Final Fantasy returns

Übrigens! Ich habe mittlerweile Final Fantasy XIII-3 – Lightning Returns zu Ende gespielt. Hui, das waren ca. 70 Spielstunden, die ich da reinversenkt habe. Allerdings gebe ich zu, dass ich zwischenzeitlich eher ein wenig genervt war. Hat mir das Spiel nicht gefallen? Doch! Es war ein schöner Abschluss und hat so viele schöne Elemente gehabt. Allerdings habe ich einen ganz gewaltigen Kritikpunkt an diesem Spiel: das Zeitlimit.

Weiter nach dem Spoiler-Cut!

This is a future I could not save

Manchmal ist es ganz wichtig, dass man sich nicht in die Irre führen lässt von Rezensionen. Denn ich glaube, wenn ich Final Fantasy 13 erst gespielt hätte, nachdem ich einige Bewertungen gelesen habe, hätte es mir nicht gefallen. Ich bin da durchaus ehrlich, dass FF13 zwei Anläufe für mich brauchte, was aber eher ein Zeitgrund war. Doch ich habe mich sowohl in FF13 als auch FF13-2 total verbissen.

Ich habe geträumt und mit den Charakteren gelitten. Auch wenn viele behaupten, die Charakteren wären so flach, finde ich, dass dieser Cast tatsächlich zu den vielschichtigsten Charakteren aus allen FF-Teilen gehört. Er ist abwechslungsreich und vielschichtig. Außerdem sind es nicht alles einfach nur “gute Menschen” – da gibt es schon einige Makel und Abgründe, die sich im Laufe der Geschichte auftun. Das hat man auch mal bei den anderen FF-Teilen, ja. Aber bei Final Fantasy 13 wirkte es viel komplexer und authentischer auf mich.

Wie ich darauf komme? Ich habe letztens FF13-3 angefangen und bin da schon sehr angetan. Aus Zeitgründen habe ich auch das mal wieder nicht weiterspielen können. Doch jetzt stimme ich wieder ein wenig darauf ein, um demnächst mit Vorfreude auf diese epische Geschichte anzufangen. Aber dabei mir fiel mal wieder auf, wie wunderbar heroisch und tragisch die ganze Geschichte und die Welt ist. Das sieht alles bunt und fröhlich nach außen aus – ist es aber nicht. FF13 hat für mich bisher die apokalyptischste Geschichte der ganzen Spielereihe und das soll schon was heißen – denn in jedem FF-Teil geht die Welt unter und zwar eigentlich so richtig.

Hier haben wir aber ungeheuer tiefe philosophische und moralische Probleme, wir haben eine Welt am Abgrund und die Charaktere schubsen sie sogar noch über den Rand! Einfach großartig. Ohne zu viel zu verraten, aber das Ende von FF13-2 hat mich dermaßen beeindruckt und mitgenommen, dass es eine Wonne war; das hat mich absolut inspiriert und diese Bilder und die Momente werde ich nicht aus meinem Kopf wegbekommen.

Lightning ist vermutlich wirklich mit Abstand mein Lieblingscharakter aus allen FF-Teilen – zusammen mit Balthier und Rikku. Ich verstehe nicht, wie man diesen Charakter oberflächlich finden kann. Da ist so viel unter der Oberfläche zu finden, wenn man nur genauer hinschaut. Denn Lighthning ist nicht gefühlslos, aber das wird sehr deutlich eigentlich erzählt, warum der Charakter ist, wie er ist.

