uncharted 4 oder Final Fantasy XV gibt, dann schlage ich zu – selbst wenn das am Anfang sein wird. Das sind die beiden Spiele, auf die ich ungeheuer scharf für die PS4 bin.

Wieso? Weil Uncharted einfach eine grandiose Reihe ist – phänomenale Charaktere, eine sehr unterhaltsame Geschichte und ein bombastisch cineastisches Gefühl mit hervorragender Musik. Der Teaser, den ich gesehen habe, sagt nicht viel. Er ist sogar sehr unspektakulär. Das ist fast enttäuschend. Aber es ist Uncharted!

Wer sich nach dem Spoiler-Cut den Trailer zu Uncharted 3 anschaut, wird eher verstehen, warum ich so scharf darauf bin. Man darf nicht vergessen, dass der Teaser zu Uncharted 4 eben nur ein Teaser ist.

Beyond interactive stories

Zurzeit habe ich es wohl mit interaktiven Geschichten. Zuerst Corpse Party und jetzt bin ich an Beyond: Two Souls. Dabei hatte ich sogar überlegt, ob ich es mir überhaupt holen soll, denn Heavy Rain hatte mich ziemlich gelangweilt und ich mag keine QTE (Quick Time Events). Aber Willem Dafoe und Ellen Page war dann für mich doch ein Grund, es auszuprobieren.

Es fesselt mich bisher auch deutlich mehr als Heavy Rain. Wobei es sowieso geschickt ist, diesmal noch eine zweite Figur zu haben, die extrem viele Parallelen zu einem selbst als Spieler hat; ich befürchte, diese Ironie entgeht wohl vielen, wenn sie Beyond: Two Souls zocken. Für mich ist das natürlich genau der Haken, der mich an Land zieht.

Mittlerweile hatte ich schon mehrere wirklich tolle Momente in der Geschichte, die mich bewegt haben – allen voran die Geschichte um die Obdachlosen und die Navajos. Der Rest ist in Ordnung, aber reißt einen nicht immer mit.

Die Hauptfigur wächst einem sehr schnell ans Herz, was aber sicherlich auch daran liegt, dass man sie wirklich durch alle Altersstufen begleitet – auch wenn ich zugeben muss, dass die Zeitsprünge zwar erzählerisch wohl gewollt sind, mich aber eher stören und ich mir eine stringendere Chronologie wünschen würde. So wirkt es auf mich eher gekünstelt und unnatürlich, als ob man einer eigentlich spannenden und interessanten Geschichte unbedingt noch hier und da etwas aufzwingen will.

Allerdings komme ich nicht umhin, die Parallelen auch zu Last of Us zu ziehen. Auch das habe ich mehr als interaktive Geschichte mit Shooter- und Stealth-Elementen empfunden. Doch diese waren sehr viel stärker und besser umgesetzt als die Spielelemente in Beyond: Two Souls. Bei Last of Us habe ich kein Problem, es ein Spiel zu nennen. Es hat Erfolg und Versagen, es hat Interaktivität und es hat Herausforderungen. Das ist definitiv ein Spiel.

Aber Beyond: Two Souls? Da tu ich mir echt schwer, das ein Spiel zu nennen. Denn es ist wirklich mehr eine interaktive Geschichte. Noch mehr sogar als Corpse Party! Und das ist schon nicht gerade viel Spiel, sondern auch mehr Geschichte. Dennoch macht B:TS Spaß – Geschichte und Charaktere sind wirklich gut gelungen, auch wenn mir die Stimmung hier und dort einfach zu melancholisch und deprimierend ist. Selbst Last of Us hatte da deutlich lichtere Momente und das war schon teilweise arg frustrierend von Setting und Plot.

Heute Abend werde ich passend zu Halloween aber erst einmal Corpse Party zu Ende spielen – hoffe ich zumindest. Noch zwei Kapitel habe ich vor mir, von den freigeschalteten Bonuskapiteln mal abgesehen. Aber ich sollte das endlich einmal durchziehen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Danach werde ich wohl auch wieder in Beyond: Two Souls reinschauen – keine Ahnung, wie weit ich da nun genau bin. Mehrere Spielstunden sind es jedenfalls.

Sie kommen! Sie sind hungrig!

Natürlich muss ich korrigieren. Ich hätte im letzten Beitrag nicht schreiben dürfen, dass ich kein Problem mit der Munition hatte. Die bekam ich in den letzten Kapiteln von Dead Space 3 dann doch. Lag allerdings auch daran vermutlich, dass es deutlich weniger Werkbänke gab und auch keine optionalen Missionen oder versteckten Türen.

