Ritt der Walküren

Zur Zeit spiele ich „Valkyria Chronicles“ als kleine Abwechslung bevor ich mich an „Assassin’s Creed: Brotherhood“ wage – denn ich vermute, dass AC einmal wieder sehr zeitintensiv ist und ich brauche zwischendurch immer mal etwas Anderes.

Valkyria Chronicles ist dafür auch ganz anders: Ein (fast) rundenbasiertes Strategiespiel mit Action- und Rollenspiel-Elementen. Um es kurz zu umreißen, wieso da ein „fast“ steht und was diese Elemente sind: Man hat eine bestimmte Anzahl an eigenen Zügen pro Phase, in denen man eine seiner Einheiten auswählen kann. Wählt man sie aus, geht man in den Charaktermodus und steuert die Figur über das Schlachtfeld in Echtzeit. Während man sie steuert, kann man beschossen werden, Deckung suchen, die Gegend auskundschaften etc. Man hat mit dieser Figur nur eine begrenzte Anzahl an Aktionspunkten und kann auch nur einmal angreifen pro Zug.

Die Rollenspiel-Elemente sind das Leveln der Einheiten und auch einige Vorteile mancher Charaktere, denn nicht jeder Charakter kann mit jedem anderen gleich gut und manche Charaktere mögen sich so sehr, dass sie perfekt miteinander spielen. Da muss man also abwägen und ein wenig taktieren – auf typisch asiatische Weise. Bisher ist das alles sehr kurzweilig, nicht zu leicht, aber auch nicht frustrierend schwer, so dass es genau das Richtige für meinen Urlaub ist.

Hinzu kommt noch eine schön epische Musik und eine ganz nette Geschichte in einer alternativen Realität, die leicht steampunkig angehaucht ist. Die Story ist nicht innovativ: Ein kleines, neutrales Land wird in den europäischen Krieg mit reingezogen, wodurch eine David-gegen-Goliath-Situation entsteht. Man verfolgt die Geschichte aus dem Blickwinkel einer kleinen Truppe, die sich mehr durch Zufall findet und in der Miliz versucht, den übermächtigen Gegner zurückzuschlagen.

Natürlich habe ich auch schon meine Lieblingscharaktere gefunden und der Anfang ließ es mir (einmal wieder) eiskalt den Rücken runterlaufen und hatte mich dann auch gleich gefangen genommen. Die Optik ist im Manga-Stil mit Cell-Shading gefasst – wer mit sowas also nichts anfangen kann, Finger weg. Allen Anderen dürfte es gefallen.

Es macht bisher extrem Laune und ist eine angenehme Abwechslung bei meinen bisherigen PS3-Spielen.