Mir ist die Tragik und Reichweite des ganzen Weltuntergangs erst so richtig bewusst geworden, als ich mal wieder auf YouTube mir Serahs Thema angehört habe. Das ist kein Spoiler, aber als ich den Text endlich verstand, denn man kann ihn nur schwer raushören, hatte ich Tränen in den Augen. Das ist so hoffnungsvoll, so gutgläubig, so heroisch und so … tragisch. Einfach wunderschön:

In diesem Zusammenhang will ich auch erneut die Trailer zu Final Fantasy 13 und Final Fantasy 13-2 teilen. Natürlich ist der Trailer zu FF13-2 ein massiver Spoiler, also das wirklich nur anschauen, wenn man damit kein Problem hat. Ich verpacke beide aber mal hinter den Spoiler-Cut. Ich liebe diese Trailer! Selten solch stimmungsvolle und wunderschöne Trailer gesehen. Das ist ein kleines Meisterwerk von Musik, Bildern und Dialogzitaten:

You are gonna keep going, aren’t you? For what? Treasure?

Uncharted 4! Für die PS4! Gut, das bedeutet für mich, dass ich zwar warte, ehe ich mir eine Playstation 4 hole, aber sobald es ein Bundle mit entweder Uncharted 4 oder Final Fantasy XV gibt, dann schlage ich zu – selbst wenn das am Anfang sein wird. Das sind die beiden Spiele, auf die ich ungeheuer scharf für die PS4 bin.

Wieso? Weil Uncharted einfach eine grandiose Reihe ist – phänomenale Charaktere, eine sehr unterhaltsame Geschichte und ein bombastisch cineastisches Gefühl mit hervorragender Musik. Der Teaser, den ich gesehen habe, sagt nicht viel. Er ist sogar sehr unspektakulär. Das ist fast enttäuschend. Aber es ist Uncharted!

Wer sich nach dem Spoiler-Cut den Trailer zu Uncharted 3 anschaut, wird eher verstehen, warum ich so scharf darauf bin. Man darf nicht vergessen, dass der Teaser zu Uncharted 4 eben nur ein Teaser ist.

Let’s get enchanted

Mich hat es einmal wieder erwischt – nein, nicht die Seuche, keine Sorge. Viel schöner! Ich bin von einem Spiel absolut verzaubert. Das trifft aber auch direkt mehrere meiner Vorlieben und mich hätte es auch gewundert, wenn es mir nicht gefallen hätte. Daher habe ich mit dem Blindkauf dieser Collector’s Edition nichts falsch gemacht: Ni No Kuni – Wrath of the White Witch.

Ihr erinnert euch noch daran, wie sehr ich von der Atelier-Reihe geschwärmt habe und wie sehr ich mich auf das bald erscheinende Atelier Ayesha freue? Ni No Kuni verzaubert mich aus ähnlichen Gründen. Doch wo die Arland-Atelier-Reihe extrem bodenständig war, geht Ni No Kuni in epische Gefilde. Während bei den letzten drei Atelier-Reihen die Charaktere im Vordergrund standen und ein sehr einfacher und un-epischer Plot die Bühne war, ist Ni No Kuni ein wenig die Final-Fantasy-Variante der Atelier-Reihe.

Die Charaktere sind echt nett, die Geschichte ist tragisch bis episch und hat mir schon an einigen Stellen einen Schauer über den Rücken laufen lassen und es macht einfach Spaß. Klar, das Spiel besitzt nicht nur die Ghibli-Optik, es ist auch alles drum und dran Studio Ghibli. Wer also an Animes und vor allen Dingen den Animes von Ghibli keinen Gefallen hat, der wird auch an Ni No Kuni wenig Gefallen finden. Aber dieses Spiel ist einfach so schön, so ideenreich, so kreativ, so detailverliebt – ein wunderschönes Spiel, eigentlich für Kinder, aber auch für Erwachsene wie mich, die sich das ein wenig behalten haben.

Man könnte sagen, dass Ni No Kuni ein interaktives Chihiros Reise ins Zauberland ist – ein Film, der mich auch ziemlich begeistert hatte damals. Sicherlich ist der Plot anders, die Charaktere anders, aber die Stimmung ist an so vielen Stellen ähnlich und der Ideenreichtum der Figuren und die irrwitzigen Ideen ebenso.