Dadurch wurde der Schluss noch einmal sehr hakelig für mich und ich musste sehr rumtricksen – in diesem Moment verfluchte ich mich, dass ich doch mal ausnahmsweise wieder auf “normal” spielen wollte und nicht auf “einfach”, wie ich es sonst immer mehr. Um so zufriedener war ich, als ich dann doch das Ende schaffte.

Es fühlte sich sogar richtig gut an, auf dem letzten Loch zu pfeifen und sich durch die letzten Karten zu kämpfen. Das hatte richtig schön: “Ach, du scheiße!”-Gefühl und erzeugte es eine wunderschöne Atmosphäre, die sich in einem besonderen Spielverhalten meinerseits zeigte: Bisher gab es in jedem Dead Space diesen Moment, in dem das Spiel alles um mich herum explodieren ließ und mir Nekromorph um Nekromorph um die Ohren warf. Was macht der Holger in solchen Momenten? Er nimmt die Beine in die Hand und rennt und ballert panisch um sich.

Das hört sich im ersten Moment blöd an, aber das gibt mir ein ungeheure Immersion. So tief drin bin ich selten in einem Spiel und genau dieses Gefühl hat mir jedes Dead Space gerade auf den letzten Schritten gegeben. Ich liebe diese Momente! Im Nachhinein würde ich mich nicht immer an diese Orte trauen und wenn ich überlege, dass ich diese Sequenzen noch einmal durchspielen müsste, dann graut es mir. Aber es ist ein so ungeheur großartiges Gefühl!

Auch Dead Space 3 hat das mit mir gemacht. Ich hatte kaum noch Munition, meine Health Packs waren weg und dann geht es zum Endkampf hin und um mich herum bricht die Hölle los. Ich habe nur noch den L2-Button zum Rennen gedrückt, bin gerannt, habe wild vor mich geschossen, wenn sich was bewegte, musste aber ebenso manche gezielte Schüsse setzen, um ein paar Tentakel zu beseitigen, die mir den Weg versperrten; während hinter, vor und neben mir lauter Gegner spawnten. Das ist Dead Space und ich liebe es dafür!

Auch im dritten Teil hatte ich dadurch eine so starke Immersion, dass sich das nicht nur optisch bei mir in den Kopf gebrannt hat. Dieses Spielgefühl war einfach unbeschreiblich, vor allen Dingen, als sich der Endgegner dann kolossal vor mir aufbaute und ich mir echt dachte: “Äh, ja … und jetzt?!” Da gab es zum Glück einen Trick, den ich auch anwenden musste, auf Grund meiner spärlich gewordenen Munition.

Ein Jammer, dass es Dead Space 4 angeblich nicht mehr geben wird, denn nach dem Ende bin ich richtig gespannt, wie es weitergeht. Gerade auch nach dem DLC-Ende bin ich noch neugieriger, denn da kann man so richtig geniale Sachen draus machen! Andererseits wäre es auch so ein klassisches Cliffhanger-Ende, bei dem einfach alles im Eimer ist. Na gut, nach dem normalen Ende noch nicht, erst nach dem DLC.

Aber gestern erzählte mir der Marc, dass es möglicherweise doch ein Dead Space 4 geben könnte. Das wäre mal richtig toll, denn auch nach dem dritten Teil bin ich immer noch begeisterter Fan dieses Franchises. Es macht einfach so viel richtig und ist genau mein Ding – Space-Horror auf hohem Niveau!

Die Hintergrundgeschichte und auch die Ereignisse aus Dead Space 1 & 2 nach dem Spoiler-Cut, denn … naja, ich denke, Spoiler-Cut ist recht offensichtlich.

Spoiler-Cut

I can feel it coming in the air tonight

Mein Urlaub neigt sich dem Ende zu und ich habe einiges geschafft, aber dennoch nicht ganz so viel, wie ich mir vorgenommen hatte. Aber dank der doch recht heftigen Erkältung, die ich immer noch nicht ganz los bin, war da einfach nicht mehr drin; und ich will mir meinen Urlaub auch nicht zu sehr kaputt machen.

Was ist jedenfalls noch offen? Ein paar Lücken will ich noch in meinem letztjährigen NaNoWriMo-Manuskript schließen. Das ist eine gute Vorbereitung auf den diesjährigen NaNoWriMo, selbst wenn es mir nicht gelingt, alles aneinander zu fügen. Aber mal schauen, was mir noch gelingt. Es sind noch ein paar Wochen bis dahin.

Auch offen ist noch Dead Space 3. Naiv, wie ich war, dachte ich, ich kann es in meinem Urlaub ohne Problem durchspielen. Typischer Fall von “denkste” – und das lag noch nicht einmal nur an der Erkältung, sondern daran, dass es sich viel größer anfühlt als die letzten beiden Teile. Als ich dachte, ich wäre in der Hälfte des Spieles, hatte ich gerade mal ein Viertel und der Spielteil auf dem Planeten unten ist doch deutlich umfangreicher als ich dachte.

