Erinnert sich noch jemand an… Aztec Challenge?

Heute will ich einmal mit dem Vorurteil aufräumen, dass früher die Spiele toller und vor allen Dingen schwerer waren. Es folgt ein Spiel, an dem ich früher stundenlang gesessen habe: „Aztec Challenge“. Ein sehr frustrierendes Spiel mit jeder Menge kleiner Mini-Games, die man nacheinander durchspielen musste.

Legendär war das sprichwörtliche Spießrutenlaufen am Anfang. Man läuft auf eine Pyramide zu, während links und rechts fiese Leute mit Speeren noch einem werfen. Je nachdem, auf welcher Höhe er sich befindet, muss man mit dem Joystick eine Bewegung ausführen: Bei einem hohen Speer muss man sich ducken, bei einem niedrigen Speer springen – und das alles rechtzeitig. Ist es zu spät, darf man noch einmal von vorne anfangen.

Fragt mich nicht, warum, aber ich habe dieses Spiel wirklich ewig gespielt. Ich glaube, das war der kleine Beißer in mir, der sich dachte: „Dieses verdammte Spiel schaffe ich!“ – natürlich in eher kleiner, knuddeliger Form, denn damals war ich doch noch in einem recht zarten Alter und noch ein ganzes Stückchen naiver und idealistischer als heute.

Aber was passierte, als ich vor ein paar Jahren dieses Spiel wieder mit einem C64-Emulator ausgepackt hatte? Ich hatte es in knapp einer halben Stunde durchgespielt. Wofür ich früher Wochen gebraucht habe, gelang mir nun ohne Übung in unter einer Stunde. Das ist für mich einmal wieder eine Bestätigung meiner These: Früher waren Spiele nicht schwerer, sondern wir nur schlechter.