Das Spiel ist einfach grandios, denn es stimmt alles: Die Musik, die Optik, die Atmosphäre, das Spielgefühl. Es mag durchaus ab einem gewissen Punkt recht wiederholend und einfach gestrickt sein. Aber man sollte nicht vergessen, dass es sich wirklich an ein jüngeres Publikum richtet; wenn man das bedenkt, dann sind einige Stellen aber auch schon ganz schön knackig und heftig, sowohl spielerisch als auch emotional.

Ich bin jedenfalls ganz hin und weg von diesem Spiel – es ist schlicht bezaubernd schön. Sogar die englische Synchronisation ist echt verdammt gut. Dabei war dieses Spiel bestimmt nicht einfach zu übersetzen. Aber diese Übersetzung sprüht nur so vor Kreativität und Wortspielen und schönen Ideen. Schon allein, wenn in er ersten Stadt die ganzen Katzenwesen diesen sympathischen Sprachfehler wie bei “purrfect” haben oder der Katzenkönig mit “Your Meowjesty” angesprochen wird, dann weiß ich, dass ich in diesem Spiel gut aufgehoben bin, denn das macht einfach Spaß.

Wer mit Animes was anfangen kann, sogar Ghibli mag, sogar Final Fantasy oder ähnliche Rollenspiele mag, der muss hierbei zugreifen. Da gibt es kein Weg dran vorbei – echt nicht. Spielen und verzaubern lassen!

Dieser Trailer verrät zwar ein wenig, aber ich denke, die Spoiler halten sich dennoch in Grenzen. Richtig überraschend sind viele Entwicklungen nicht. Aber dafür zeigt der Trailer sehr schön den Konflikt und auch die Epik und das Heroische, das in diesem Spiel steckt. Danach dürftet ihr verstehen, warum mich dieses Spiel zur Zeit so fesselt, mitreißt und bewegt.

Als Kind wäre dies genau das Spiel für mich gewesen. Da ich mir aber genug Kind bewahrt habe, ist es das zum Glück immer noch. Ni No Kuni ist ein bezauberndes interaktives Märchen über Freundschaft, Mut und kleine Helden.

Lightning Rises

Darüber habe ich mich schon ein paar Mal ausgelassen, aber das Thema wird langsam wieder aktuell, denn gerade sah ich in einer Release-Liste für dieses Jahr: Final Fantasy XIII – Lightning Returns – und ich erinnerte mich, dass Lightning anscheinend absolut unbeliebt ist. Ähnlich wie ich schon häufiger gehört habe, dass die Leute die Charaktere aus FF13 nicht ausstehen können und den Plot dämlich finden.

Das ist das alte Thema, dass jeder seinen Lieblings-Teil von Final Fantasy hat und immer eine Kopie erwartet, dabei ist jeder Teil eine eigenständige und vor allen Dingen neue Welt. Über solche Sachen habe ich beispielsweise schon hier geschrieben und über meine Begeisterung zu FF13 hier.

Ich kann das einfach nicht unterschreiben, dass die Charaktere flach sind – gerade Lightning! Ich mag Lightning – sehr. Der Charakter hat ein paar so schöne innere Konflikte und ist mehrschichtig, dass ich mich frage, ob viele diese mehreren Ebenen nicht sehen. Das trifft nicht nur auf Lightning zu. Das offensichtlichste Beispiel ist meiner Ansicht nach Vanille, die eine heitere Laune hat, die einen jedes Mal anspringt, aber gerade dieser Charakter hat eine so große innere Tragik, die man dann auch in einer Szene zwischen Sasz und Vanille sieht.

Mir ist unbegreiflich, wie man diese Erzählung und diese Charaktere flach und langweilig finden kann. Auch in Hinblick auf den zweiten Teil, bei dem mich die Story nicht ganz so mitgerissen hat, aber das Ende phänomenal gut war. Auch das mochten viele aber nicht und fanden es unbefriedigend. Ich scheine wirklich einen sehr eigenen Geschmack zu haben, was das betrifft und das wundert mich.

