How to tame your story

Ein kleines Problem habe ich mit Pixar, das ich auch von Disney kenne: Sie unterhalten mich, sie fesseln mich, aber es überrascht mich alles nicht unbedingt – und dann doch wieder im Kleinen. Das ist an sich nicht schlimm, denn das Zielpublikum ist vermutlich nicht ganz so geschult im Storytelling, so dass sie die immer wiederkehrenden Mechanismen, die es bei Disney extrem offensichtlich gibt, aber eben auch bei Pixar.

Nichtsdestotrotz macht es Spaß, sich das anzuschauen, denn die Dinge, die sie machen, sind alle richtig. Da sitzen also Menschen dran, die wirklich was von ihrem Handwerk verstehen und von denen man sich viel abschauen kann. Denn solange es unterhält, solange es Spaß macht, ist das alles, was zählt. Nichts könnte mehr egal sein, als dass man die Richtung schon erahnen kann oder nicht immer überrascht ist.

Ich bin über eine recht nette Liste gestolpert: “Pixar’s 22 Rules of Storytelling”. Das sind größtenteils Sachen, die man bereits kennt, wenn man sich ein wenig mit Storytelling beschäftigt. Vieles davon ist so formuliert, dass man es auch endlich versteht, warum es so ist. Manches kann neue Anstöße geben und ein paar der Punkte haben mich manche Sachen in neuem Licht sehen lassen.

Die Liste war durchaus also Gold wert, auch wenn es nichts Neues oder Überraschendes war – womit sich der Kreis übrigens dann auch wieder schließt. Egal, wie simpilifiziert vieles in der Liste erscheint, es ist sicherlich kein Fehler, als Schreiber hin und wieder eine Auszeit zu nehmen und die Punkte sich durchzulesen. Das kann Blockaden lösen – gebe ich Brief und Siegel drauf. Bei mir hat es zumindest funktioniert.

Post Mortem: NaNoWriMo 2012

Der November nähert sich seinem Ende und damit auch der National Writing Month 2012. Ich bin gut durchgekommen, stehe zur Zeit bei knapp 60.000 Wörter, werde aber vermutlich noch ein paar offene Lücken mit in den Dezember nehmen.

An sich steht die Geschichte komplett. Auch die Szenen sind bereits als Stationen da. An manchen Stellen muss ich nur die Szenen zu Ende schreiben oder manche Stationen miteinander verbinden. Das ist aber mehr Routine und Arbeit und weniger kreatives Schaffen. Dadurch muss ich natürlich aufpassen, dass ich es überhaupt mache und am Ball bleibe.

Letztes Jahr hatte ich ein paar zu viele offene Stellen und das zu lange verstreichen lassen. Somit habe ich ein viel zu offenes Ende und zwei Löcher in der Mitte, die ich zur Zeit nicht mehr stopfen kann. Das geht wohl erst, wenn ich die Greifenreiter mal komplett überarbeite – oder mich dann an den zweiten Teil schaffe. Denn wie sich letztes Jahr herausgestellt hatte, war mein Plot einfach zu viel für 50.000 Wörter und ich bin bei etwas über dieser Grenze erst bei der Hälfte des Plots angekommen. Ist nicht wild, bietet mir aber genug Potenzial insgesamt.

Dieses Jahr bin ich da aber zuversichtlicher, weil ich immer noch sehr von der Welt, von der Geschichte und den Charakteren überzeugt bin. Auch bin ich sehr gespannt, wie es dann nächstes Jahr weitergeht. Für mich selbst ist das schließlich auch ein wenig wie Fernsehen, weil ich mich treiben lasse und zwar grobe Ideen habe, aber dennoch nicht weiß, wo es genau hingeht und wie.

Am Anfang des Novembers hatte ich viele Entwicklungen zum Beispiel gar nicht gewusst. Auch hatte ich keine Ahnung vom Ende. Ebenso wusste ich nicht, dass es ein “bittersüßes Nicht-Happy-End” geben wird, sondern mehr ein Empire Strikes Back-Gefühl. Das ist, was diesen ganzen Schreibmarathon auch so schön und erfrischend und belebend macht. Man schreibt für sich selbst eine Geschichte, die einen auch selbst immer wieder überrascht und das beste: Sie ist natürlich so, wie man sie haben will.

