Sing a song

Es gibt schon manche ziemlich skurrile Sachen, die man im Netz finden kann. Unter anderem das Star-Wars-Musical, auf das mich meine Frau aufmerksam gemacht hat. Ich habe es mir nicht komplett angesehen, denn die Tonqualität ist leider recht schlecht. Aber trotzdem gab es eine Sache, die ich ungeheuer witzig und großartig fand.

Ihr findet sie in diesem Video ab: 2:45 – zur Erklärung, es ist die Stelle, an der Commander Tarkin Prinzessin Leia damit droht, ihren Heimatplaneten zu vernichten.

Wer die Parallele nicht erkennt, dem wird nach dem Spoiler-Cut vermutlich ein Licht aufgehen.

Spoiler-Cut!

We learn from failure, not from success!

Als Pausenverkürzung auf das grandiose „Castlevania: Lords of Shadow“ auf meiner PS3 habe ich mir damals für mein NintendoDS „Castlevania: Order of Ecclesia“ geholt. Allerdings kam es dann doch ganz anders, denn ich hatte es zwar angespielt und irgendwie hatte es was, aber es war einfach zu schwer! Ich fand keinen Zugang und zusätzlich nervte mich, dass es keine Steuerung über den Stylus gab.

Kann mir das eigentlich mal jemand verraten, wieso man Spiele für das NintendoDS macht und dann auf teilweise wirklich unangenehme Handkrampf-Steuerung setzt anstatt die eleganten Möglichkeiten des NintendoDS mit dem Stylus zu nutzen? Ist mir ein Rätsel. Auch wenn die Steuerung von „Order of Ecclesia“ nicht ganz so verkorkst ist, wie bei „Assassin’s Creed: Discovery“ hatte ich durchaus Momente, an denen mir einfach die Hände schmerzten von merkwürdigen Verrenkungen, die ich damit gemacht habe – und mein armer Daumen!

Ich glaube, mein rechter Daumen ist sowieso ein Zockerheld, der irgendwann einen ruhmvollen Tod sterben wird, aber er hat mich schon so häufig in kniffligen Spielesituationen gerettet, selbst wenn er kurzzeitigen Schmerz ausgesetzt war. Aber was ihn nicht umbringt, macht ihn nur stärker!

Zurück zum Thema, „Castlevania: Order of Ecclesia“: Die Türkei war der Ort, an dem ich dem Spiel noch einmal eine Chance gegeben habe und nach kurzem erneuten Zocken wusste ich wieder, warum ich es bei Seite gelegt hatte. Doch in der Türkei hatte ich die Zeit und Muße und auch den Ehrgeiz, mich auf das Spiel einzuschießen.

In diesem Castlevania kommt man gleich zu Anfang in ein Dorf, dessen Dorfbewohner entführt wurden. Im Laufe des Spiels kann man diese wiederfinden und damit Quests freischalten, die einem bei der Erfüllung Belohnungen geben. Ein paar der Quests sind ganz nett, bei denen man Monster oder Orte fotografieren oder zeichnen muss. Ein paar sind einfach simples Besorgen von Items und manchmal ist das extrem nervig, wenn man sich fragt, bei welchem Mob welches Item droppt.

Gleich vorweg sollte ich sagen, dass ich die Optik mal wieder sehr gelungen und stimmungsvoll finde und ich habe mehr als einmal einfach nur dagesessen, mein NintendoDS angemacht und das schöne Opening mit der heroischen Musik mir angesehen. Oh ja, die Musik! Das ist nun kein Meilenstein und deutlich hinter vielen anderen Openings, aber ich finde, das hat einfach etwas Episches und das gefällt mir ungeheuer gut:

Wer ein schweres und herausforderndes Spiel auf dem DS zocken will, der sollte es sich holen. Es ist mittlerweile wirklich günstig und meiner Ansicht nach eine absolute Herausforderung. Die Bosskämpfe gehören mit zu den härtesten Dingern, die ich seit langem erlebt habe und manche waren nur mit Glück zu überstehen. Wobei ich auch keinen Walkthrough zur Hand hatte, so dass ich alles selbst herausfinden musste und vielleicht habe ich ein paar Kniffe bei den Bossen nicht verstanden.

Es ist ein durchaus klassisches Castlevania und macht demzufolge Spaß, wenn man allgemein mit der Reihe etwas anfangen kann. Für mich war Castlevania ja immer eine der großen Videospielreihen, die ich früher selbst nie spielen konnte, sondern immer nur die Testberichte in der Powerplay verfolgt habe, weil ich keine Konsole hatte.

Angenehm von der Story ist, dass man mal ausnahmsweise kein Mitglied des Belmont-Clans spielt – und dann auch noch eine Frau! Also genau mein Spiel, auch wenn es natürlich wieder in gewisser Weise gegen Drakula geht. Allerdings muss ich sagen, dass ich es nur glaube, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich das Spiel durch habe oder nicht.

