The Gamers in Rift

Vorwort:

In Rift gibt es zwei RP-Server:

– Akala (Rp-PvE)
– Feenring (Rp-PvP)

Wenn ihr Rollenspiel in Rift sucht, dann bieten sich diese beiden Server an – je nachdem, wonach ihr Ausschau haltet. Um euch den Einstieg auf Akala auf Wächterseite einfacher zu machen, gibt es diesen Guide. Wieso nur auf Akala und der Wächterseite? Weil ich bisher nur dort gespielt habe und daher für andere Server oder Fraktionen nicht sprechen kann.

Ich würde mich aber freuen, wenn dieser Guide auch Andere inspiriert etwas Ähnliches zu schreiben. Denn die Vernetzung der Rollenspieler ist wichtig und daher auch, dass Neulinge zu uns finden.

The curse of a vivid mind

Sicherlich bleibt nicht alles so, wie es war und vieles verändert sich. Gerade bei Diskussionsplattformen kann man das immer wieder sehen. So war ich früher beispielsweise in der LARP-Mailingliste und die hatte ein riesiges Mail-Aufkommen damals, an dem ich zum Teil nicht unschuldig war.

Dort wurde gestritten, gealbert, philosophiert, theoretisiert, geplant und so weiter. Manchmal war es heftiger, manchmal weniger heftig. Irgendwann hörte ich auf, in die LARP-ML zu schreiben. Ich weiß nicht mehr genau warum. Dunkel meine ich mich erinnern zu können, dass ich von irgendetwas so angenervt war, dass ich keine Lust mehr hatte, ständig einen auf die Schnauze zu bekommen. Zwar denke ich, ich weiß sogar noch von wem und was es ungefähr war, doch von Toten soll man nicht schlecht reden, daher belasse ich es bei dieser Andeutung.

Immer mal wieder kommt alle Jubeljahre mal eine Mail in die LARP-ML. Trotzdem ist sie schon seit langer Zeit tot. Ohne mich da selbst loben zu wollen, aber ich glaube, ich gehörte damals durchaus zu denjenigen, die die Liste mit am Leben gehalten haben, denn ich war ungeheuer aktiv in den Diskussionen, habe häufig genug selbst welche angezettelt, aber nachdem mir die Lust daran verdorben wurde, gab es wohl auch kaum noch jemand, der da wirklich dahinter war. Also versickerte es und scheinbar verdampfte das Diskussionsinteresse in irgendwelche Foren.

Jetzt war es einmal wieder soweit und es kam tatsächlich eine Mail.

Elite

Ich spiele Rift auf einem RP-PvE-Server. Dank Wochenendpendelei habe ich deutlich weniger Zeit als früher und bin zwar definitiv Rollenspieler, aber würde mich eher als “Casual Roleplayer” bezeichnen. Was bedeutet das? Ich spiele auch mal den Abend nur Instanzen oder mache nur PvP. Ich mache nicht alles in-character, denn für manches reicht meine Zeit nicht und manches ist mir einfach zu blöd.

Die Zeit reicht mir nicht, wenn ich ein Dungeon in-character mache, denn wenn ich für gewöhnlich eine Stunde für das Dungeon brauche, werden es mit Rollenspiel gut und gerne mal vier Stunden. Zu blöd wird genau das gleiche dann, wenn ich mir schon wieder hahnebüchene Erklärungen ausdenken muss, warum ich jetzt zum x-ten Mal den benannten Mob da vorne umhauen muss. Das ist auch der gleiche Grund, warum ich nicht in Rolle queste – ich bin zwar anspielbar, aber dann ist mein Charakter aus einem anderen Grund dort. Ich verwende also durchaus meine Online-Zeit nicht unr auf das Rollenspiel.