Nicht immer genau so, aber wenn, dann liegt es an einem selbst. Ich kann da also nicht auf Andere zeigen und dann motzen: “Uh, das hätte der Schreiber ganz anders machen sollen!” Mache ich das hier, dann kann ich es auch anders machen. Und das ist einfach richtig genial.

Dass ich mit dem all dem keinen Nobelpreis gewinne, ist mir bewusst. Auch, dass das keine hochgeistige Literatur ist. Ebenso, dass das vermutlich nicht viele interessieren wird. Doch darum geht es nicht. Es ist eine Geschichte, die mir wichtig ist, dass sie erzählt wird. Bei wie vielen Leuten sie dann am Ende ankommt, das ist nicht ganz so wichtig. Auch wenn es um so cooler wird, wenn einem doch eine große Streuung gelingt. Aber darum mache ich mir im derzeitigen Stadium der Geschichte keine Gedanken.

Das würde nur zu sehr ablenken von dem Haufen Arbeit, der da noch vor mir liegt, um das Ganze vernünftig lesbar zu machen. Wenn ich schon allein daran denke, wie viele Absätze dieses Jahr bei mir mit dem Namen meiner Protagonistin anfangen, dann wird mir übel. Das habe ich diesmal wirklich versemmelt und muss da einiges rumfeilen, denn das ist so einfach Mist. Ebenso sind meine Dialoge von der Struktur her nicht gut geschrieben. Ich denke, sie sind spannend und konfliktreich, aber handwerklich lassen die noch einiges zu wünschen übrig.

Aber das werde ich noch sehen. Im Dezember steht dann erst einmal Löcherflicken an. Alles sollte in einem Guss am Ende des Dezembers geschrieben sein, dass man theoretisch in einem Stück durchlesen könnte und Sprünge nur Sprünge sind, wenn ich die auch tatsächlich erzählerisch als Sprünge drin haben will. Erst danach geht es dann daran zu schauen, dass die Charaktere vom Auftreten konsistent werden, dass Folgefehler nicht passieren und solche Dinge – vorletztes Jahr wurde beispielsweise ein Säbel mal zu einer Axt ein paar Seiten später.

Ich bin gespannt, was der Dezember bringt und will mir nicht zu viel vornehmen. Das ist sowieso ein stressiger Monat und ich bin zufrieden, wenn einfach alles mal ausformuliert ist. Aber es bleibt am Ende immer noch, wie Hemingway es einst sagte: “The first draft of anything is shit.”

Dennoch mag ich meinen kleinen Scheiß, den ich da diesen Monat fabriziert habe und der mir so viele Stunden Schlaf und Ruhe geraubt hat.

And the winner is…

50.000 Wörter sind geknackt! Juhu!

Eigentlich hätte ich sie ohne Probleme gestern schon geschafft. Knapp hundert Wörter vor den 50.000 habe ich nämlich gestern Schluss gemacht, weil ich doch lieber heute ins Ziel laufen wollte und gestern sowieso an einem Punkt angekommen war, wo ich mir noch ein wenig Zeit lassen wollte.

Das ist ganz witzig, weil ich gestern schon befürchtet hatte, dass ich die 1700 Wörter an dem Abend nicht schaffe. Aber nachdem ich das akzeptiert hatte und schon mich damit abgefunden hatte, während ich dieses und jenes nebenbei gespielt hatte, packte es mich plötzlich und ich hatte unzählige Ideen, wie ich was weiterführen kann und ich denke, dass ich jetzt auch ein paar coole Wendungen gefunden habe, die auch im Bezug auf ein paar Dinge am Anfang so ungeheuer viel Sinn ergeben – das hätte ich nicht besser planen können.

