Das Abenteuer ist so real wie das Vergnügen

Mit Freuden habe ich gestern gesehen, dass es alte Wizardry-Teile auf Steam gibt! Und dann war ich erschüttert über das, was ich in der Beschreibung lesen durfte. Kostprobe gefällig? Quelle:

  • 11 Rennen, 14 Berufe (mit Rankings)
  • Waffe, Physikalische und Academia Fähigkeiten
  • Sechs Zauberbücher, 462 Kombinationen
  • Nicht-Spieler-Charaktere
  • Ein Arsenal von über 400 recherchierten Artikel
  • Abwechslungsreiche kämpfende Modi
  • Primäre und sekundäre Angriff
  • Continuous Journey
  • Unbegrenzte Backups
  • Spiel speichern [/ list]

    Vor zehn Jahren, setzen die Standards in WIZARDRY Fantasy-Rollenspiel (FRP). Jetzt, nach zwei Millionen Exemplare verkauft wurden und Dutzende von Auszeichnungen gewonnen worden sind, wirft Bezwinger des Cosmic Forge und definiert diese Standards. Diese neue WIZARDRY, die wahrste Simulation jemals of Fantasy Rollenspiele, wird Push Ihrem Computer, Ihren Geist und Ihren Sinn für Abenteuer an ihre Grenzen. Nur durch die Kraft der neuesten Computertechnologie konnten die volle Dimension dieses neuen Genres in FRP möglich sein.

    Dies ist das FRP, wie Sie wollten es zu sein.

    Bereiten Sie sich. Nehmen Sie mit sechs Gefährten – wählen Sie mit Bedacht, weil er gewählt wird, ist dein Schicksal in ihren Händen. Geben Sie die alte Burg, die Cosmic Forge, einem magischen Stift, dessen Schriften verursachte die rive der Zeit selbst zu einem Kurswechsel abzurufen. Sie werden feststellen, Schatz, Rüstungen und magische Gegenstände, um Ihre Suche voranzutreiben; treffen wizened und kryptische Bewohner, die Geheimnisse, die ausgegraben werden muss halten, und lösen die Rätsel und Aufgaben, die es zuhauf.

    Aber Vorsicht-Sie und Ihre Partei begegnen unzähligen Gefahren, Gefahren und Kreaturen der blendenden Form, um Ihren Weg blockieren. Nur durch Ihre Magie und Fähigkeiten, ständig wachsende, wie Sie Fortschritte, können sie besiegt werden.

    Und die Geschichte, die so reich an Mythologie und Legende, webt ein Netz aus Intrigen so komplex, dass nur Sie, mit Geduld und Mühe kann entwirren.

    Lassen Sie den Computer würfeln, wenden Sie die Charts und die Regeln. Von den 400 Positionen von Rüstungen und Waffen für Authentizität der realistischen Kampf Struktur erforscht unter Einbeziehung Primäre und sekundäre Angriff, wird diese Wiedergabe der wahren FRP innerhalb der Computer-Umgebung machen alle anderen Versuche obsolet.

    Das Abenteuer ist so real wie das Vergnügen.

 

Ihr habt es gemerkt, oder? Da war der Google-Übersetzer dran – oder Babelfisch. Denn so wörtlich und ungelenk wie das übersetzt ist, ist das schon kein Deutsch mehr. Ich fange jetzt gar nicht an, mich über „Rennen“ = „races“ oder „Artikeln“ = „items“ aufzuregen, weil der Rest noch viel absurder und das nur offensichtlich ist.

Abseits davon freue ich mich aber riesig, dass es diese alten Klassiker jetzt auch auf Steam gibt. Gerade Bane of the Cosmic Forge und Crusaders of the Dark Savant waren herausragende Spiele. Den Nachfolger habe ich leider nur mal angespielt und bin damals mit der Steuerung und Ansicht nicht ganz klar gekommen.

