Schatten der Leidenschaft

Hin und wieder überlege ich, ob ich nicht zu viel motze oder meckere. Dennoch geht es mir eigentlich selten darum, einfach irgendwo drauf zu schlagen. Ich bin mit Leidenschaft bei den Spielen dabei, die ich spiele – sonst würde ich sie nicht spielen. Ich bin ein großer Verfechter von Spielspaß in Spielen und vertrete die These, dass viele Spieler sich viele Spiele selbst kaputt machen. Vermutlich mache ich mir manchmal auch ein wenig kaputt, aber bin zumindest selbstreflektiv genug, um das wenigstens irgendwann zu erkennen.

Ich versuche mich dann häufig am Riemen zu reißen und zu zeigen und sagen, was mir Spaß macht, wenn ich merke, dass ich mal wieder ein paar Wochen möppelnd durch meinen Blog mich getippt habe. Manchmal müssen diese Sachen aber auch einfach raus und ich denke, dass ich trotz aller Meckerei durchaus eine gewisse Fairness an den Tag lege – und auch nicht alles vollkommen schwarz sehe.

Leider ist es aber auch so, dass man solche Meckereien eher wahrnimmt, als Anderes. Denn wenn ich so meine letzten Blog-Beiträge durchschaue, habe ich nicht den Eindruck, dass ich täglich möppelte. Sondern auch häufig Beiträge habe, in denen dieses „hey, das ist so cool“ drin ist. Da denke ich mir dann aber wiederum, wenn ich meine Lobeshymnen auf beispielsweise „Valkyria Chronicles“ der letzten Zeit lese oder auf „Chuck“, ob nicht das auch zu viel ist. Aber wieso sollte ich etwas zurückhalten, das ich denke? Häufiger sind aber meine Beiträge eher beides. Wieso auch nicht? Mal gefällt mir etwas, mal gefällt es mir nicht und dieses Blog dreht sich eben um das, was irgendwas in mir auslöst – kein Themenblog, kein Newsblog.

Ich schreibe immerhin über Sachen, die mich bewegen und selten bewegt mich etwas, das „so lala“ ist. Darüber schreibe ich auch mal, aber einerseits ist das langweilig zu lesen, aber auch sehr langweilig zu schreiben. Daher halte ich mich natürlich an Sachen, die mich entweder stören oder die ich toll finde. Das ist ganz normal, denke ich.

Gerade nach dem Blog-Beitrag gestern kam ich nur ins Grübeln, ob das nicht zu negativ oder zu möppelnd war. Aber das liegt dann eben auch an der Leidenschaft, mit der ich da bei der Sache bin. Aion ist ein Spiel, das mir sehr viel Spaß macht und mich ärgert es und regt es auf, wenn Andere es kaputt machen. Ich denke, auch das ist normal. Irgendwie wäre es schade, wenn man nicht mehr mit Leidenschaft bei seinen Hobbys wäre, oder?

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