Trotzdem habe ich dann einen harten Cut gestern gemacht und heute bin ich recht lässig dann durch die Ziellinie gelaufen. Allerdings werde ich dafür heute nicht die 1700 Wörter schaffen. Das ärgert mich natürlich ein wenig, weil ich kein rotes Feld da rechts im Blog haben will, aber ich bin heute zu geschafft und will mich nicht zwingen müssen – nicht heute. Heute ist meine Belohnung für den Gewinn des NaNoWriMos, dass ich mir heute nur die Hälfte der Wörter leiste.

Immerhin habe ich jetzt eine Woche Urlaub und das ist mehr als genügend Zeit, um noch die restlichen beiden Kapitel mit Inhalt zu füllen. Daher nehme ich mir heute den wohlverdienten halben Ruheabend – denn geschrieben habe ich schließlich trotzdem.

Mal schauen, wenn ich das so lässig angehe, vielleicht kommen nachher doch noch ein paar Wörter zusammen. Für heute Abend genieße ich aber einfach, dass ich es geschafft habe und gönne mir einen Abend zocken oder Fernsehen oder worauf auch immer ich Lust habe. Denn gerade diese Abende zur freien Verfügung habe ich mir zu wenig die letzte Zeit gegönnt. Das ist ganz natürlich, denn es war NaNoWriMo – aber entsprechend ausgelaugt bin ich mittlerweile. Daher brauche ich das einfach; und das nehme ich mir jetzt.

Writing man

An sich komme ich recht gut voran im NaNoWriMo 2012. Zwar habe ich nicht immer mein persönliches Ziel geschafft, aber nach fast 15.000 Wörtern nach ein paar Tagen bin ich doch sehr zufrieden. Das war mein ungefähres Ziel am Ende dieses verlängerten Wochenendes.

Ich merke aber auch, dass ich jetzt wieder ein wenig langsamer schreiben muss. So gut es auch gerade funktioniert, so brauche ich immer wieder diese Pausen zwischendurch, in denen ich “nur” 1667 Wörter pro Tag schreibe. Das hat den Vorteil, dass ich dann viel mehr auf der Autofahrt oder im Fitness-Studio oder unter der Dusche nachdenken kann – Spülen eignet sich übrigens auch sehr gut dafür.

Wenn ich zu sehr am Text dranbleibe und schreibe und schreibe und schreibe, dann laufe ich mich irgendwann tot und das ist nicht gut – weder für mich, noch für den Text. Ich schreibe mich dann in eine Sackgasse und das will ich natürlich nicht riskieren.

Daher habe ich auch heute dann doch nicht mehr all zu viel geschrieben, obwohl es noch ein paar Wörter sind bis zur runden 15.000 – aber das ist okay. Ich bin deutlich im Plus. Da sollte ich mir nicht unnötig Druck machen. Wenn alle Stricke reißen habe ich immerhin am Ende des Novembers auch noch einmal eine Woche Urlaub vor meinem Geburtstag. In Probleme sollte ich also nicht geraten.

And so it begins…

3760 Wörter habe ich jetzt – das sind 1240 Wörter weniger als heute mein Ziel war. Aber immer noch mehr als die 1667, die ich ab jetzt jeden Tag erreichen muss. Dass ich heute 5000 Wörter erreichen will, ist eher mein persönlicher Trick, um mir einen gesunden Vorsprung zu erarbeiten und mich selbst anzuspornen.

Dieses Jahr ist es das erste Mal, dass ich das Papyrus-Textverarbeitungsprogramm für Autoren benutze und ich bin schlicht begeistert. Es hat mich heute morgen ein wenig mehr Vorbereitungsarbeit gekostet, alles richtig einzustellen, die alte Charakterdatenbank aus “Zitadelle der verlorenen Träume” zu importieren, weil ich dieses Jahr schließlich die Fortsetzung schreibe und daher meine ganzen Notizen und Ausarbeitungen der alten Charaktere brauche.

Trotzdem war es das wert, denn ich merke beim Schreiben, wie angenehm es ist, auf dem rechten Monitor stets die Übersicht über meine Charaktere und ihre Eigenheiten zu haben und jederzeit mit einem schnellen Klick Dinge zu finden. Ich kann erneut dieses Textverarbeitungsprogramm nur empfehlen. Ich habe sogar eine Funktion gefunden, mit der ich mir ein “Tagesziel” setzen kann und als Balken unten im Dokument angezeigt wird. Hervorragend!