Dennoch sind alle drei auf meine Wunschliste gekommen. Sicherlich werde ich sie nicht durchspielen, aber ich möchte ein wenig Nostalgie beim Anspielen spüren.

Tooltime

Irgendwie bekomme ich es nicht hin, mich bei Thomas einzuloggen, um einen Kommentar zu verfassen. Daher mache ich es mal auf die altmodische Art mit dem Querlink über meinen Blog. Es geht um das Thema „Übersetzungen“ und ist ein Kommentar auf diesen Artikel von Thomas: „Darf ein Übersetzer eigentlich …“

Eine Antwort habe ich nicht parat, aber das Problem kenne ich – und teile ich. Auch ich darf/muss ja immer mal wieder übersetzen oder darf Texte von Übersetzern überarbeiten und stehe dann vor genau dem gleichen Problem.

Ich denke, Übersetzen wird viel zu häufig als „Handwerk“ angesehen. Ja, ist es auch zu einem gewissen Teil – ähnlich wie Schreiben. Da gibt es definitiv handwerkliche Elemente. Dennoch ist auch das Übersetzen (wie das Schreiben) ein kreativer Akt und das wird leider häufig übersehen.

Es gibt Dinge, die sind handwerklich eindeutig. Zum Beispiel gibt es „richtige“ Übersetzungsfehler. Wenn ich absolut an einer Wortbedeutung vorbei übersetze, also zum Beispiel „apple“ mit „Sofa“ übersetze, dann ist das eindeutig falsch. Aber selten ist alles immer so eindeutig und fängt dann häufig schon bei der Übersetzung von Zeiten an.

Bei mir in den Übersetzungskursen an der Uni gab es eine schöne Regel, die ich bis heute beherzige und in dem Zusammenhang wichtig finde: „So nah am Text wie möglich, so weit entfernt wie nötig.“ Das ist meiner Ansicht nach das Kernelement.

Ist es „notwendig“, dass ich eine Übersetzung abändere? Dafür kann es verschiedene Gründe geben: kulturell, ästhetisch und vermutlich noch einige mehr. Kulturelle Notwendigkeiten sind es beispielsweise, wenn wie bei deinem obigen Beispiel „think different“ so als Slogan nie übersetzt wurde im Deutschen. Dann muss ich mir zumindest Gedanken machen, ob ich das irgendwie rüberretten kann und sei es mit einem anderen Slogan oder einer ganz anderen Wendung. Ästhetisch würde ich dann so Sachen wie das „to chuckle“ einordnen, wenn es unlesbar wird. Unlesbar bedeutet für mich: Es ist stilistisch ein dermaßen großer Horror, dass es in jedem zweiten Satz auftaucht und ich den Text deswegen schon gar nicht mehr lesen will.

Anders ist es bei „richtigen“ Fehlern im Originaltext. Die würde ich meist mitübersetzen, dann aber eine „Anm. d. Übersetzers“ in Klammern dazu schreiben und darauf hinweisen – oder Fußnoten.

Allerdings finde ich, dass man schon sieht: Das ist alles sehr vom Text und der Situation abhängig und von Fall zu Fall unterschiedlich. Das ist auch der Punkt, warum Übersetzen eben doch mehr selbst auch ein kreativer Akt und weniger Handwerk ist. Denn ich kann nicht einfach stur und blind das übersetzen, was ich da vor mir habe. Ich muss nachdenken und ich bin mir sicher, wenn man da mal eine Untersuchung zu machen würde (sofern es das nicht gibt), dass Übersetzen nahezu ähnliche Bereiche im Hirn aktiviert wie Schreiben oder andere kreative Prozesse.

Daher habe ich leider keine Antwort, denn wie auch beim Schreiben gibt es selten ein: „So musst du es machen!“ Es gibt viele Dinge natürlich, die falsch sind – sowohl beim Schreiben als auch beim Übersetzen. Aber es gibt noch viel mehr Dinge, die eben nicht eindeutig sind. Zum Glück, denn das ist es, was für mich solche kreativen Prozesse ausmacht und sie so spannend macht.

