He’ll be back, right?

Heute möchte ich mit euch eine der großartigsten Film-Szenen teilen, die ich kenne. Sie ist nicht aus einer Shakespeare-Verfilmung, sie ist auch aus keinem Oskar-Film. Sie ist aus Spider-Man 2 und fängt das Superhelden-Thema so wunderbar ein, wie sowieso Spider-Man generell.

In der Szene hat Spider-Man es aufgegeben Spider-Man zu sein. Es frustriert ihn, der Buh-Mann zu sein, der sich zwar die Beine für die Menschen ausreißt, aber es gibt so viele, die ihn verteufeln und verfluchen. Das hat zu quasi einem Superhelden-Burnout geführt. Sein Körper kann es nicht mehr, denn unterbewusst will Peter Parker nicht mehr Spider-Man sein – also ist er es nicht mehr.

Nun kann er das Leben führen, das er immer wollte. Er kann einen Hot-Dog essen, während die Polizei einen Verbrecher verfolgt, er kann pünktlich zu den Aufführungen MJs kommen und sich mit ihr verabreden, ohne dass er sie sitzen lassen muss, weil gerade wieder eine Bank überfallen wird. Und dann kommt diese großartige Szene, die ihm etwas bewusst macht:

Ich zitiere den wichtigsten Teil aus dem Video hier noch einmal und er findet sich sowieso schon seit langer, langer Zeit in meinen Random-Quotations an der Blog-Seite:

“He knows a hero when he sees one. Too few characters out there, flying around like that, saving old girls like me. And Lord knows, kids like Henry need a hero. Courageous, self-sacrificing people. Setting examples for all of us. Everybody loves a hero. People line up for them, cheer them, scream their names. And years later, they’ll tell how they stood in the rain for hours just to get a glimpse of the one who taught them how to hold on a second longer. I believe there’s a hero in all of us, that keeps us honest, gives us strength, makes us noble, and finally allows us to die with pride, even though sometimes we have to be steady, and give up the thing we want the most. Even our dreams.”

Das ist ein Monolog, der mich rührt und der mir tatsächlich immer wieder Kraft gibt, denn diese Momente kenne ich nur zu gut. Wo man denkt: Ich habe doch genug gemacht, ich habe genug riskiert und ich bekomme dennoch immer wieder auf die Schnauze. Wieso kann ich nicht einfach sagen „nicht mein Problem?“ Wieso? Wieso muss man ständig Schläge einstecken? Für Andere? Wieso fängt man sie ab, wenn es keiner dankt? Wenn alles, was man von manchen bekommt, nur wieder ein Tritt ist? Wieso? Ganz einfach: „With great power comes great responsibility. This is my gift, my curse…

Ich weiß, dass viele Batman viel cooler finden als Spider-Man, aber genau in diesem Punkt liegt begründet, warum Spider-Man für mich der beste Superheld ist – denn er ist der menschlichste. Das Superhelden-Genre sollte nämlich nie ein Genre über Supermänner sein, die keine Schwächen haben, sondern über Menschen, die über sich hinauswachsen können. Das ist doch, was einen Held ausmacht? Und das hat Sam Raimi überaus einzigartig von den Comics in den Film gerettet.

In diesem Zusammenhang will ich auch noch einmal auf einen alten Blog-Eintrag von mir hinweisen zum Ende der Heroes-Staffel 3.1: „It’s the choices that make us what we are, and we can always choose to do what’s right„. Das war übrigens auch ein Spider-Man-Zitat, auch wenn es für einen Heroes-Artikel benutzt wurde. Ihr kennt diese Eigenart vermutlich von mir mittlerweile beim Bloggen, dass ich gerne Zitate oder Anspielungen in meine Titel packe. Hört euch den Link dort bitte noch einmal an, gerade vor dem Hintergrund hier.

Ein Held kommt immer zurück, aber um ein Held zu sein, muss er erst fallen. Wieso? Damit er wieder aufstehen kann.