Der Roman selbst läuft auch so langsam an. Heute morgen war ich nach zwei Seiten bereits in einem kurzen Tief, denn irgendwie dachte ich mir: “Nein, die Szene, mit der du gerade anfängst ist Mist, Mist, Mist und das will keiner lesen.” Das kam diesen NaNoWriMo schneller als sonst. Normalerweise ereilt mich so ein Tiefpunkt erst nach ein paar Tagen.

Ich kenne das immerhin und habe einfach die Zähne zusammengebissen, habe weitergeschrieben, habe eine Ausblende aus der Szene gemacht und jetzt so im Nachhinein betrachtet ist die Szene gar nicht einmal so verkehrt. Sicherlich noch überarbeitungswürdig, aber gerade dadurch, dass sie eher kurz ist und noch einmal alle wichtigen Informationen prägnant zusammenfasst, ein wenig Charakteren Profil gibt und die neue Ausgangssituation beleuchtet, eigentlich ganz gut. Ob sie dann letzten Endes drin bleibt, werde ich sehen müssen.

Aber ich bin stolz und froh, dass ich bereits den ersten Tiefpunkt gemeistert habe und auch mit einer Szene bereits fertig geworden bin, die ich richtig gelungen finde – eine Drohbotschaft, bei der sich der Bote in eine Blutfontäne verwandelt. Tja, sowas kann immerhin aus einem Frustmoment in der Geschichte entstehen, wenn man ein wenig mehr Schwung braucht. Als der arme Bote in das Zelt reinkam und eine Nachricht überbringen sollte, hatte ich jedenfalls noch nicht geplant, ihn einen namenlosen Tod direkt am Anfang des Romans sterben zu lassen. Aber um so besser.

Mir fehlen jetzt jedenfalls nicht mehr viele Wörter, um mein persönliches Tagesziel zu erreichen und dafür bleibt mir noch genug Zeit. 5000 Wörter sollten heute doch wirklich möglich sein! Tschakka!

Revised Edition

Endlich konnte ich im Urlaub einmal komplett meinen Romanentwurf durchlesen – und ich war doch erstaunt, wie gut dann vieles am Ende gepasst hat. Es war natürlich einmal wieder anstrengend, aber dennoch habe ich einen NaNoWriMo-Trick angewandt: Ich wollte zum Endes des Urlaubs einmal durch sein und habe mir daher vorgenommen, jeden Tag mindestens ein Kapitel zu lesen. An manchen Tagen war das schwieriger als an anderen. Aber allein durch diesen Vorsatz konnte ich mich immer wieder aufraffen.

Das aus mehreren Gründen wichtig. Einerseits ist im November wieder NaNoWriMo und da wollte ich mich an die Fortsetzung machen. Dazu sollte ich natürlich Plot und Charaktere aus Teil 1 einigermaßen sicher haben und auch soweit fertig ausgearbeitet sein, dass ich darauf aufbauen kann. Zudem will ich mich endlich mal in den Überarbeitungsprozess stürzen. Zu lange habe ich es immer vor mir hergeschoben und das ist immerhin eine der größten Arbeiten – und daher wohl auch etwas, wovor ich mich bisher erfolgreich gedrückt habe.

Handlung und Charaktere dürften jedenfalls nach dem Urlaub richtig fest und ohne Löcher sein. An einigen Stellen sind ein paar Dialoge verschwunden, die einfach lahm waren, an anderen Stellen habe ich Kleinigkeiten hinzugefügt, wenn ich das Gefühl hatte, dass es noch Feinschliff braucht. Zwar habe ich keinen der Charaktere grundlegend geändert, aber manchmal dachte ich mir: “Oh, das ist eine perfekte Stelle für xyz” – und schon war es hinzugefügt. Da bin ich sehr zufrieden mit.