Jamas Tipp: Der Hofnarr

Gestern gab es einen Tipp zum Weltuntergang, heute gebe ich einen Tipp, der ganz gut in die Weihnachtszeit passt. Zwar ist es kein richtiger Weihnachtsfilm, aber er ist einfach so schön, dass ich ihn einfach einen schönen Familienfilm zum Fest finde – ohne, dass er gleich das Thema mit dem Holzhammer erschlägt. Es ist einfach ein Gute-Laune-Film: Der Hofnarr.

Es ist eine Verwechslungskomödie im Mittelalter, bei der ich wirklich arge Schmerzen irgendwann vom Lachen bekommen habe. Sicherlich hat der Film auch ein paar Längen, immerhin stammt er aus einer Zeit, wo Geschichten noch ein wenig anders erzählt wurden. Es ist ein alter Film, das steht außer Frage. Aber er ist so verdammt gut!

Wem Verwechslungsgeschichten wie Shakespeares Midsummer Night’s Dream gefallen und wer den Hofnarren noch nicht kennt, der sollte ihn sich auf jeden Fall anschauen. Es gibt eine legendäre Szene, die man einfach gesehen haben muss: die mit dem Becher mit dem Fächer und dem Kelch mit dem Elch! Ihr werdet sehen, welche ich meine, wenn ihr ihn euch anschaut. Da führt dann kein weg vorbei. Dieser Moment fällt im Film auf – sehr.

Schon allein wegen dieser Szene solltet ihr euch den Film besser wirklich auf Deutsch ansehen. Nicht nur ist es ein alter Film, er stammt auch noch aus einer Zeit, als die Synchronisation echt gelungen war. Gerade an einer solchen Szene würden viele Synchronisationen kläglich scheitern. Hier ist sie einfach nur genial übersetzt und umgesetzt. Allein, das mit dem Original zu vergleichen und wie genial das übersetzt wurde, allein dafür lohnt es sich, diesen Film anzusehen.

Wer also Lust auf eine gute Mittelalter-Verwechslungskomödie hat: Der Hofnarr! Meiner Ansicht nach ein passend unpassender Weihnachtsfilm. Einfach eine geniale Parodie auf so viele Mittelalter-Filme und ein absoluter Klassiker.

Da ich leider keinen Trailer dazu gefunden habe, gibt es das Eröffnungslied, das sogar teilweise bereits einen Einblick in die Handlung oder manche Dinge gibt.

Veränderung der Wächter

Die Legende der Wächter ist ein typischer Fall von: netter Film, aber mit den Büchern hat es nichts zu tun. Das überspitzt es ein wenig, aber je mehr ich von dem Hörbuch im Auto mithöre, desto mehr komme ich zu dem Entschluss, dass es nicht gesund war, die ersten drei Bücher in einen Film zu packen. Aber wenn es wenigstens dabei geblieben wäre!

Charaktere werden auch drastisch verändert und das ist der Punkt, den ich nicht verstehen kann. Und so sehr ich immer dafür plädiere, dass Film und Buch andere Medien sind, trotzdem macht man nicht aus tragischen Figuren mit hin und wieder witzigen Momenten vollkommen alberne Lachnummern. Das Ding ist: Im Film fand ich die Figur witzig, aber halt albern. Im Buch finde ich den Charakter überaus spannend und viel interessanter und frage mich, was da passiert ist.

Da muss doch ein Mensch ganz bewusst gesessen und sich gedacht haben: „Nein, aus Morgengrau machen wir jetzt eine alberne Figur, die man nicht mehr ernst nehmen kann.“ Wozu? Sicher, da kann man immer streiten – da wird man auch immer streiten. Für manchen mag es logischer wirken, dass diese oder jene Änderung gemacht wird, für manchen wirkt es hanebüchen. Aber bei Legende der Wächter bin ich mir absolut sicher, dass ein Großteil der Änderungen echt zum Schlechteren passiert sind.