Das war früher einmal anders, denn ich habe auf Ultima-Online-Hardcore-RP-Shards und NWN-Hardscore-RP-PWs gespielt – bei letzteren hatten wir sogar unseren eigenen Server gemacht, wo ich Gründer, SL, Reviewer und Mädchen für alles, was nicht mit Technik zu tun hatte, war. Geht aber nicht mehr und ich will es auch nicht mehr, denn ich will auch die anderen Aspekte eines Spieles entdecken.

Es gibt aber natürlich trotzdem auch in MMORPGs Hardcore-Rollenspieler, doch ich muss gestehen, dass sie mich größtenteils enttäuschen. Da wird gefordert, dass man alles im Rollenspiel macht, 24/7 anspielbar sein sollte und sowieso Engine und manchmal Leveln so ganz böse wären. Doch was sind meine Erfahrungen mit den Hardcore-Rollenspielern von heute? Es sind Pseudo-Elite-RPler.

Sie verschwanden von allen Straßen vor langer Zeit

Vor langer Zeit (damals vor’m Kriesch) habe ich mich sehr für die Kenderdarstellung im LARP eingesetzt. Denn das Bild der Kender bei anderen Spielern war fürchterlich. Alle vermuteten hinter jedem Charakter einen pappnasigen Spieler, der nur darauf aus war, andere zu nerven. Leider war das sogar zu einem großen Teil so und was ich da auch teilweise miterleben durfte – fürchterlich. Häufig wurden Kender mit Kobolden in einen Topf geworfen, dabei haben diese beiden Typen nicht viel miteinander gemein, außer dass sie comic-relief-Charaktere sind.

Ich denke, mir ist es damals sogar gut gelungen, das Kenderbild ein wenig zu rehabilitieren. Unter anderem habe ich immerhin auch eine eigene Seite zur Kenderdarstellung gemacht, die allerdings mittlerweile leider mit Werbung vollkommen überladen ist, auch nicht mehr wirklich meinen stilistischen Ansprüchen genügt und ich nicht so recht weiß, was ich damit machen soll. Aber sie ist immerhin besser als nichts.

A beautiful mind

Letztens habe ich angekündigt, vielleicht doch ein wenig über Rollenspiel in richtigen MMOs zu schreiben. Zunächst einmal kann ich sagen: Rollenspiel in großen MMOs gibt es und es kann auch sehr tiefgründig sein, sogar offen und spontan und nicht abgesprochen. Woran es liegt, dass viele denken, es sei nicht möglich?

Manche meinen, dass MMOs zu groß sind und es zu viele Non-RPler gibt, die da herumlaufen, dass man sich kaum über den Weg läuft. Das ist vermutlich ein Problem, aber kein Grund. Der Grund sind die Rollenspieler selbst! Ja, genau. Wie häufig habe ich es schon erlebt, dass Charaktere von tollen, Hardcore-24/7-Rollenspielern nicht die grundlegenste Eigenschaft besitzen, die man braucht, um Rollenspiel zu betreiben: Kommunikationsfähigkeit.

Was bringt mir der oskarreife Charakter, der garantiert total tiefgründig ist, aber ständig in irgendeiner Ecke hockt und darauf wartet, angespielt zu werden, selbst aber nichts dafür tut? Ich habe es gerade heute morgen wieder im Rift-Forum gelesen: “Gerade wenn man Charaktere spielt die nicht so leicht zugänglich sind, ist das Fehlen einer “RP-Markierung” hinderlich.” Das ist dann aber dein Problem! Man kann nicht einerseits einen solchen Charakter bauen und sich dann beschweren, dass er kaum ins Gespräch mit anderen kommt. Das ist etwa genauso, wie sich beim Duschen zu beschweren, dass man nass wird.

Das sind dann meist diese selbst ernannten Elite-Rollenspieler, die ein ungeheuer anspruchsvolles Konzept auspacken wollen und dann frustriert und total schnell aufgeben. Nicht jeder Charakter funktioniert im Rollenspiel. Wer ein wenig schon dabei ist, sollte das wissen. Aber man kann auch bei abseitigen Charakteren ein paar “Notfallbremsen” einbauen, damit er doch funktioniert. Da muss man natürlich kreativ werden und flexibel sein. Aber eine Grundeigenschaft sollte ein Charakter immer haben: Er will mit anderen Charakteren etwas zu tun haben – auf die ein oder andere Weise.