Außerdem hat Papyrus den Praxistest absolut bestanden, ein Textverarbeitungsprogramm für Autoren, das ich mir geholt habe. Es war so angenehm, direkt mit dem Romandokument auch eine Charakterdatenbank verknüpft zu haben, aber auch kleinere Dateien, in denen ich Texte zwischenspeichern konnte oder Notizen hinterlegt habe. Sicherlich kann man das auch per Hand machen, aber das ist bei diesem Programm so komfortabel, dass ich echt begeistert war. Schon allein, dass ich direkt neben mein Dokument ein paar virtuelle Heftzettel ankleben kann, um dann mir Erinnerungen zu schreiben, Probleme und Ähnliches – das war Gold wert.

Eigentlich wäre es jetzt die perfekte Zeit, nachdem ich alles noch im Kopf habe, das Expose zu schreiben. Angefangen habe ich damit sogar, aber dennoch … ein Expose ist wohl so mit das Schrecklichste, was einem Autor passieren kann und auch ich scheue mich sehr davor. Alles fühlt sich irgendwie komisch an und ich weiß hinten und vorne nicht, was und wie. Klar, ich habe mir dazu auch Ratgeber bereits besorgt sowohl in Buchform als auch im Internet, aber dennoch sagen die auch teilweise Unterschiedliches. Um so unsicherer fühle ich mich dabei.

Trotzdem hoffe ich, dass ich den Schwung aus der Türkei mitnehmen kann und zumindest mal das Expose zu Ende schreibe. Selbst wenn es das schlechteste Expose aller Zeiten ist, kann ich es immer noch überarbeiten, habe aber wenigstens auch Handlung und Charaktere einmal umrissen. Das ist besser, als wenn ich in einem halben Jahr wieder ein paar Dinge vergessen habe. So zumindest die Theorie und ich hoffe, dass ich mich dazu aufraffen kann. Tschakka!

Gedankenspiele

Ich freue mich auf meinen Urlaub. Der ist noch ein wenig hin – knapp ein Monat. Dennoch merke ich, wie ich von Tag zu Tag mehr daran denke und überlege, was ich wie machen werde.

Insgesamt wird es ein Erholungsurlaub, denn wir fliegen wieder in die Türkei ins gleiche Dorf. Sicherlich gibt es da noch Dinge im Umland, die ich noch nicht gesehen habe oder noch nicht kenne. Aber trotzdem ist mein Plan: Entspannen, Entspannen und Schreiben.

Gerade letzteres muss ich endlich mal machen und ohne richtigen Internet-Anschluss sollte das doch möglich sein. Neil Gaiman hat das einmal treffend formuliert: “Anywhere that I can’t check my email is a good place to write!” Wie wahr, wie wahr. Na gut, und ein wenig im Pool schwimmen und in der Sonne liegen steht auch noch auf dem Plan.

Daher werde ich mich auch diesmal wider meine ursprüngliche Planung nicht mit NintendoDS-Spielen eindecken und auch die Anschaffung einer PSVita wird warten. Daher wird es heißen: Nur meine bisheirgen DS-Spiele (ganz komme ich doch nicht aus), mein Kindle, maximal zwei weitere Bücher, unser Laptop und alle meine Roman-Entwürfe.

Allerdings seien wir ehrlich: Wenn ich Zitadelle der verlorenen Träume wenigstens einmal komplett überarbeiten kann, dann ist das schon viel für diesen Urlaub. Das wird aber mein Ziel sein, denn der NaNoWriMo rückt näher und da will ich mich immerhin an die Fortsetzung machen; oder an den zweiten Teil, wie man es nimmt.

Ungeachtet dieser Arbeitspläne soll das dann auch noch erholsam sein, daher will ich mir auch nicht zu viele Gedanken machen und mir auch nicht zu viel Arbeit gedanklich aufhalsen. Sonst wird das mit der ganzen Erholung nichts und ich denke, das ist schon recht viel Plan für zwei Wochen Türkei.

Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke, was ich wie machen könnte und mir vorstelle, wie wir dies oder das machen, dann bin ich schon so ein klein wenig zumindest im Urlaub – und das ist toll. Ein ganzer Monat noch bis zum Urlaub, aber dennoch spüre ich diese Vorfreude und bin auch schon so ein klein wenig dort.