Und das sage ich, nachdem ich den Film gesehen habe (bevor ich die Bücher gelesen habe) und obwohl ich normalerweise fast immer Verfilmungen vor ihren Büchern verteidige. Aber so schwer es mir fällt, so nett ich den Film Legende der Wächter finde, ich mag ihn nicht vor den Büchern verteidigen. Ich kann nur den Kopf schütteln und mich fragen, warum man sich so zwanghaft von der Vorlage lösen muss.

Ich denke, eine Faustregel ist an dieser Stelle ganz passend. Die habe ich im Studium in Übersetzungskursen immer wieder und wieder und wieder eingebläut bekommen und das ist auch, wie ich heutzutage noch übersetze, denn ich finde es einfach richtig auf diese Weise: „So nah am Original wie möglich, so weit weg wie nötig.“

Das nötig ist sicherlich Interpretationssache, aber das möglich geht meist doch besser. Das sage ich als jemand, der die Änderungen im Raimi-Spiderman genossen hat, der auch die Änderungen im Herr der Ringe gut fand – nur bei Legende der Wächter… nein, da klappt es für mich einfach nicht.

Wusstet ihr…?

… dass Cristina Vee, die ich schon ein paar Mal hier verlinkt hatte für ihre großartigen Fan-Subs, in League of Legends den Charakter Riven synchronisiert hat?

Leider habe ich die alten Blog-Beitrage nicht mehr gefunden, in denen ich über sie geschrieben habe. Dann hätte ich den Zeitpunkt genauer bestimmen können, wann ich sie das erste Mal gehört hatte. Auch wenn es nicht exakt das gleiche Video ist, so war es aber diese Version von Boken Boken Deshou.

Außerdem hat sie scheinbar die englische Stimme der Tsundere-Magierin Louise aus dem hervorragenden Zero no Tsukaima geliehen. Damit ist sie in die großen Fußstapfen von Rie Kugimiya getreten, aber ich denke, da wurde jemand Gutes ausgewählt – vor allen Dingen eine Synchronsprecherin, die mit Herz und Seele dabei ist.

Zu Zero no Tsukaima schreibe ich übrigens demnächst noch ein wenig mehr, denn das ist zur Zeit bei mir immer mal wieder im DVD-Player.

Lost in Synch

Mittwoch Abend bleibe ich meist noch ein wenig vor dem Fernseher hängen – auf Pro7. Denn dort läuft fast durchgängig „How I met your mother“. Wie großartig ich diese Serie finde, sollte langsam hinreichend bekannt sein. Ich liebe diese Serie wirklich, denn sie ist witzig, charmant, dramatisch, philosophisch und an vielen Stellen postmodern. Die deutsche Synchronisation geht aber gar nicht.

Jetzt mögen manche vielleicht sagen: „Doch, geht sicherlich.“ Nein, tut mir leid. Es ist mir persönlich wirklich unbegreiflich, wie man das Original gehört hat und dann auch noch im Ansatz behaupten kann, dass die Synchronsprecher ähnliches ausdrücken wie die Originalstimmen. Lily ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, Ted klingt vollkommen belanglos und bei Marshal fehlt einfach dieses trocken-naive; von Barney will ich gar nicht erst anfangen, denn das wäre einfach nur traurig, wenn ich das vergleiche und aufzählen muss, was alles in der Synchronisation verloren geht.

Es gibt wirklich ein paar Synchronisationen, da ist es egal, denn die sind gelungen. Das ist häufig bei Animationsfilmen so. Direkt fällt mir „Drachenzähmen leicht gemacht“ ein, der auch auf Deutsch einfach sympathisch und verdammt gut gemacht ist. Die Entscheidung zum norddeutschen Akzent ist großartig und passt wie die Faust aufs Auge. Außerdem sind die Sprecher mit Feuer dabei. Das merkt man.

