Up to date

Morgen gibt es dann sogar schon Patch 1.4 bei “Rift”? Ich finde das wirklich beeindruckend, wie schnell hier Updates gemacht werden und mir ist das so in kleinen Portionen lieber, als immer in riesigen Etappen. Zwar muss gestehen, dass ich skeptisch bin, ob Trion diese Frequenz beibehalten kann, aber ich lasse mich da gerne positiv überraschen.

Wie dem auch sei, meine Gilde und ich brauchen nicht unbedingt Updates, da wir noch genügend zu tun haben, immerhin sind wir erst noch dabei, die T1-Instanzen langsam anzugehen. Als Casual-RP-Gilde geht das alles immerhin ein wenig langsamer und gemütlicher vonstatten.

Aber auch für uns war bisher immer etwas bei diesen kleinen Content-Updates drin und wenn es nur einmal wieder neue Kostüm-Items gab oder neue Artefakt-Sets oder ähnliches. Durch diese ganzen kleinen Updates, in denen sich auch die Welt verändert, fühlt sich alles wirklich viel dynamischer an, als die recht statischen Events von beispielsweise WoW, bei denen es eben immer zur gleichen Zeit Waisenwochen oder Schlotternächte gab.

Zumindest bisher ist es immer etwas Neues, das so wohl auch nicht wiederkommen wird. Klar, das kann man jetzt noch nicht genau sagen, denn wer weiß, ob in einem Jahr nicht doch so ein Event einmal recycled wird. Bisher bin ich aber wirklich sehr zufrieden und sehr erstaunt, dass morgen sogar schon 1.4 bei uns aufgespielt wird.

The curse of a vivid mind

Sicherlich bleibt nicht alles so, wie es war und vieles verändert sich. Gerade bei Diskussionsplattformen kann man das immer wieder sehen. So war ich früher beispielsweise in der LARP-Mailingliste und die hatte ein riesiges Mail-Aufkommen damals, an dem ich zum Teil nicht unschuldig war.

Dort wurde gestritten, gealbert, philosophiert, theoretisiert, geplant und so weiter. Manchmal war es heftiger, manchmal weniger heftig. Irgendwann hörte ich auf, in die LARP-ML zu schreiben. Ich weiß nicht mehr genau warum. Dunkel meine ich mich erinnern zu können, dass ich von irgendetwas so angenervt war, dass ich keine Lust mehr hatte, ständig einen auf die Schnauze zu bekommen. Zwar denke ich, ich weiß sogar noch von wem und was es ungefähr war, doch von Toten soll man nicht schlecht reden, daher belasse ich es bei dieser Andeutung.

Immer mal wieder kommt alle Jubeljahre mal eine Mail in die LARP-ML. Trotzdem ist sie schon seit langer Zeit tot. Ohne mich da selbst loben zu wollen, aber ich glaube, ich gehörte damals durchaus zu denjenigen, die die Liste mit am Leben gehalten haben, denn ich war ungeheuer aktiv in den Diskussionen, habe häufig genug selbst welche angezettelt, aber nachdem mir die Lust daran verdorben wurde, gab es wohl auch kaum noch jemand, der da wirklich dahinter war. Also versickerte es und scheinbar verdampfte das Diskussionsinteresse in irgendwelche Foren.

Jetzt war es einmal wieder soweit und es kam tatsächlich eine Mail.

The Harvest

Wie lief das Rift-Event “Fluss der Seelen”? Leider durchwachsen und ich muss zugeben, ich war am Ende sehr gefrustet, wie man mir im Teamspeak vermutlich anhören durfte. Aber fangen wir von vorne an:

Das World-Event lief jetzt letzte Woche und die erste Phase sollte am Samstag enden. Soweit war die erste Phase auch nett: Es gab viele Todesrisse, es gab tägliche Quests, um sich auf den Ansturm von Alsbeth vorzubereiten, es gab kleinere Gimmick-Belohnungen und es gab jede Menge Stimmung. Wenn ich schon allein an den Fluss der Seelen denke, den man da über dem Nachthimmel von Sanctum gesehen hat: Herrlich! Mir machte es jedenfalls Spaß, mit den Dailies die Truppen Alsbeths immer wieder erneut in die Schranken zu weisen und die Diener von Regulos aus Sanctum rauszuschmeißen.

