The Last Stand

Vorhin war die Götterfestung angreifbar und natürlich haben die Asmodier alles aufgefahren, was sie hatten. Unsere Ausgangslage war denkbar schlecht, denn es war uns nicht gelungen, eine der inneren Festungen an den Tagen zuvor einzunehmen. Trotzdem wurde ab 20 Uhr alles mobilisiert.

Ich hatte ein mieses Gefühl und auch ein wenig Angst, denn wenn wir die Götterfestung verlieren sollten, würde uns das wieder um Wochen in der Motivation zurückwerfen – mich nicht, aber leider viel zu viele Elyos. Daher war dieser Angriff so ungeheuer wichtig.

Leider wurde er bereits ab Raid-Einladung sabotiert von diversen Leuten, die im 3er versucht haben, Stimmung zu machen und die Leute dazu aufriefen, sich nicht zu beteiligen. Ich sah uns schon mit zu wenig Leuten von einer Masse aus roten Karos überrannt. Dann wurde auch noch unser Teamspeak abgeschossen und wir mussten erst ein neues organisieren.

Stetig stieg jedoch die Zahl und ab 21 Uhr begannen die ersten Stellungskämpfe um wichtige Positionen und Artefakte. Zuerst wurden wir aufgerieben an „Flammende Hölle“ , doch sammelten wir uns erneut und versuchten dann, andere Artefakte zu halten. Mein Trupp kämpfte sicherlich eine geschlagene halbe Stunde gegen eine gefühlte Übermacht von Asmodiern an der Krotan-Festung, um das Artefakt „Schrei des Blutes“ zu halten. Sie umkreisten uns und wir standen auf dem Artefakt und mussten in alle Himmelsrichtungen kämpfen. Doch wir standen!

Ich konnte es wirklich nicht fassen. Wie war es uns gelungen, da wirklich zu überleben? Sie waren alle um uns herum und im Teamspeak kamen ständig Motivationsansagen vom Raidleiter und unserer Channel-Leiterin: „Weiter kämpfen! Ihr macht das gut! Wir spielen auf Zeit! Das sieht sehr gut aus!“ Es war unglaublich, was für ein Gemetzel das war und dass es den Asmodiern nicht gelang, uns von dem Artefakt runter zu holen eine geschlagene halbe Stunde lang. Schließlich mussten jedoch auch wir weichen.

Der Kampf verlagerte sich und wir stießen zu den anderen Allianzen und versuchten, durch den Flaschenhals im Auge von Reshante durch zu kommen, denn was wir bei der Einnahme der Götterfestung praktizierten, hatten nun die Asmodier übernommen. Wir wurden zurückgeschlagen und versuchten aber immer wieder, durch zu kommen und die Kisks der Asmodier zu zerstören – doch es waren zu viele.

Schließlich stürmten die Asmodier doch in die Götterfestung, nachdem es ihnen gelungen war, die Tore zu zerstören und standen am Wächtergott. Wir versuchten, einige Artefakte zurück zu holen und dann ging es in die Götterfestung selbst, um unserem Wächtergott beizustehen – wenn der fällt, dann würde die Götterfestung den Asmodiern gehören.

Erneut spielten wir alle Karten aus – Schutzrollen auf den Wächtergott, stationäre Kanonen aufgestellt, Langzeit-Skills rausgehauen und siehe da: Es lichtete sich! Der Wächtergott war knapp unter 50% und da konnten wir die Asmodier aufhalten! Von da an drängten wir sie zurück und unsere Heiler kümmerten sich um den Wächtergott. Die Asmodier rannten immer wieder gegen unsere neu organisierte Verteidigung an, doch wir hatten uns gefunden und wir hatten uns in den Eingang der Götterfestung verbissen – an uns konnte man nicht vorbei!

Die Asmodier kämpften einen aussichtslosen Kampf und wir standen einfach wie ein Fels in der Brandung. Wo waren auf einmal all die Elyos her gekommen? Am Anfang dachte ich doch noch, dass wir kaum Beteiligung haben! Doch es waren unzählige Elyos um mich herum und zusammen gelang es uns, sowohl den Wächtergott hoch zu heilen, als auch die Asmodier rauszudrücken. Wir haben gewonnen! Das war ein so wichtiger Sieg für die Moral!

Natürlich ist es noch nicht ausgestanden und viel kann noch schief gehen die letzten Tage. Aber aus psychologischer Sicht war das heute ungeheuer wichtig. Ich habe schließlich auch die Götterfestung wieder in den Händen der Asmodier gesehen, um so glücklicher bin ich, unrecht gehabt zu haben. Endlich kann ich wieder stolz auf unsere Elyos sein – wir können es eben doch noch!

Was für ein Kampf! Ich habe an diesem Abend 10000 AP gemacht und über 2000 Kills gemacht. Das war – episch!

One thought on “The Last Stand

  1. Das Nadelöhr „Auge von Reshanta“ ist keins. Man kann auch durch „die Oberfläche der Sonne“ fliegen, wenn man weiß wie. Ich sage nur Taiga-Töter. Ach Moment, Du spielst ja Hautkrebs-Elyos… tschja… schade :)

    (ich muss gestehen, ich weiß nicht, ob es den Tital auch bei Elyos gibt, aber sollte doch wenigstens etwas vergleichbares geben)

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