Bei „How I met your mother“ sind sie das nicht – das merkt man auch. Das wirkt nach Runterspulen des Textes und sehr belanglosem Vorlesen. Sowas ist leider nicht mehr selten in deutschen Synchronisationen. Wenn ich allein an die Übersetzung von Buffy denke und wie die Sprecher das vollkommen gelangweilt runterlabern, da wird mir ganz anders. Da fehlt einfach die Seele und man hat das Gefühl, dass nicht die Zeit blieb, dass die Synchronsprecher sich das Original ansehen und versuchen, das irgendwie rüberzubringen. Dadurch geht einfach ungeheuer viel verloren. Wem das nicht auffällt, dem muss ich leider wirklich absprechen, ein Gespür für solche Dinge zu haben.

Man kann damit leben, klar. Ich schaue mir schließlich auch „How I met your mother“ mittwochs auf Pro7 an. Ich würde es mir aber lieber auf Englisch ansehen, denn da fehlt so viel und man merkt es mit nahezu jedem Dialog. Sicherlich ist das nicht einfach und gerade „How I met your mother“ ist ungeheuer schwer zu übersetzen. Aber die Synchronisation? Da geht mehr! Da versagen die Sprecher einfach und das liegt noch nicht einmal an der Übersetzung.

I used to wonder what translation could be

Passend zum Start der zweiten Staffel in den USA, gibt es jetzt auch die erste Staffel von „My Little Pony: Friendship is Magic“ auf Deutsch.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich deutlich Schlimmeres erwartet hatte. Trotzdem ist die Übersetzung weit davon ab, „gut“ zu sein. Sie ist größtenteils schmerzfrei, aber dann gibt es doch so einige Sachen, über die ich mich stundenlang aufregen könnte und einmal wieder zeigen, in welch einem Zustand die deutschen Synchronisationen größtenteils sind, denn es sind die gleichen Fehler, die immer wieder und wieder und wieder gemacht werden seit einigen Jahren.

Jamas Tipp: Hot Fuzz

Gestern habe ich mit einem Kollegen einen kleinen Filmeabend gemacht, weil er „Hot Fuzz“ noch nicht gesehen hatte.

„Was, du hast Hot Fuzz noch nicht gesehen?“, fragte ich.
„Nein, daher habe ich ihn mir ja gekauft.“
„Ein so großartiger Film! Aber den darfst du nicht allein schauen! Den muss man zusammen schauen!“

Daher war der Plan spontan gefasst und ich kann es auch hier nur noch einmal verdeutlichen: Den Film schaut man zusammen an! Was der großartige „Shaun of the Dead“ für die Zombie-Filme ist, ist „Hot Fuzz“ für die Action-Filme: eine herrliche Homage an das Genre.

Man kann ihn auf Deutsch sehen, aber auf Englisch ist es so viel besser – ähnlich wie „Shaun of the Dead“. Der britische Akzent in seinen unterschiedlichen Ausprägungen trägt einfach noch zur Atmosphäre und vielen witzigen Szenen bei. „Hot Fuzz“ ist zwar stellenweise richtig albern, aber er hat auch keine Angst, das Genre ernst zu nehmen. Gerade aus diesem Spagat zwischen bizarren Albernheiten und dramatischen Szenen merkt man, wie liebevoll der Film gemacht ist.

Simon Pegg ist einfach einmal wieder großartig, wenn er den nahezu tadellosen Ausnahme-Cop Nicolas Angel spielt, der wegen zu gutem Dienst in ein Kleinstadtkaff „befördert“ wird, in dem nichts – aber auch gar nichts – passiert. Aber um es mit Nicolas Angel selbst zu sagen: „There is always something going on!“

Der Film zitiert laufend bekannte Action-Filme, indem er Dialoge manchmal als Vorbild nimmt, manchmal Szenen, aber noch viel häufiger typische Motive daraus. Er nimmt aus einem großen Potpourri an Bildern und Ideen und fügt sie zu einer rasanten Action-Komödie heran.