Nachdem die erste Phase eine Woche dauerte, dachte ich mir: Dann geht die zweite Phase bestimmt länger. Leider nein. Was für ein Glück habe ich mich mit meiner Frau doch nicht zu einem längeren gemütlichen Video-Tag entschieden, sondern haben nur einen Film geschaut, denn die Phase 2 startete bereits um 14 Uhr.

Ich kam gerade on und schon gab es die ersten Welt-Meldungen, wie Alsbeth uns auslachte und immer mehr Punkte ploppten auf der Weltkarte auf, die gerade angegriffen wurden. “Whoah!”, dachte ich mir. Sollte das eventuell mal eine Verlustschlacht für die “Helden” werden? Denn es sah ganz danach aus. Boss um Boss spawnte und auf allen Karten fast gleichzeitig. So konnte man die doch nie alle aufhalten! War das das Ende?

 

Liebe im Detail

Der Hype um “Rift” klingt zum Glück so langsam ab und endlich kann man so langsam anfangen, das Spiel zu genießen. Jetzt müssen nur noch die ganzen Weiner und MMO-Heuschreckennomaden verschwinden, damit man normal spielen kann. Aber geht das heutzutage in einem MMO überhaupt noch? Es wäre schön, aber wenn ich mich so umsehe und mir die Communities ansehe, dann befürchte ich, dass das kaum noch gehen wird.

Bleibt einem eigentlich nur noch, sich darauf zu besinnen, dass man Spaß haben will und sich den nicht von Anderen kaputt machen lässt, die sowieso nicht genau hinsehen. Denn wem ist denn bitte schön schon bei “Rift” im Kampflog aufgefallen, wenn man stirbt, dass dort steht:

“Du hast 284 Punkte Schaden genommen (74 zu viel des Guten).”

Das war jetzt aus dem Gedächtnis zitiert, kann also sein, dass es nicht ganz stimmt, aber zumindest ungefähr. Oder wem ist bei den Patch-Notes zum Hotfix 13 folgendes aufgefallen:

“* Valmera-Reittiere wurden einigen einfallsreichen Skeptikern, die es geschafft hatten, sie zu erwerben, entzogen. Keine Sorge, wir haben die entstandenen Kosten zurückerstattet und hoffen, du hattest Spaß mit ihnen, solange es ging!
* Die Ferien der Farbenhändler sind mit diesem Update endgültig vorüber!”

Klar, auch bei Rift gibt es nicht immer solche Witzelchen, aber wenn man genau hinsieht, dann kann man sie erkennen und das waren die Sachen, die mir Blizzard und WoW anfangs so sympathisch wirken ließen, denn da fand man das immer mal wieder. Aus genau solchen Sachen kann ich einfach eine Menge Spaß lesen und darum sollte es in einem Spiel doch gehen – um Spaß.

Mein persönlicher Favorit aus den Patch-Notes zu 1.1 ist übrigens das hier:

“* Lecu die Klaue: Diese Katze ist fast genauso bösartig wie meine eigene.”

Danke Trion.

Ich weiß nicht, wie es mit Rift weiter gehen wird. Ich habe mein Halbjahres-Abo jedenfalls abgeschlossen, da ich guter Dinge bin und gerade diese Kleinigkeiten mir einiges an Freude bereiten und mir die Hoffnung geben, dass es so weiter geht. Wenn mich also jemand fragen würde, warum er Rift spielen sollte, würde ich ihm sagen: “Weil es Spaß macht.” Aber dazu muss man sich eben auch mal umsehen und nicht nur an Items oder Stats oder Progress hängen.

Rifting the Hype

Was ist eigentlich an dem ganzen Trubel um “Rift” überhaupt dran? Ähnlich wie bei “Aion” damals gab es einen ungeheuren Hype – allerdings auch wie bei “Aion” nicht vom Entwickler selbst. Das Spiel wurde von den unterschiedlichsten enttäuschten MMO-Communities zum Erlöser der Szene empor gehoben. Dass man bei diesen Erwartungen nur scheitern kann, ist klar.