Böse Charaktere wollen vielleicht jemanden ausnehmen, schüchterne Charaktere sehnen sich nach Nähe, verwirrte Charaktere brauchen etwas… das kommt alles immer auf den Charakter an. Ihr seid die Regisseure eures Charakters! Ihr schreibt ihn! Ihr seid für seine Eigenschaften verantwortlich! Wenn ihr kein Rollenspiel auf Grund eures Charakters findet, ist das euer Fehler! Jetzt kann man sagen, dass es da draußen doch irgendwo auch Spieler mit Charakteren geben muss, die auf Andere zugehen, dann wäre das doch alles kein Problem. Ja, die gibt es! Aber eben so wenige, weil jeder unbedingt den Rollenspiel-Oskar mit einem möglichst eigenbrötlerischen Charakter gewinnen will.

Alle meine Charaktere haben immer eine Möglichkeit, Kontakt zu anderen Charakteren aufzunehmen. Wer an einen Ort kommt, an dem lauter Rollenspieler sind und er behauptet: “Ich kann die nicht anspielen, das gehört nicht zu meinem Charakter”, dann hat derjenige bei der Charakterkonzeption etwas falsch gemacht! Und ich wage zu behaupten, dass dies bei dem Großteil der Rollenspieler passiert.

Passt also direkt auf, wenn ihr eure Charaktere euch ausdenkt, ob sie Möglichkeiten haben, aus sich herauszugehen? Können sie andere Leute von sich aus ansprechen? Wenn ja, wie? Es hilft doch alles nichts, wenn man kein Rollenspiel mit einem total tiefen Charakter hat!

Außerdem bedeutet solche Isolation auch nicht unbedingt, dass man einen besonders tiefen Charakter hat. Zumindest wage ich zu behaupten, dass alle meine Charaktere auch tief sind, obwohl sie immer die Möglichkeit haben, auf andere Charaktere zuzugehen. Ich habe sogar schüchterne Charaktere gespielt, die das konnten und nicht unglaubwürdig wurden! Es geht… man muss nur wollen. Nur die meisten Rollenspieler wollen nicht und beschweren sich im Gegenzug dann, dass sie kein RP bekommen. Wenn man es akzeptiert, dass es eben an der Rolle liegt – kein Problem. Aber dann bitte sich nicht beschweren, denn das Problem ist weder, dass es in großen MMOs kein Rollenspiel gibt, noch dass das Spiel dieses oder jenes Problem hat, das Problem liegt dann in eurem Charakter. Wenn ihr damit ein Problem habt, wenn es euch frustriert, dass ihr kein RP findet, dann schreibt euren Charakter gefälligst so, dass ihr welches findet! Das ist echt nicht schwer. Wir Rollenspieler sollten so viel Kreativität haben, dass uns das möglich ist.

You know what the first rule of roleplaying is?

Malcolm: “You know what the first rule of flying is? Well, I suppose since you already know what I am about to say.”
River: “I do, but I like to hear you say it.”

Manchmal fühle ich mich mit meiner Einstellung zu Rollenspiel wie ein Browncoat von Firefly, denn es gibt so wenige von uns und man kämpft aus dem Untergrund heraus. Aber wovon träume ich? Wie sollte die Einstellung zum Rollenspiel aussehen?

Man muss Rollenspiel mit Leidenschaft betreiben und nicht aus Selbstsucht oder aus Profilierungsgründen. Es geht nicht darum, dass man der Tollste ist, es geht darum, gemeinsam eine erlebenswerte Geschichte zu erzählen und faszinierende Charaktere entstehen zu lassen.