Aber wieso muss man ihn zusammen sehen? Es ist ein Buddy-Film! Während „Shaun of the Dead“ eine romantische Komödie (mit Zombies) ist, spielen Frauen in „Hot Fuzz“ keine wirkliche Rolle. Es geht um Loyalität, Pflichtbewusstsein, Mut und männliche Freundschaft – also was für die ganz harten Kerle. Die Freundschaft zwischen Nicolas Angel und seinem tappsigen Sidekick ist so großartig geschrieben und in Szene gesetzt, wie in vielen „richtigen“ Buddy“-Filmen.

Wer also Action-Filme mag, wer was mit britischem Humor anfangen kann, dem sei „Hot Fuzz“ wärmstens ans Herz gelegt. Und lasst euch nicht irritieren: Im Deutschen haben sie mal wieder einen absolut beknackten Untertitel unter den Titel gehängt, nämlich „Zwei abgewichste Profis“. Aha! Das war sicherlich absolut nötig, bei der Übersetzung hinzuzufügen. Hat nur leider gar nichts mit dem Film zu tun.

Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass Untertitel bei der Übersetzung entweder einfach unnötigerweise hinzugefügt wurden oder krampfhaft und unpassend verändert haben. Vielleicht war es der klägliche Versuch des Übersetzers, der Feeling der alten Buddy-Filme durch diesen Untertitel zu transportieren. Ist bei mir zumindest nicht gelungen.

Die richtigen Trailer kann ich hier leider nicht einbetten und ich fand nur einen Teaser, der nicht sonderlich gut war. Folgt daher einfach diesem Link für einen kleinen Einblick in den Film – und ja, das spoilt! Leider verrät der Trailer einmal wieder sehr viel, aber andererseits sind viele Sachen im Film auch nicht überraschend. Daher, schaut es euch einfach an und freut euch auf die Szenen.

Blog flieg und sieg!

Es wird ja viel über Follower-Power auf Twitter geredet, da ich ja doch ein wenig schlechter Twitterer bin und mich eher dem Bloggen verschrieben sehe, setze ich mal auf Blog-Power! Ich habe seit ein paar Tagen ständig die Lieder aus „Tangled“ („Rapunzel“) im Ohr und eine Sache, die mich fast umbringt: Wie kommt man bitte schön darauf, den Titel „Tangled“ mit „Rapunzel – Neu verföhnt“ zu übersetzen?

Übersehe ich da irgendwas? Das Original hat keinen direkten Bezug zum Märchen, auch hat das Original keinen Sub-Titel und schon gar keinen mit diesem blöden Wortspiel, da bei Badesalz damals vielleicht lustig war, aber in dem Zusammenhang einfach nur bäh ist. Übersehe ich da was? Heißt das Märchen „Rapunzel“ auf Englisch auch „Tangled“? Eigentlich doch nicht, oder?

Eine erste Übersetzung, die ich gehabt hätte und die deutlich näher dran gewesen wäre: „Verwickelt“ oder „Am Wickel“. Gibt sicherlich bessere, aber wenn mir sowas innerhalb von wenigen Minuten einfällt, wie kommt man dann auf den so unsagbar dämlichen Titel „Rapunzel – Neu verföhnt“?

Der Arbeitstitel war wohl „Rapunzel Unbraided“, was schon wiederum näher an der deutschen Übersetzung wäre. Aber der Release-Titel war nicht so! Spannend ist, wenn man sich die Liste auf der imdb ansieht, dass manche Länder es eher wörtlich probiert haben und manche – nicht.

Hilfe!

Whenever there is a mystery to be solved

Total faszinierend: Ich wusste gar nicht, dass „Fünf Freunde“ auf Englisch die „Famous Five“ sind. Ich bin wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass es eine wörtliche Übersetzung ist, aber vermutlich zur Rettung der Alliteration (der zwei „F“s) wurden es dann die „Fünf Freunde“. Das wurde mir bewusst, als bei meiner Collector’s Edition gestern im Menü abwechselnd das deutsche und das englische Opening lief. Hier übrigens das Englische: