Da stehe ich heute morgen im Bad, gerade frisch geduscht und was passiert? Hatschi! Hatschi! Hatschi! Und es wollte nicht mehr aufhören.
Zwar fühle ich mich schon seit ein paar Wochen wieder heuschnupfig, aber jetzt scheint es so richtig anzufangen, denn das war der erste richtige Nies-Anfall, den ich dieses Jahr hatte. Dann willkommen, du blöde Heuschnupfenzeit. Ich verfluche dich bis in alle Ewigkeit!
Wobei ich ganz besonders die Hautärztin verfluchte, die zu uns sagte, als wir dort waren, um uns desensibilisieren zu lassen (auch gegen Katzen): „Nein, da will ich nichts machen. Sie haben so viele Allergien, das kann nur nach hinten losgehen und solange keine massive Lebensbeeinträchtigung vorliegt, sollte man da nichts anrühren. Ich will sie nicht desensibilisieren.“
Na, da wird man doch mal nachdenklich, ob wir nicht doch diese dubiose homöpathisch-esoterische Methode ausprobieren sollten, die uns ein mit meinen Schwiegereltern befreundetes Paar in der Türkei nahegelegt hat. Mir haben sich die Nackenhaare aufgestellt, als ich gehört habe, was einem da für ein Unsinn verkauft wird. Aber wenn einem die Schulmedizin nicht helfen will, vielleicht sollten wir das doch mal probieren. Oder Akupunktur… aber Nadeln und dann auch noch viele? Ich weiß nicht.
Ich glaube, bevor ich zum Spar-Voodoo griffe, versuchte ich erst noch einen anderen Arzt. Eine Ärztetour ist zwar zermürbend, aber auf eine zweite Meinung ließe ich es mindestens ankommen.
Ich weiß zwar nicht, ob es bei Heuschnupfen passt, aber ich sage es trotzdem: Gute Besserung.
Stimmt grundsätzlich schon. Nur dass die gute Ärztin uns durch ihre Diagnose mehr oder weniger gesagt hat: „Wenn sie es woanders probieren wollen, machen sie es. Aber es könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit schief gehen und nur noch schlimmer werden.“ Dadurch hat sie natürlich noch mehr Angst gemacht und die Motivation auf weitere Arztbesuche in den Keller getrieben.
Ganz davon ab, dass es sowieso fragwürdig ist (finde ich zumindest), wenn man solange den Arzt wechselt, bis einem die Diagnose passt. Dann kann man auch gleich selbst das diagnostizieren, was einem passt.
Das Problem ist zusätzlich noch, dass meine Zeit durch die dämliche Wochenend-Pendelei natürlich noch weniger auf so eine Ärztetour ausgelegt ist, als so schon. Das macht man ja schon bereits ungerne aus Zeitgründen, wenn man nur einen Wohnsitz hat und die auch die Woche über die zu Hause ist. Bei mir, wo ich dann auch noch das mit meiner Frau über 140km koordinieren müsste, ist das dann nochmal zusätzlich dämlich.
Ach, das ist einfach ein Kreuz. Wahrscheinlich heißt es daher wohl sowieso auf Dauer einfach: „Aussitzen.“ Denn das teilweise horrende Geld für Voodoo oder Uri-Geller-Methoden ausgeben? Ich weiß nicht…
Ich bringe am Wochenende einfach ein paar Nadeln mit und piekse dich. Ganz umsonst. Ehrlich.
Brauchst nicht mal welche mitbringen. Hab ne Menge Stecknadeln… irgendwo.
Ich glaube, ich bin am Samstag doch nicht da. Ich muss… mir dringend irgendwo draußen die Schuhe zubinden – oder so. ;)
Klar, klar. Ich kenne das selbst, bei mir sind Arztbesuche zur Zeit einfach so verdammt unpraktisch, dass ich wahrscheinlich an irgendeiner total harmlosen Sache elend verenden werde.
Allerdings gibt’s die Voodoo-Methoden auch nur bei einem Arzt oder so, da kann man es dann auch auf eine zweite Meinung ankommen lassen (wohlgemerkt, nicht auf beliebig viele weitere, das wäre wirklich seltsam).
*Eigentlich* sollte der ganze Voodoo-Kram aber sowieso über den Placebo-Effekt funktionieren. Das heißt, dass man auf Nadeln verzichten kann, und eigentlich sollte sich mal jemand die Mühe machen, rauszufinden, ob man sich so etwas nicht online beschaffen kann.
Idealerweise ginge man dann nicht zum Reiki-Akupunktur-Bachblüten-Typie, sondern holte sich das beim nächsten Raid einfach mit ab. Wenn ich das richtig verstehe, könnte das sogar klappen, und es wäre deutlich attraktiver.
Für Placebo bin ich total offen. Solange es wirkt, ist es mir vollkommen wurscht, ob es das eigentlich darf oder nicht und ob ich mir einbilde, dass es hilft. :)
Genau! Und da alles darauf hindeutet, dass alle Placebos gleich gut wirken (und das ist kein Euphemismus für „nicht“), meine ich, dass man sich das angenehmste raussuchen sollte.