Wenn ich so anfange, ist “Rift” der Erlöser? Ganz klares: Nein! Ich kann nur hoffen, dass es ihm nicht geht wie Aion, das einen ähnlich stabilen Start hingelegt hat, ähnlich solide war, aber dann dank des Hypes im Vorlauf ungeheuer viele Erwartungen enttäuscht hat und einen regelrechten Hass auf das Spiel geschürt hat, weil die Leute zu blöd waren, sich vorher zu informieren, was “Aion” überhaupt für ein Spiel ist.

“Rift” ist ein verdammt solides Spiel, das das Rad in keiner Weise neu erfindet – wirklich in keiner Weise. Wenn man MMOs kennt, kommen einem ungeheuer viele Sachen bekannt vor. Sie haben quasi das gemacht, was WoW damals auch am Anfang gemacht hat: Sie haben sich bei den verschiedenen ansässigen Vertretern des Genres umgesehen, tolle Features genommen und diese verbessert.

Letzten Endes war die Erfolgsstory von WoW einerseits der richtige Zeitpunkt, aber auch verdammt gutes Weiterentwickeln bereits existenter Ideen. Ähnlich macht es “Rift”. Das Spiel muss aber auch nicht das Rad neu erfinden, wenn es so viele Kleinigkeiten bereits gut gemacht, die in anderen Spielen nur ansatzweise geschafft wurden. Mir gefallen so viele Kleinigkeiten, die mir auffallen, die mir bei anderen Spielen fehlen. Es gibt auch noch Kleinigkeiten, die mir fehlen, aber darüber sehe ich gerne hinweg.

Wer “Rift” testet, sollte sich vom Hype nicht abschrecken lassen und auch keine Trotzhaltung einnehmen. Das Spiel wird kein WoW-Killer – will es auch nicht, braucht es auch nicht. Es muss sich aber auch nicht verstecken, denn es stellt meiner Ansicht nach eine wirklich sehr gute, moderne Alternative zum Branchenprimus dar. Es braucht noch Zeit, es muss noch reifen. Ich kann nur hoffen, dass der Hype nicht sein Fall wird.

Mir macht es ungeheuer viel Spaß und obwohl ich Cataclysm installiert habe, obwohl ich eine GTC seit einiger Zeit mit mir herumtrage, habe ich kein Verlangen, WoW zur Zeit anzuspielen, denn “Rift” bietet mir so vieles, ohne dass ich den Schmerz wieder erleben muss, wenn ich mir ansehe, was aus dem Spiel und der Community geworden ist.

Bei “Rift” habe ich so häufig ein ähnliches Gefühl wie bei “WoW” damals. Es gibt noch so viele Sachen zu entdecken, so viele Sachen, auf die ich mich freue und ich verspüre keinen Druck, dieses oder jenes schnell zu erreichen. Es ist einfach da und es gibt kein Wettrennen und keine Community, die mich dazu drängt. Es gibt keine Addons, die zum Winken am Brunnen in Dalaran einladen, es gibt keinen Aufguss von mehreren Jahren alten Instanz-Inhalten.

Der Support bei Trion ist bisher sehr vorbildlich, bemüht und schnell. Mein Lieblingsbeispiel dazu habe ich bereits vor einiger Zeit hier gebloggt. Momentan fühle ich mich einfach gut aufgehoben, was ich bei Aion eigentlich schon lange nicht mehr habe – so gerne ich “meine” Leute habe, so gerne ich das Spiel habe, so sehr verachte ich aber die Community, die dort herangezüchtet wurde.

How much is the Rift!

Wie sieht es mit dem Preis bei “Rift” aus? Der ist in Ordnung. Wenn man sogar bis zum 15. März ein Halbjahres-Abo abschließt, bezahlt man nur 9 Euro im Monat, was ich extrem günstig finde und daher direkt zugeschlagen habe. Sicherlich ist es schwer, wenn man vorher nicht in der Beta reingeschaut hat oder bereits seit Release reinschnuppern kann. Trotzdem finde ich, dass man mit dem Halbjahres-Abo echt nichts falsch machen kann.

Das sind gerade mal 54 Euro – das ist quasi ein PS3-Spiel. Das kann man schon einmal bezahlen, zumal das Spiel eben echt stabil ist und Laune macht; mindestens die ersten sechs Monate. Dann kann man immer noch weiter schauen. Ich bin mir jedenfalls absolut sicher, dass das Halbjahres-Abo sich für mich extrem lohnt. Es gibt so viel zu entdecken und herauszufinden – ich glaube, in sechs Monaten bekomme ich das sowieso nicht hin.

