Deadly Shadows

Ich bin vollkommen im Bann von „Assassin’s Creed 2“, denn es ist weitaus komplexer, als ich ursprünglich dachte. Bisher war ich noch nicht einmal so richtig aus dem Tutorial draußen, wie mir immer mehr auffällt. Es kommen immer mehr Sachen vom Spiel dazu, die ich vorher nicht mitbekommen habe – wie das Freischalten von Altairs Rüstung oder der Aufbau der Villa.

AC2 ist ein ungeheuer großes Spiel, wie mir scheint, denn ich habe mich bereits so im Tutorial verfangen und in kleinere Entdeckungs-Sachen verbissen, dass ich beim letzten Spielen das „Spiel an sich“ gar nicht bemerkt habe. Ich war nie aus Florenz herausgekommen und habe mich im Schatz entdecken, Leute bestehlen und assissinieren (tolles Wort, oder?) verloren.

Die Spielmechaniken sind toll, denn die Attentate können auf so viele unterschiedliche Weise und richtig heimlich gemacht werden, aus einem Heuhaufen oder von der Wand herunter, aber auch mit Kurtisanen kann man Wachen ablenken oder sich unter größere Menschengruppen mischen, um nicht aufzufallen, dass ich mich so häufig an den Ego-Schleicher „Dark Project“ erinnert fühle, der mich damals absolut beeindruckt hat.

An manchen Stellen erinnert es mich sogar an meine geliebte „Prince of Persia“-Reihe, wenn man sich gar nicht verstecken muss, sondern schwindelerregende Höhen erklimmt, Schalter findet und betätigt – solche „Kletter-Rätsel“ lösen. Ich habe da zumindest derzeit meinen offline-Spaß und freue mich daher richtig auf meinen Urlaub, wenn ich mich ganz AC2 widmen kann. Je mehr ich es spiele, desto besser gefällt es mir. Das Tutorial halte ich aber nach wie vor für ungeheuren Müll, denn es erklärt ungeheuer schlecht und führt den Spieler kaum ein.