Jamas Tipp: Stardust

Dies ist einer der unterschätztesten Filme, die mir bisher untergekommen sind und leider ist er irgendwie untergegangen, dabei hat er bekannte Schauspieler und einen der besten Schreiber unserer Zeit: Neil Gaiman. Während „Chroniken von Narnia“ und das alles ganz nett anzusehen ist und ich den „Goldenen Kompass“ gar nicht so fürchterlich wie alle finde, ist „Stardust“ für mich der beste Fantasy-Film seit den „Herr der Ringe“-Filmen. Er ist witzig, er ist ideenreich, er ist verträumt, er ist spannend und so überaus romantisch. Ich liebe diesen Film.

Der Film dreht sich um den jungen Tristan, einen Träumer, der seiner eingebildeten Angebeteten verspricht, einen Stern vom Himmel zu holen. Sie lacht, doch was macht er? Er probiert es. Und auf dieser Reise, um den Stern zu ihr zu bringen, findet er sich selbst und wird vom verträumten Jünglich zum verantwortungsvollen Helden – eine „coming of age“-Geschichte, locker und leicht und phantasiereich erzählt.

Wenn ihr ihn noch nicht gesehen habt und wenn ihr Fantasy-Filme mögt, bitte seht ihn euch an. Ich verstehe nicht, warum viele Leute, die das Fantasy-Genre mögen, diesen Film nicht bemerkt haben. Es gibt so wunderbare Zitate, die Charaktere sind so toll und die Szenen sind einfach großartig und bildgewaltig – aber dennoch nicht übertrieben. Der Film ist deutlich bodenständiger als viele Fantasy-Filme unserer Zeit, auch wenn man natürlich merkt, wie das verträumte Buch von Neil Gaiman doch mit Effekten aufgemotzt wurde. Meiner Ansicht nach allerdings nicht zum Selbstzweck, sondern um die wunderschöne Geschichte zu unterstützen.

Warum ich euch diesen Film gerade jetzt empfehle? Es ist ein wunderbarer Film für die Weihnachtszeit – vertraut mir einfach. Ich werde jedenfalls während meinem Urlaub meine Frau dazu überreden, den mal wieder zu schauen; und wenn sie nicht will, dann schaue ich mir den eben alleine an! Jawohl! Aber ich glaube, da gegen den Film hat sie nichts.

Was aber auch sehr schön den Film einfängt, ist das wunderschöne Lied von „Take That“ dazu: „Rule the world“. Ich wusste ursprünglich nicht, dass es von „Take That“ ist. Ich saß im Kino und war noch ganz gerührt und mitgenommen von dem wunderschönen Film als der Abspann kam und dieses Lied erklang und es passte so sehr, dass bei mir eine Gänsehaut enstanden war.

Leider gibt es auf YouTube nicht den richtigen Musik-Clip, daher verlinke ich ihn nicht. Ein Video langt ja auch eigentlich, aber wenn ihr den Film seht und dann der Abspann erscheint und die Musik im Hintergrund, dann denke ich, wisst ihr genau, was ich meine und wie ich im Kinosessel förmlich zerschmolzen bin.