Rift kann ich wirklich jedem empfehlen, selbst wenn er noch WoW weiter spielen will. Auch das Halbjahres-Abo finde ich da nicht zu hoch gegriffen, denn 54 Euro sind zwar schon eine ganze Stange Geld, aber eben doch auch “nur” ein Konsolen-Spiel, mit dem man dann häufig nach 20-30 Spielstunden fertig ist – bei Rollenspielen oder solchen Extremen wie Final Fantasy natürlich deutlich länger. Ich bereue es jedenfalls bisher noch nicht und bezweifle, dass ich es bereuen werde.

Man muss einfach auch seinen persönlichen Spielrhythmus finden und wissen, was und wie man es mag. Ich hatte bei WoW auch lange Zeit das Halbjahres-Abo, bei Aion hatte ich sogar ein Jahres-Abo. Ich konnte immer sehr pünktlich mein Abo zurückstufen, wenn ich merkte, dass es mich nicht mehr so reißt oder ich mit etwas unzufrieden war. Dazu braucht man natürlich eine gewissen Überblick und Selbstreflektion, aber ich denke, die paar Minuten nachdenken sollte es einem Wert sein, denn man spart echt viel, wenn man sich über sowas Gedanken macht und das richtig einsetzen kann.

Natürlich ist sowas viel Geld, aber ich denke, man muss sich das einfach mal vor Augen führen und ob es das einem wert ist. Etwas ähnliches habe ich ja auch schon in meinem Beitrag zu meinem Lifetime-Abo von “DC Universe Online” gesagt. Ich spiele DC Universe (leider) zur Zeit fast gar nicht. Aber das Tolle ist: Ich könnte es jederzeit spielen! Und das ist der Moment, wo sich auch mein LTA von 180 Euro gelohnt hat. Denn so freue ich mich einfach drauf, wenn meine erste Rift-Phase vorbei ist und ich wieder mehr Zeit auch für andere Spiele finde, dass auch DCUO wieder drankommen wird – das ich nach wie vor ein tolles Spiel finde. Dank des LTA läuft es mir aber nicht weg und ich muss nicht zwanghaft einloggen, damit “es sich lohnt”.

All my life

Ich habe mir das Lifetime-Abo für “DC Universe Online” zugelegt! Eigentlich wollte ich den Freimonat auskosten, aber dennoch wurde ich langsam ein wenig nervös, da ich mir nicht sicher war, wie lange SOE dieses Angebot hat. Daher habe ich mir nach recht intensivem Spielen letzte Woche und am letzten Wochenende folgende Frage gestellt: “Wenn das LTA nicht mehr möglich ist bei DC Universe Online, ärgere ich mich dann oder bin ich nur enttäuscht?”

Das war eine ungeheuer wichtige Frage und ich denke, das ist die Frage, die man sich bei sowas immer stellen sollte. Da ich nun das LTA habe, könnt ihr euch meine Antwort denken – ich wäre massiv verärgert gewesen über mich selbst. Aber sollte man überhaupt so früh so etwas abschließen, wenn man noch gar nicht absehen kann, wie das Spiel weiterlaufen wird und ob man im Endcontent Spaß haben wird und was überhaupt der Endcontent ist?

Meine Rechnung war eine ganz einfache: Das LTA kostet 180 Euro (nur für den PC erhältlich). Ein Monat kostet 13 Euro. Damit bin ich dann also nach knapp 13 Monaten auf Null raus. Das ist der Moment, in dem es sich tatsächlich finanziell gelohnt hat. Doch ich denke, das ist nur einer der Punkte, die man dabei beachten sollte.

Für mich wichtiger war folgende Überlegung: Ich habe ein Hauptspiel – Aion. Mag sein, dass das irgendwann wechselt, aber ich verwende sehr viel Zeit auf mein derzeitiges Hauptspiel. Lange Zeit war es Ultima Online, dann Neverwinter Nights, dann WoW, zwischendurch sogar mal City of Heroes und jetzt eben Aion.