Bin ich wirklich der einzige Mensch auf dieser Welt, der sich tierisch und ohne Krähenfuß auf Final Fantasy XIII – Lightning Returns freut, gerade weil es Lightning ist? Gerade, weil ich den Charakter und die Story so sehr mag? Wenn ich mich so umhöre, scheint es fast so. Auch wenn ich wenigstens auf YouTube hin und wieder zustimmende Kommentare finde.

Andererseits muss es da draußen doch noch mehr geben und nicht diese regelrechte Hassgruppierung, die sich da auch schon breit gemacht hat. Es kann doch nicht sein, dass Square Enix ausgerechnet nur für mich diesen dritten Teil rausbringt, weil ihn sonst niemand will. An sich: Ich beschwere mich darüber nicht. Es gab schon zu viele Sachen, die ich gerne in Fortsetzung oder zu Ende erlebt hätte, die dann nicht fortgeführt wurden. Ich werde also den Teufel tun und mich darüber beschweren, dass die Story fortgesetzt wird und ich noch einmal diesen Charakter spielen darf.

Aber komisch ist es trotzdem – irgendwie.

Khaaaaaaaaaaaaaan!

Natürlich hatte ich im Urlaub auch mein NintendoDS dabei. Neue Spiele habe ich mir diesmal nicht geholt, da ich noch genug andere hatte, die ich durchspielen wollte. Unter anderem das Remake von Final Fantasy IV für den DS. Das war genau das Richtige für den Urlaub: Lang und ein Final Fantasy.

Es gehört zu den Teilen von Final Fantasy, in denen man Charaktere mit richtigem Hintergrund und Story hat. Ob es sogar das erste damals war, weiß ich nicht. Die Geschichte ist jetzt auch nicht bahnbrechend und keineswegs innovativ. Aber dennoch reißt es genau durch diese Charaktere mit, besonders da so einige Dinge passieren, bei denen man immer mehr Wut auf den bösen Golbez bekommt. Daher auch die Anspielung an Zorn des Khan im Titel dieses Blog-Beitrags, denn es gab mehr als eine Stelle, an der ich mir genau das dachte.

Man merkt dem Spiel allerdings an, dass es eher ein Spiel der alten Schule ist. Der Anfang ist schwer. Ich habe wirklich Schwierigkeiten gehabt, weil mir das Mana zu häufig ausgegangen ist, die Gegner echt knackig am Anfang waren und sowieso ständig meine Gruppenmitglieder wechselten, so dass ich auch nicht so richtig leveln konnte. Auch später hat man an ungünstigen Stellen immer mal wieder Leute verloren und erst später hinzubekommen – natürlich lagen die dann im Level arg zurück. Das führte dazu, dass bei manchen Begegnungen, in denen sie mir als Deux ex Machina halfen, den Rest des Kampfes tot am Boden lagen. Aber möglicherweise war ich auch einfach nur unfähig.

Trotz alledem bin ich mittlerweile arg überlevelt, auch wenn ich an manchen Stellen wirklich auch ganz schöne Probleme hatte. Das Frustpotenzial war ungewohnt, nachdem modernere Titel doch vergebender sind. Aber es war für den Urlaub genau das Richtige, denn dort konnte ich mich so richtig schön reinknien.

Obwohl das teilweise zu viel Strom gezogen hat, habe ich auch mit Sound gespielt. Denn ein Final Fantasy ohne Musik ist irgendwie kein Final Fantasy – das ist, was es häufig so episch macht. Außerdem sind manche Sequenzen sogar vertont. Alles in allem ein echt gelungenes Remake für den DS, im Gegensatz zu einem anderen Teil von Final Fantasy, den ich mir mal geholt hatte und sehr enttäuscht war, wie wenig Handlung und wie flach die Charaktere waren. Doch Final Fantasy IV ist da zum Glück ganz anders.