Es gibt genug, die Rollenspiel betreiben, um Macht auszuüben. Vielleicht fingen sie einmal anders an, erreichten dann aber Positionen, die sie haben vom Weg abkommen lassen. Sie bleiben stecken, haben keinen Spaß mehr, weil die Leidenschaft fehlt und im Gegenzug saugen sie genau diese Leidenschaft aus anderen Spielern heraus – denn es grämt sie, dass es Andere gibt, die noch unbekümmert und mit Spaß an die Sache gehen.

Sie ertragen es nicht, Neulingen zuzuschauen, wie sie ihre ersten Schritte machen, hier und da mal stolpern. Und wenn sie stolpern, dann helfen sie den Neulingen nicht wieder auf, sondern sagen ihnen “Was bist du so scheiße, dass du hinfällst?” Dabei ist es nicht schlimm, einen Fehler zu machen – zumal “Fehler” im Rollenspiel eine sehr subjektive Sache ist. Meist ist es der “Futterneid”/”Spaßneid”, der dann RP-Polizisten sich darauf stürzen lässt. Denn es geht ja nicht, dass man Spaß hat, obwohl man sich nicht an ihre Regeln hält.

Wenn man vor nichts Respekt hat, dann wird einem auch das Rollenspiel  keinen Spaß machen und man wird früher oder später aufhören. wer keinen Respekt vor seinen Mitspielern hat, der hat auch keinen Respekt vor dem Rollenspiel.

Denn Rollenspiel ist eine dynamische, unberechenbare, menschliche Tätigkeit und keine Lore dieser Welt, kein Supplement, kein Regelwerk, kein Rp-Polizist kann den Spaß am Rollenspiel für einen erhalten – höchstens vernichten. Respekt hält den Spaß am Rollenspiel aufrecht und die Distanz und dadurch baut man sich ein Verhältnis zu seinen Mitspielern auf, das ein gutes Fangnetz ist. Denn selbst wenn etwas schief geht, fangen sie einen wieder auf – denn Fehler passieren jedem. Es ist nur die Frage, wie man damit umgeht.

Toleranz ist das Zauberwort. Doch einfach ist das nicht. Denn wie sagte es mal ein guter Bekannter aus dem LARP so treffend? “Toleranz gegenüber der Intoleranz ist Intoleranz gegenüber der Toleranz.” Es ist also eine Gratwanderung. Denn man darf natürlich Sachen scheiße finden, man darf das auch sagen, aber dennoch darf man dabei auch wieder den Respekt nicht vergessen. Außerdem sollte man wissen, wann man seine Meinung auch einfach mal zurückhalten sollte. Wie hat es Dieter Nuhr einmal so schön gesagt? Meinungsfreiheit bedeutet, dass man seine Meinung sagen kann, aber nicht immer sagen muss.

Es geht nicht darum, alles toll zu finden, aber es geht darum zu erkennen, was man mag und was man nicht mag. Wenn man das erkannt hat, dann sucht man sich das aus und um den Rest macht man einen Bogen – sofern das nicht zu aufdringlich ist und ansonsten redet man einfach mit demjenigen, aber bevorzugt auf menschliche Weise und nicht pampend.

Der einzige Punkt, den man im RP beeinflussen kann, ist man selbst. Dort kann man ansetzen, aber bitte nicht woanders. Wenn man anfängt, anderen Spielern reinzureden, kann es nicht funktionieren – es ist bevormundend und intolerant und das werde ich nie, nie, niemalsnie gut heißen. Man kann Ratschläge geben, wobei man dabei beachten sollte, dass das Wort “Ratschlag” nicht von “Schlagen” kommt. Man kann Hilfestellung geben, aber nicht jemanden zwingen, nicht drohen, nicht beleidigen, denn dann schlägt man sich selbst eine Tür zu, die man vielleicht bei seinem Mitspieler öffnen könnte. Es ist erstaunlich wie offen Menschen sind, wenn man nett und vernünftig mit ihnen redet. Das würde ich all den Rp-Polizisten gerne mal empfehlen: “Nett sein” ausprobieren. Hilft ungemein, macht viele Sachen einfacher und die Mitspieler sehen auch mal Dinge ein.