Ich brauche aber immer ein Spiel nebenher, um die Distanz zu meinem Hauptspiel zu wahren, um weiterhin Spaß daran zu haben. Wenn dieses Spiel aber mit Abo-Gebühren einher kommt, dann tut das weh, denn ich muss mir jeden Monat die Frage stellen: “Lohnt es sich wirklich?” Und streng genommen “lohnt” es sich nie, wenn man ein zweites Spiel auf niederer Priorität laufen hat.

Daher ist ein LTA so toll. Ich bezahle einmal und treffe einmal die Entscheidung und muss mir danach keine Gedanken mehr darum machen. Daher habe ich damals beim LotRO-LTA zugeschlagen und jetzt auch bei DCUO. Es geht nicht darum, ob ich es ständig spiele, aber es geht darum, dass das Spiele sind, die mir gefallen, die mir Spaß machen, wenn ich aber eine monatliche Abo-Gebühr bezahlen müsste, ich vermutlich keines davon wirklich anrühren würde. So habe ich die Möglichkeit immer mal wieder und kann vollkommen sorgenfrei einloggen.

Das war übrigens auch der Punkt, der damals “City of Heroes” das Genick gebrochen hat – leider, wie ich sagen muss. Ich mag das Spiel nämlich und vor allen Dingen mochte ich die Supergruppe, in der ich war. Doch ich hatte einfach irgendwann nicht mehr die Zeit für das Spiel und CoH war zwar ein nettes Spiel, aber mir dann doch keine monatliche Abo-Gebühr wert – was sehr schade ist. Vermutlich ist das auch ein Grund, warum ich von DCUO so begeistert bin, denn es bietet mir ähnliches wie CoH, wenn auch auf andere Weise, und hier habe ich jetzt die Möglichkeit, sorgenfrei einzuloggen, egal wann ich Lust habe. Toll!

Der wichtigste Punkt für meinen Entschluss war jedoch, dass mir das Spiel Spaß machte bisher. Es gab eigentlich keinen Moment, in dem ich dachte: “Och nö” – na gut, doch, ein wenig am Anfang, weil ich mich erst auf die Steuerung einschießen musste, ich einige Interface-Sachen doof fand, den Chat immer noch reichlich dämlich finde und solche Sachen, aber das sind eben Kleinigkeiten. Im Großen und Ganzen habe ich bemerkt, dass wenn ich eingeloggt war, ich ganz schnell die Zeit vergessen habe und noch eine Mission und noch eine Mission spielen wollte. Das ist ein gutes Zeichen. Ob sich das hält? Ich weiß es nicht.

Es würde sehr lange dauern, bis es sich finanziell wirklich rentiert, das LTA abgeschlossen zu haben. Aber ich denke dennoch, dass es sich gelohnt hat – zumindest aus der Spaß-Sicht heraus. Ich persönlich bin nämlich bisher mit DCUO als “Nebenbeispiel” extrem zufrieden. Auch wenn der Charakter-Editor nicht so toll ist wie bei CoH, gefällt mir das Spiel einfach, denn es ist eine angenehme Abwechslung und das beste am Spiel: Es spielt sich konsolig und das macht es irgendwie… toll. Manche bemängeln gerade diesen Aspekt, aber ich finde: Funktioniert doch und macht Spaß. Allerdings bin ich auch begeisterter und eingefleischter Konsollero, weswegen ich da wohl noch einmal weniger Berührungsängste habe und mich besser darauf einstellen kann.

Ich habe Feuer gemacht!

Ich habe gepatcht! Unglaublich aber wahr. Und nicht nur WoW, sondern in dem Zug habe ich Herr der Ringe auch endlich mitgezogen – wenn ich denn schon den Kaspersky extra für den Mist anhalten muss.

Weiterhin bleibe ich dabei, dass es absoluter Müll ist, dass es nicht auch auf andere Weise geht. Ich werde jetzt auch erst einmal Kaspersky meinen Computer durchwühlen lassen und hoffe, dass er nichts findet. Denn WoW hat eine halbe Ewigkeit zum Patchen gebraucht (bestimmt über 10 Stunden).

Da war LotRO deutlich schneller, aber dennoch musste ich den Computer natürlich solange ungeschützt online lassen. Dafür habe ich nun diesen dämlichen Fehler 201 bei LotRO und komme nicht auf den Server. Das habe ich schon gegooglet, aber irgendwie haben die Tipps alles nichts geholfen. Keine Lust mehr.