Schon allein bei dem Trailer läuft es mir eiskalt den Rücken herunter, denn mit den Erinnerungen an manche Szene wird gerade der Kampf am Ende so episch und heroisch – leider bin ich noch nicht durch, aber ich habe schon Bilder im Kopf vor mir, wie sich meine Helden vollkommen sauer auf den Bösewicht stürzen und das dann genau so aussieht, wie in den folgenden Bildern.

Diese Musik! Allein für diese Musik liebe ich Final Fantasy bereits. Nobue Uematsu ist mein Held!

Because they need you, because they love you

Es wird vermutlich bald eine Version von FF7 auf Steam geben – so die Gerüchte. Alle sind aus dem Häuschen und Scharen von Final-Fantasy-Fans jubeln. Wer mich kennt weiß, dass ich auch ein großer Final-Fantasy-Fan bin und hinzu kommt, dass FF7 mein persönlicher Lieblingsteil ist. Aber ich jubele nicht. Mir ist es relativ egal.

Versteht mich nicht falsch, denn ich halte FF7 immer noch für einen großartigen Teil. Es war mein erstes “Final Fantasy”, es war damals noch bei meiner (jetzigen) Frau in ihrer alten Wohnung in Esslingen, wo sie es mir gezeigt hat und ich denn bis spät in die Nacht an dem provisorisch dort aufgestellten PC verbracht habe.

Damals war der Titel schon ein wenig veraltet, aber er zog mich in seinen Bann mit all den kleinen und großen Kniffen und Wendungen, die FF7 so hat und die ich sicherlich niemandem erzählen muss – denn wir kennen diese Momente, die schon fast Computerspielgeschichte geschrieben haben.

Spoiler-Cut! (FF7)

C’mon! Let’s dance! C’mon! Let’s dance, baby!

Tapfer kämpfte ich mich gestern durch die “Endless Eight” der 2. Staffel der phänomenalen “Melancholy of Haruhi Suzumiya”. Dadurch, dass ich auch wieder ein wenig im Haruhi-Fieber bin, habe ich beim Stöbern in YouTube etwas Faszinierendes gefunden: Orchester-Versionen der Lieder aus dem Anime!

Das ist, wofür ich die japanische Herangehensweise  so liebe und ich es auch schön finde, wie manches davon auch langsam im Westen durchsickert und auch dort langsam Computerspiele-Soundtracks und auch Anime-Soundtracks immer qualitativer werden. Denn das sind so gute Stücke dabei und dass etwas so “Pop-Kulturelles” von großen Orchestern gespielt wird, habe ich so erst im japanischen Raum vor einigen Jahren gesehen – natürlich mit den diversen Orchester-Versionen von Final-Fantasy-Stücken.

Und jetzt? Wer “Melancholy of Haruhi Suzumiya” kennt, weiß vielleicht, dass nicht nur die Reihenfolge der 1. Staffel achronologisch ist – und genau das auch einen großen Reiz der 1. Staffel ausmacht. Aber außerdem ist die 1. Folge eigentlich keine richtige Folge, denn sie stellt etwas dar, was im Verlauf der Serie entstanden ist innerhalb der fiktiven Welt: Die 1. Folge von “The Adventures of Mikuru Asahina” – ein Anime, den Haruhi zusammen mit den anderen Charakteren während eines Schul-Festivals aufzeichnet.

We’ll be able to be together again, right?

Final Fantasy 13-2… was kann ich dazu noch sagen? Ich habe es mittlerweile durchgespielt und ich bin nicht enttäuscht und gut unterhalten. Aber trotzdem hat mich das Ende sehr mitgenommen. Wieso? So ein Ende hatte ich noch nie in einem Final Fantasy. Aber es war verdammt gut.

