Find the crack

Wir sind am Wochenende mit der 2. Staffel von „Fringe“ fertig geworden. Während der Cliffhanger am Ende der 1. Staffel zwar interessant, aber aushaltbar war, finde ich den von der 2. Staffel sehr fies. Nicht, dass ich ihn nicht habe kommen sehen, denn ich habe genau so etwas vermutet, aber… ich will, dass es aufgelöst wird!

Zumindest die Charakterbeziehungssache, die ich vor kurzem bejammert hatte, wurde einigermaßen aufgelöst – wenn auch natürlich nicht vollständig. Zum Glück, denn so bleibt noch genug Spannung drin, um die Charakterkonstellationen interessant zu halten. Auch in den letzten Folgen dreht es sich allerdings hauptsächlich um genau diese Charaktere und nicht (ich betone: nicht!) um den Plot.

Was mich so ungeheuer gefesselt hat, waren die Beziehungen der Charaktere untereinander, die Eigenheiten der Charaktere, die kleinen und größeren persönlichen Probleme und wie die Charaktere damit umgehen. Ja, natürlich gibt es einmal wieder Meta-Plot, aber das ist für mich wirklich nur der Hintergrund, vor dem das wirkliche Finale der 2. Staffel sich abspielte: Wie reagiert welcher Charakter?

Von daher kann ich die 3. Staffel kaum erwarten. Zwar mag ich alle Charaktere von „Fringe“, aber dass ausgerechnet dieser Charakter in so einer Lage nun ist? Das hat mich wirklich frustriert. Andererseits hat das so viel tolles Potenzial. Da freue ich mich echt drauf, denn wenn das aufgelöst wird… da verspreche ich mir so einiges davon.

„Fringe“ ist einfach eine tolle Serie, die ich jedem wirklich nur ans Herz legen kann, wenn er toll geschriebene Charaktere, Charakterdrama und Mystery-Serien mag. Wobei ich da wirklich noch einmal betonen will, dass die Serie – zumindest für mich – hauptsächlich in den ersten beiden Punkten besticht und es daher so viel mehr als „Akte X“ ist und sowieso eigentlich ganz anders, dass der Vergleich kaum zählt.

Außerdem ist die Serie einfach so toll verspielt und nimmt sich zwar so ernst, dass sie einfach episch ist, aber andererseits können sie auch über sich selbst lachen und sind einfach natürlich. Daher will ich an dieser Stelle ein besonderes Intro einer Folge zeigen, ohne zu spoilen. Um es aber zu verstehen, sollte ich sagen, dass diese Folge hauptsächlich in der Retrospektive gezeigt wird und in den 80ern spielt. Ich denke, dass das nicht all zu viel verrät. Aber so könnt ihr vielleicht verstehen, was ich mit dem „toll verspielt“ meine – und dennoch so tief!

Zuerst das klassische Opening:

Und hier das besondere aus der Folge „Peter“:

Ich liebe dieses Musikstück des Openings einfach. Vergleicht bitte auch mal bei den beiden Openings die Textfragmente, die eingeblendet werden. So schlicht und dennoch so episch.