Ein gutes Gefühl gibt mir das nicht. Da wundert man sich also, warum plötzlich Accounts “verloren” gehen, wenn noch nicht einmal dem Hersteller diese Sicherheit wichtig genug ist, sich mal mit den üblichen Anti-Viren-Programmen wie Kaspersky zusammenzusetzen. Dadurch wird der Ruf nach Sicherheit ein wenig unglaubwürdig.

Installation II – Der Tragödie zweiter Teil

Jetzt habe ich es doch noch einmal hier in Karlsruhe probiert, WoW zu installieren. Ich warf es an, bevor ich ins Bett ging und immer mal wieder, wenn ich wach wurde (das passierte heute leider recht häufig) habe ich nachgesehen, ob es klappte. Das lief auch soweit ganz gut – dauerte nur ungeheuer lang.

Ungefähr gegen 5 Uhr sah ich noch einmal nach und scheinbar war es fertig, hatte nur einen Time-Out. Vermutlich war irgendwann in der Zwischenzeit mein 24h-Disconnect gewesen. Ich klickte das Fenster weg (eine andere Möglichkeit blieb mir nicht), startete WoW noch einmal neu und es begann, erneut irgendwas runterzuladen – ich vermute, es wollte patchen.

“Wollte” ist das richtige Stichwort, denn es brach nach immer ungefähr ein Drittel ab mit den ungefähren Worten “Time-Out zum Server” – Zack, Fenster weg, egal was ich machte. Ich hatte immer so ein ungefährs Zeitfenster von einer Minute, in der ich das Fenster sehen und etwas klicken durfte. Also startete ich es immer mal wieder erneut und sah mir die Einstellungen an.

Ich überlegte, ob es etwas mit dem P2P zu tun haben könnte, stellte die Haken ein wenig anders um, um rumzuprobieren, denn dass sich das Fenster immer wieder automatisch schloss, gefiel mir nicht. Da gelang es mir, das Verhalten zu ändern! Na gut, ob ich wirklich daran schuld war, weiß ich nicht, und ob das alles so gut war auch nicht. Aber auf einmal hat es gar nicht mehr heruntergeladen, sondern mir direkt gesagt: “Patch konnte nicht heruntergeladen werden. Überprüfen sie ihre Netzwerkverbindung.” Diese schöne Meldung bekam ich jetzt jedes Mal, wenn ich WoW starten wollte und jetzt konnte ich auch gar nichts mehr and den Einstellungen ändern, weil das Fenster mit der Meldung alles überlagerte und wenn ich es wegklicken wollte, verschwand alles.

Mag sein, dass ich jetzt wieder irgendetwas falsch gemacht habe. Ist mir aber langsam auch egal. Das ist nun der zweite Rechner, auf dem ich es nicht installieren konnte und bei dem sich der Launcher als “nicht gerade kooperativ” herausstellte.

Ich weiß noch nicht einmal, ob Kaspersky daran schuld sein könnte, denn der wollte kurz zuvor wissen, ob ich dem Programm vertraue, was ich zwar nicht mache, aber dennoch habe ich es bei Kaspersky frei geklickt, denn ansonsten würde es vermutlich zu Problemen kommen. Ach, nein, die Probleme habe ich ja trotzdem. Toller Roller.

Ich weiß, der Fehler sitzt vermutlich vor dem Rechner – aber dafür ist er stinksauer, dass er überhaupt keine Ahnung hat, was genau passierte, warum es passierte und was er dagegen machen könnte.

Einmal probiere ich es noch zu installieren, habe es noch einmal angeworfen. Mal schauen, wie lange es jetzt braucht. Ich haue mich noch einmal ins Bett, die restlichen Stunden schlafen.

Edit: Ich habe mal ein wenig nachgeforscht und anscheinend liegt es wirklich an meinem Kaspersky. Haben auch noch andere das Problem mit Kaspersky? Und wieso kann man sich mit einem so üblichen Anti-Viren-Programm nicht absprechen, dass solche Probleme erst gar nicht auftreten? Denn ich habe voll Bock, mein Anti-Viren-Programm für den Patch-Vorgang auszuschalten – nicht! Ist nun nicht so, dass Kaspersky unbekannt sein sollte.