Es gibt auch bei mir Sachen, die ich doof finde. Es gibt auch für mich Sachen, die mich stören, die mich sogar rausreißen können. Aber entweder ich arbeite trotzdem mit diesen Sachen oder ich mache einen Bogen darum. Das ist eine Lektion, die ich aus dem LARP gelernt habe – aus dem DKWDDK. Und Wunder, oh Wunder: Es funktioniert! Trotz aller Unkenrufe ist das immer noch die universalste Rollenspielansicht, mit der man der größten gleichzeitigen Spielermenge den meisten Spaß bringen kann. Dadurch entstehen zwar viele kleine Universen, die alle nebeneinander existieren, aber warum auch nicht?

Man muss sich von der Idee lösen, dass es im Rollenspiel “eine” Welt gibt. Es gibt im Rollenspiel genau so viele Welten, wie es Spieler gibt, denn jeder hat seine eigene. Manche Welten stimmen mehr überein und daher fühlt man sich dort heimischer. Aber manche passen nicht – und das müssen sie auch nicht. Ein Charakter mag in der einen Welt ein Held sein, in der anderen aber ein geisteskranker Irrer. Das ist nicht schlimm. Denn die Welt, die denjenigen für einen geisteskranken Irren hält, kann diese Welt nun wiederum für kurzsichtig und eingebildet halten und so weiter.

Es geht stets darum, Welten zu erschaffen, nicht sie zu zerstören. Toleranz hilft dabei, dass diese Welten nebeneinander existieren können. Man muss nicht mit dem RP-Polizei-Weltenzerstörer auf andere Planeten schießen.

Diese Regeln sind keine allgemeinen Wahrheiten, keine Naturgesetze – es sind meine Regeln, mit denen ich seit Jahren gut fahre. Das ist, wie ich Mitspieler finde, die Spaß mit mir haben. Das ist, wie ich Mitspieler gewinne, die auch bleiben, weil sie Spaß am Spiel mit mir haben. Mal werde ich still sein, weil mir die Kraft fehlt, aber das sind die Regeln, für die ich stehe – immer stehen werde. Denn sie fühlen sich richtig an.

Doch es ist schwer, dafür einzustehen und dafür zu kämpfen und manchmal fehlt einem die Kraft – das ist ganz natürlich. Wir können für lange Zeit ohne Rettung bleiben, doch nicht für immer – man kann uns fangen, uns jagen, wir werden uns verstecken, wir werden mal Kraft schöpfen, aber wir verschwinden nicht.

Leider gibt es nur noch wenige von uns. Aber wir, die an diese Werte glauben, dürfen nicht aufgeben – niemals.

Malcolm: “Love. You can learn all the math in the ‘verse, but you take a boat in the air you don’t love, she’ll shake you off just as sure as the turning of the worlds. Love keeps her in the air when she oughta fall down, tells you she’s hurting ‘fore she keens. Makes her a home.”
River: “Storm is getting worse.”
Malcolm: “We’ll pass through it soon enough…”

Police Academy

Durch einen Link aus dem Link von Naschy (danke übrigens) bin ich auf einen Thread über Namensdiskussionen gestolpert, den ich kurz überflogen habe. Allerdings will ich hier nicht weiter auf das Namensthema eingehen, sondern eine andere Sache, die mir aufgefallen ist.

Dort schreibt irgendein Spieler, scheinbar RPler, in seiner Signatur: “Ich schreibe täglich 5 Tickets wegen Verstößen gegen die Rollenspielregeln und was spielst du?” Ich kann für denjenigen nur hoffen, dass es ironisch gemeint ist. Die LotRO-Foren kenne ich natürlich nicht, um die üblichen Verdächtigen zu kennen. Aber wenn es ernst gemeint ist, dann kann ich als langjähriger Rollenspieler nur den Kopf schütteln.

