Prince within

Gestern habe ich auch schon recht intensiv das neue „Prince of Persia“ gespielt – nicht das ganz neue, sondern das „alte Neue„. Spielt sich sehr nett, auch wenn es leicht anders ist wie die vorherigen Teile. Die „Sands of Time“-Trilogie war ja mit „Two Thrones“ abgeschlossen und dieses „Prince of Persia“ beginnt wieder von neuem.

Die Steuerung ist leicht anders und ungewohnt. Am Anfang wirkte es auf mich so: „Uh, man muss für alles jetzt X drücken – wie langweilig.“ Nach einiger Zeit wurde es dann aber auf andere Weise komplexer, da man zwar nun für einige Sachen nur noch X drücken musste, für die man vorher unterschiedliche Knöpfe brauchte, dafür kann man sich nun mit anderen Tasten an der Decke entlang hangeln, muss seine Partnerin herbeirufen, damit man weitere Sprünge bekommt etc. Insgesamt ist es also nicht unbedingt weniger komplex – nur anders.

Die Graphik ist auch ein wenig eigen und anfangs überlegte ich, ob mir das wirklich gefällt. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase funktioniert sie aber recht gut. Insgesamt wird der märchenhafte Stil ganz gut dadurch unterstützt.

Richtig toll und der absolute Bonus-Punkt dieses Teils sind allerdings der Prinz und die Dialoge mit seiner „Gefährtin“. Großartige, schlagfertige Sprüche und witzige Dialoge zwischen der Prinzessin und dem „dahergelaufenen Dieb“ – das macht extrem Laune und das Knisten zwischen den beiden gefällt mir auch außerordentlich gut. Ebenso wie die Musik äußerst stimmungsvoll ist und so vieles in den Animationen wirklich liebevoll ist.

Das Spiel ist deutlich weniger kampflastig als die anderen Teile und eindeutig mehr auf Jump&Run auslegt – was nicht schlecht ist, aber doch ein wenig verwundert, nachdem die vorherigen Teile doch eine gesunde Mischung hatten. Bisher lassen sich die Kämpfe an zwei Händen abzählen und es fühlt sich nicht an, als ob es mehr werden würde. Dafür gefallen mir die Jump&Run-Einlagen sehr gut mir Rutschbahnen und waghalsigen Klettertouren.

Sicherlich ist es kein absoluter Reißer, aber mir macht es Laune, besonders da der böse Gott „Ahriman“ mit seiner überall anwesenden Dunkelheit etwas zutiefst Cthuloides hat. Für 20 Euro habe ich da definitiv nichts falsch gemacht.