Aber es macht eine Menge Spaß. Es ist anders als die Vorgänger – natürlich. Dennoch sehe ich einfach nicht, wo es ein schlechtes Spiel sein sollte, wie es gerne behauptet wird. Doch das sind wirklich meist Leute, die es nicht selbst gespielt haben. Das hört man besonders heraus, wenn der einzige Kritikpunkt dieser Leute ist, warum sie DS3 nicht spielen wollen, dass die Necromorphs verheizt werden und es zu einem Shooter wie Resident Evil verkommt.

Horror Party

Für Hamburg habe ich mal wieder meine PSVita ausgepackt, die ich schon ein wenig nicht mehr genutzt hatte, da ich bei Valkyria Chronicles 2 leider auf einer recht heftigen Map festhänge. Aber mittlerweile gibt es ja auch genug andere Titel und ich hatte sogar noch ein paar – nur habe ich eben auch dieses Credo, dass ich erst Spiele zu Ende spielen will, bevor ich ein neues anfange.

Da sich VC2 allerdings nicht gerade anbietet, wenn man nur mal kurz zwischendurch spielen will, da die Maps schon einmal länger dauern und man nicht mittendrin auf der Karte speichern kann, habe ich ein neues Spiel mir mal angeschaut, bei dem ich die Vermutung hatte, dass es passen könnte: Corpse Party – ein PSP-Spiel, das man aber auch im Playstation Store für die PSVita kaufen kann. Kostet sogar noch nicht einmal viel und da ich Manga und Horror sowieso mag, wurde ich neugierig.

Worum geht es? 8 Jugendliche und ihre Lehrerin treffen sich nachts in ihrer Schule, während die Jugendlichen Gruselgeschichten erzählen. Es kommt natürlich, wie es kommen muss: Eines der Mädels ist okkultbegeistert und schlägt ein “harmloses” Ritual vor, damit alle Freunde immer zusammenbleiben. Doch irgendetwas scheint schief zu gehen und alle werden in eine andere Dimension gerissen – in eine Schule voller Geister, in der sich Schreckliches abgespielt hat.

Die Charaktere sind verstreut, denn sie sind nicht alle in der gleichen Dimension. Sie sind zwar in der gleichen Geisterschule, aber in unterschiedlichen “closed spaces”, wie das Spiel es nennt und können sich daher nicht erreichen – höchstens indirekt. Manche sind gemeinsam in diesen abgeschlossenen Räumen und manche bekommen auch Auswirkungen aus den anderen abgeschlossenen Räumen mit.

Vielleicht ist es ein Frevel, ein solches Spiel auf einer PSVita zu spielen, denn wohl selbst für eine PSP ist das Spiel extrem simpel. Es hat die übliche alte JRPG-Pixelansicht in 2D. Außerdem ist es nicht wirklich komplex – es wird noch nicht einmal gekämpft. Zwar haben die Charaktere Hitpoints, aber meist sieht es eher so aus, dass man nur wegrennt, wenn man angegriffen wird. Die Hitpoints sind lediglich dazu da, um zu zeigen, wie viel Fehler man sich dabei erlauben darf. Eigentlich ist es nur eine interaktives Horror-Adventure.

Einzig stört, dass man die Dialog-Sequenzen nicht abbrechen kann. Das ist nicht schlimm fürs Erste, denn die will man schließlich lesen. Das ist das, was das Spiel ausmacht! Und es wird viel geredet, denn es geht alles um die Charaktere, ihre Beziehungen zueinander und dem schrecklichen Ort, an dem sie gestrandet sind. Doch kommt es nicht selten vor, dass man stirbt und dann muss man sich durch all diese Dialoge wieder und wieder klicken und das kann ein wenig frustrierend sein. Auch ist es ein wenig grenzwertig, dass wenn man eine falsche Entscheidung getroffen hat und ein “falsches” Ende erreicht hat (das Game Over), dass häufig auch hier recht lange Dialoge noch passieren. Das ist an sich nett, weil es dadurch wirklich eine interaktive Geschichte ist, aber wenn man das zum x-ten Mal erlebt, kann das auch nerven.

Dennoch hat das Spiel eine riesige Stärke: eine ungeheuer dichte Atmosphäre! Die Charaktere sind richtig gut ausgearbeitet und spannend und dank Musik, Sound und auch der japanischen Synchronisation wird das alles noch unterstrichen. Allerdings sollte man natürlich gewarnt sein: Denn es ist Manga, es sind Jugendliche und daher wird natürlich auch viel geweint und geschrien, denn das Setting ist ungeheuer hoffnungslos und düster. Darüber täuscht die niedliche Manga-Pixelgrafik hinweg. Aber es ist weder niedlich, noch bunt, noch heiter – alles nur das nicht. Denn es ist ungeheuer grausam, was den Charakteren zum Teil passiert und was sie sich auch noch gegenseitig antun.