Bevor ich zu den Details und einem Story-Spoiler komme: Ich hatte bekanntermaßen Schwierigkeiten mit dem Endboss. Das hat sich gelegt, nachdem ich wirklich mir ein paar andere Paradigmen zugelegt habe und auch meinen Monsterverband ein wenig aufräumte. Der goldene Chocobo aus der “Sterbenden Welt” war auch sehr wichtig, wie mir schien. Auch wenn ich dadurch keinen “Verheerer” mehr unter den Monstern hatte. Aber der Chocobo hat als Brecher ungeheuer viel reingehauen. Vielleicht habe ich Noel als Brecher nicht gut genug ausgebaut, aber der Chocobo war einfach besser.

Spoiler-Cut! (nicht nur FF13-2-Ende, sondern auch FF10)

Hope in the midst of despair

Jetzt stehe ich vor dem Endgegner von “Final Fantasy XIII-2” – und er macht mich sowas von fertig! Das sieht so aus, als ob ich da doch noch ein wenig leveln muss oder mir zumindest ein paar andere Monster für die Paradigmen farmen sollte – oder ein wenig  mehr züchten.

Keine Ahnung, wieso, denn ich dachte, ich hätte ganz gut gelevelt und der Kampf sieht auch grundsätzlich immer ziemlich gut aus, doch dann bin ich von eben auf jetzt einfach tot. Da muss ich wohl wirklich mit einem Tresor-Paradigma arbeiten und alle drei Charaktere auf die Verteidiger-Rolle wechseln, damit sie den Angriff überleben. Ist nur deswegen blöd, weil Sera bisher keine einzige Stufe als Verteidiger genommen hat und ich auch kein vernünftiges Verteidiger-Monster habe.

Doch das sollte das geringste Problem sein. Schalte ich eben ein paar alternative Zeit-Ebenen frei, schaue mir schon das ein oder andere paar End-Paradox an und levele noch ein wenig.

Insgesamt hat mir so kurz vor dem Ende FFXIII-2 doch recht gut gefallen. Der größte Trumpf des Spiels ist eindeutig, dass es sehr schön komponiert ist. Das Wort wähle ich bewusst, denn ich finde, das trifft es sehr gut, wie Musik, Farben, Szenen, Story, Dialoge und so viele Kleinigkeiten ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Das ist extrem sauber und stimmig. Auch wenn es sich ein paar Stufen kleiner anfühlt als FFXIII, obwohl ich hier bei FFXIII deutlich mehr zu entdecken und freizuschalten habe. Aber das dürfte wohl an der recht offenen Erzählweise liegen.

An mehr als einer Stelle ist mir ein Schauer über den Rücken gelaufen und die Charaktere sind mir wirklich sehr ans Herz gewachsen – selbst Noel. Auch mit Sera konnte ich mich einigermaßen anfreunden, obwohl ich anfangs dachte: “Das wird nichts. Die ist dir zu weinerlich.” Doch genau das ist eigentlich der Punkt, um den es in der Story geht, denn sie wächst charakterlich im Laufe der Geschichte – sehr stark sogar. Wirklich schön, was für eine starke Frauenfigur da am Ende rauskommt – auch wenn ich finde, dass sie immer noch nicht an Lightning herankommt.

Insgesamt taucht nahezu jeder Hauptcharakter aus FFXIII wieder auf und bekommt “seine” Szenen. Das ist schön, das ist versöhnlich, denn ich vermute, jeder hatte so seinen Favoriten aus dem Vorgängerteil. Es wäre schade gewesen, wenn es da nichts gegeben hätte. Doch so haben sie alle ihre Momente: Ganz besonders natürlich Hope, aber auch Sasz, Snow und sogar Vanille und Fang.

Ich bin mal gespannt, wie lange ich jetzt an dem guten Chaos-Bahamut hängen werde und freue mich schon auf das Ende, das bestimmt episch sein wird. Auch wenn ich ein wenig Angst, um Sera und Lightning habe. Mal schauen, wie sie das fertig schreiben. Denn an sich habe ich kein gutes Gefühl für beide.