In Pose werfen

Meinen Plan schaffe ich nicht mehr, bis Ende des Monats mein Manuskript einmal durchgearbeitet zu bekommen. Dafür ist dann diesen Monat doch zu viel Unvorhergesehenes dazwischen gekommen. Trotzdem habe ich dank Papyrus zur Zeit wieder deutlich Motivation gewonnen und bin da in einem kleinen Überarbeitungsfieber. Das gefällt mir. Auch wenn es also bis Ende des Monats nicht mehr klappt, ich probiere es trotzdem.

Im Zuge dessen will ich hier noch einen kurzen Link verewigen – einfach auch für mich als kleine gedankliche Stütze. Denn wenn ich mit der Überarbeitung fertig bin, sollte ich mich auch so langsam an den großen Horror aller Schreiberlinge setzen und mal mit dem Expose anfangen. Doch wie? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Ich habe eine recht gute Anleitung auf dem “Schriftsteller werden”-Blog gefunden. Wer da nachlesen mag, einfach dem Link folgen. Für mich ist es hier mehr eine Erinnerung á la: “Da ist noch was!”

A kingdom for papyrus

Ich habe mir etwas geleistet! Da ich für den neuen Rechner mir auch endlich ein gescheites Textverarbeitungsprogramm zulegen wollte, habe ich mich umgehen. Aber das neue Word ist die Pest und dazu auch noch schweineteuer. Da erinnerte ich mich an einen Tipp in einem Schreibratgeber: Papyrus. Sicherlich könnte ich auch weiter mit Open Office arbeiten wie bisher, aber eigentlich sollte ich als Vielschreiber die paar Euro mehr auch endlich mal in ein vernünftiges Handwerkszeug investieren.

So viel teurer wie eine richtige Microsoft-Office-Lizenz ist es nicht und es sah auf den ersten Blick gut aus. Da sind ein paar Funktionieren dabei, die schon praktisch für Schreiber sind. Schon allein, dass der Duden-Korrektor automatisch mit drin ist spart auch noch einmal ein wenig was, denn der kostet schließlich auch etwas. So gesehen sind die 170 Euro also nicht zu viel, wie ich finde.

Wieso also nicht probieren? Gesagt, getan und vorgestern auch das erste Mal installiert. Im ersten Moment erschlug es mich leicht. Aber das machen neue Textverarbeitungsprogramme wohl immer. Nach meinem ersten Schock kopierte ich den kompletten Text von “Zitadelle der verlorenen Träume” in das Papyrus-Dokument und bekam den zweiten Schreck, als der Duden-Korrektor zuschlug. Doch auch das ist normal, wie mir zum Glück die Hilfe-Funktion versicherte.

Ich probierte in der Folge ein wenig herum und war auch ganz fasziniert vom Charakterfenster, in dem ich eine Art Notizblock für alle Charaktere habe und dort wichtige Details ablegen kann. Sowieso gibt es so viele Möglichkeiten, wie ich jetzt koordiniert und sinnvoll kleine Notizen machen kann, etwas für spätere Überarbeitung markieren oder vermerken kann und so weiter. Das ging zwar auch mit Word, aber mir scheint es bei Papyrus viel natürlicher im Schreibprozess zu liegen.

Für den nächsten NaNoWriMo blicke ich da also sehr zuversichtlich in die Zukunft, denn das wird mir vieles sehr vereinfachen, was ich bisher eher notdürftig und mit ein paar sehr kuriosen Handgriffen gelöst habe. Bisher sieht das Programm echt vernünftig aus und ich werde bestimmt in Zukunft auch meine Erfahrungen hier entsprechend vermerken.

Wobei ich mal vermute, wenn ihr hier nichts mehr davon hört, dass ich einfach zufrieden damit bin. Eher wenn ich mich aufrege, könnte es mal hier landen – oder wenn etwas wirklich so genial ist, dass ich das nicht für mich behalten kann. Aber momentan macht das doch einen sehr vernünftigen Eindruck auf mich und ich bin zufrieden. Ich hoffe, das hält sich und das ist wirklich eine gute Alternative für die Pest, die sich “Word 2007” nennt.