Ich habe auch einen LotRO-Account – sogar ein LTA und ich will eigentlich immer mal wieder einloggen. Allerdings mag die Installation und der Patch-Vorgang mich nicht, weswegen ich dann meist entnervt aufgebe und doch nicht spiele. Wenn ich spielen würde, würde ich auf Belgaer spielen – dem Rollenspielserver. Wenn ich die Signatur oben aber lese, dann weiß ich nicht mehr, ob ich das wirklich will. Habe ich echt Lust, mich mit Rp-Polizei auseinander zu setzen?

Nicht, weil ich was zu befürchten hätte. Ich mache jetzt seit 22 Jahren Rollenspiel, seit 14 Jahren LARP, seit 10 Jahren Online-Rollenspiel. Ich denke, dass ich mich nicht verstecken brauche oder Angst vor Rp-Polizei haben müsste, weil mein Rollenspielniveau oder Rollenspielverständnis zu gering ist. Aber sie widert mich einfach an! Diese Polizei ist der Grund, warum man es als Rollenspieler so schwer in einem MMO hat und angeflamt wird. Diese Polizei ist der Grund, warum Communities auseinanderbrechen – und ich habe es wirklich schon häufig genug gesehen.

Fast da – ich bin fast da

Na gut, NaNoWriMo hat dieses Wochenende doch nicht ganz geklappt, aber fast. Es sind noch knapp 1000 Wörter zu schreiben, da mir der Wörterzähler auf der NaNoWriMo-Seite nicht so viele Wörter anzeigt wie mein Word. Aber das sollte ich morgen und vielleicht auch übermorgen spätestens schaffen.

In Gefahr ist der NaNoWriMo also nicht, auch wenn ich dieses Wochenende deutlich mehr PS3 und Aion gespielt habe und “Chuck” geschaut habe, als ich hätte machen sollen, wenn ich wirklich hätte fertig werden wollen. Andererseits auch nicht so schlimm. Ist schließlich nicht so, als ob ich in Gefahr wäre, die 50.000 Wörter diesen Monat nicht zu schaffen.

Nach einem wirklich schönen Rollenspielabend in Aion verkrümele ich mich also ein wenig spät ins Bett und schreibe daher nur noch diesen kurzen Blog-Beitrag – morgen geht es dann weiter.

A rose by any other name would smell as sweet

Bald können die Asmodier bestimmt Bullshit-Bingo auf Balder spielen bei der Rp-Polizei, die sie sich gerade heranzüchten. Was ist Bullshit-Bingo? Man hat eine Liste von Wörtern und hakt eines ab, wenn es fällt und sobald alle gefallen sind, schreibt man in den Rp-Channel: “Bullshit! Bullshit! Bullshit!”

Was sind die Wörter?:

– Lore

– Konsequenz

– Spielspaß

– Lore

– Quelle

– Konsequenz

– Lore

– Community

Wobei ich betonen möchte, dass es schwieriger ist, die Wörter “Spielspaß” und “Community” abzuhaken als die häufiger vorkommenden.

Der Besuch der alten Lore

Ein Gedankengang kam mir bei der Diskussion unter Rollenspielern bei den Aion-Pets auf: Viele, die sonst “Lore! Lore! Lore!” rufen, warfen ein, dass diese Pets so gar nicht in Aion reinpassen. Einige davon vertreten sogar den Standpunkt, dass dies und das zu hell ist und das und das zu bunt. Das mag alles sogar seine Richtigkeit haben, aber mich wundert, dass ausgerechnet diese Leute, die sonst nach der Tante Lore schreien, plötzlich sich dagegen wehren, wenn etwas neues an Lore hinzukommt. Was? Das soll Lore sein? Streng genommen – ja.