Es ist kein neues Setting und auch kein neues Muster, denn all das hat man schon häufig gesehen. Es ist damit sicherlich keine Innovation im Manga-Horror-Genre, aber dennoch fesselt es mich ziemlich und ich leide mit den Charakteren mit. Ein überraschend gutes Spiel, bei dem ich allerdings auch erst zur Hälfte durch bin. Ich bin gespannt, wie es ausgeht, auch wenn ich nach dem bisherigen Verlauf befürchte, dass es genauso ausgehen wird wie eigentlich jeder Horror-Manga: nicht gut.

Ich bin sehr, sehr positiv überrascht zumal das Spiel nicht von einem großen Entwicklerstudio zu sein scheint. Corpse Party macht einfach Spaß, weil ich das Gefühl habe, dass die Macher wirklich das Genre ungeheuer gut kennen und lieben. Außerdem mag ich das Opening. Das Lied ist so toll!

Nostalgia Strikes Back

Bisher habe ich mich von Good Old Games (kurz: GOG) fern gehalten. Bisher dachte ich, dass ich das neben Steam nicht auch noch brauche. Ja, mir war bewusst, dass die Intention eine ganz andere ist als bei Steam und dass man nicht online sein muss für die Spiele ist natürlich auch gut. Dennoch war mir das zu viel. Auf Grund meiner Wizardry-Nostalgie-Attacke gestern habe ich aber mit ein paar Leuten mich unterhalten über die gute alte Zeit – und da war ich plötzlich doch auf gog.com.

Ich stöberte ein wenig und dann wurde ich schwach bei der Spieleserie, die bis heute noch tief in meinem Herz verankert ist. Das hat mich geprägt wie kaum etwas Anderes: Ultima. Dort waren sie! Alle Teile! Ja, das hatte ich schon früher mal gesehen und war damals schon versucht, mich anzumelden. Doch diesmal konnte ich nicht widerstehen. Also meldete ich mich rasch an.

Gierig packte ich alle Ultima-Teile in meinen Warenkorb und dann stutzte ich. Denn Ultima 4 hatte ich angeblich schon? Dieser eine Teil, den ich so unbedingt wiederspielen wollte! Dieser eine Teil, an den ich bei all den Diskussionen denken musste! Den hatte ich? Ja, denn GOG hatte ihn mir kostenlos geschenkt. Gut, ich schreibe es noch einmal separat, damit man es nicht überlesen kann:

Es gibt Ultima 4 kostenlos auf GOG!

Ich war und bin immer noch sprachlos. Ja, schon klar, dass dieses Spiel nicht mehr viel kosten kann, aber das war meine Rollenspielkindheit! Ich verstand kaum ein Wort Englisch und lernte es teilweise – mit diesem Spiel! All die Bilder in meinem Kopf, viele Ideen und sogar Charakterkonzepte bauen auf diesem Spiel für mich auf.

Ja, Ultima 5 war auch etwas ganz Besonderes für mich. Ich erinnere mich noch gut, wie ich es damals über meine Spielezeitschrift vorbestellt habe und sehnsüchtig darauf gewartet habe. Dann hielt ich auch irgendwann triumphierend die Box in der Hand und was da alles drin war! Ein Amulett mit dem Avatarzeichen, ein Stück “Mondstein” (einfach nur ein Amethyst) und eine Stoffkarte der Welt! Das war einfach phänomenal damals für mich.

Ich erinnere mich noch gut, da ich Englisch nun besser konnte, dass die Geschichte mich auch direkt mitriss und ich verstand, dass ich quasi wie Robin Hood eine Rebellion für die guten Tugenden gegen Lord Blackthorn entfachen musste und ich traf all die alten Bekannten aus Ultima 4 wieder. Das war auch ein herausragendes Spielerlebnis. Und als ich den ersten Schattenlord besiegte, wie aufgeregt und euphorisch ich vor dem Computer war!

Aber auch die ganzen anderen Teil der Ultima-Reihe waren ganz besonders für mich. Ich gehöre vermutlich zu den wenigen Menschen auf dieser Welt, die sogar ihren Spaß an Ultima 9 hatten. Mit Ultima Online ging auch meine MMO-Welt los. Ultima … mein Herz hängt an dir.

Es gab vor einiger Zeit mal die Möglichkeit, Ultima 4 kostenlos zu spielen im Netz. Doch die Seite wurde leider irgendwann runtergenommen. Vermutlich auf Copyright-Gründen. Das könnte der Grund sein. Andererseits kostet es auf GOG nichts.