France has more need of me than I have need of France

Ich spiele immer noch Rift und das sehr begeistert – und ich habe jede Menge zu tun. Dank RP-Server komme ich momentan kaum dazu, Twinks zu leveln oder mich mal wirklich um die Experten-Instanzen, -Risse oder Kriegsfronten zu kümmern. Denn wir haben zur Zeit wirklich ständig im RP was zu tun, hier ein Plot, da ein Termin, da Diplomatiegespräche und so weiter.

Trotzdem ist es irgendwie schade, dass die Zusammenlegung der Server-Pools meinen Spielspaß in den Kriegsfronten sehr getrübt haben und leider sieht es auch zur Zeit nicht aus, als ob das geändert werden würde. Worum geht es? Die Server-Pools wurden zusammengelegt, um schnellere Eintritte in die Kriegsfronten zu ermöglichen. Doch leider wurden nicht mehrere deutsche Server zusammengelegt, sondern die bisherigen deutschen Pools wurden wahlweise mit englischen oder französischen Servern aufgestockt.

Für mich auf Akala bedeutet das, dass ich mit Franzosen in Kriegsfronten bin. Das ist an sich nicht schlimm, mein Problem ist nur, dass ich kein Französisch kann. Nein, nicht so, wie es viele sagen, dass man es zwar in der Schule hatte, aber immer schlecht war. Ich kann es tatsächlich nicht – gar nicht. Denn ich hatte es nicht in der Schule. Ich hatte in der zweiten Fremdsprache Latein und als dritte Fremdsprache Spanisch. Ich wollte Französisch als dritte Fremdsprache nehmen, durfte aber nicht, weil es nur noch zwei weitere aus meiner Jahrgangsstufe gab und da hat die Schule gesagt: „Nö, gibt’s nicht. Wenn ihr eine dritte Fremdsprache wollt, nehmt halt Spanisch.“

Daher verstehe ich kein Wort – so richtig gar nicht. Zwar hilft mir mein Latein hin und wieder und auch Englisch und Spanisch, aber Französisch ist leider so entfremdet von diesen Sprachen, dass ich da mehr schlecht als recht raten kann. Denn leider ist es so eine Eigenart der Franzosen in den Kriegsfronten in Rift, nur Französisch zu reden. Sogar Bitten darum, auf Englisch zu reden, weil man das Französisch einfach nicht versteht, wird normalerweise auf Französisch weiter geredet, manchmal sogar geflamed (soweit kann ich mir das noch zusammenreimen) und manchmal sogar auf Englisch geflamed – das sogar aber seltener.

Jetzt heißt es, dass man sich da nicht so anstellen soll, denn in Kriegsfronten wird sowieso kaum geredet. Das stimmt, aber jetzt ist es unmöglich geworden, dort sich abzusprechen. Außerdem habe ich mehr als einmal mitbekommen, dass kurze und schnelle Absprachen über Sieg oder Niederlage entschieden haben. Das geht jetzt alles nicht mehr, weil die Franzosen weiterhin nur Französisch reden – ein paar wenige löbliche Ausnahmen natürlich abgesehen.

Das erzeugt bei mir Frust, denn ich will meine Mitspieler auch in Kriegsfronten nicht als irgendwelche NSCs. Ich will da mit Menschen spielen! Daher spiele ich ein MMO! Aber dank dieser Zusammenlegung ist es fast, als ob ich da einfach mit computergesteuerten NSCs spiele, die meist eine komische KI haben. Mir macht das keinen Spaß, weswegen ich die Kriegsfronten zur Zeit sehr sporadisch aufsuche.

Sehr schade, denn mir hat das PvP in den Kriegsfronten sehr gut gefallen, weil es immer mal was Schnelles für zwischendurch war und nette Abwechslung gebracht hat. Ich kann nur hoffen und beten, dass Trion da irgendwann einmal eine Einsicht hat und etwas an dieser Pool-Verteilung ändert.

Assassin’s Creed: New World

In der Türkei habe ich auch „Assassin’s Creed 2: Discovery“ für das NintendoDS durchgespielt. Gab es für knapp 14 Euro bei Amazon und da dachte ich mir, als alter AC-Fan, dass das ganz witzig sein könnte. Stimmt auch, war witzig, aber nicht mehr. Es war sehr schön vertont und allein Ezios Akzent ist halt immer wieder ein Assassin’s Creed wert. Dafür war die Steuerung fürchterlich.

Ich frage mich sowieso, wieso es so viele Spiele auf den NintendoDS gibt, die nicht den Stylus (Stift) benutzen, sondern eine klassische Steuerung über das Kreuz benutzen. Wobei das bei einigen Spielen sogar noch geht, bei AC2:Discovery war es die Hölle. Denn wenn durfte auch noch die „L3“- und „R3“-Knöpfe ganz hinten benutzen. Sowas mag vielleicht bei einer Playstation-Steuerung klappen, beim NintendoDS führt das – zumindest bei mir – zu ausgewachsenen Handkrämpfen.

Leider waren diese Knöpfe nicht unwichtig, denn damit ist man geschlichen und konnte vorausschauen, um zu sehen, wann die Wachen umdrehen. Insgesamt also ein Steuerungsdesaster. Dafür war die Story mal wieder ganz nett, auch wenn Desmond überhaupt nicht vorkommt. Man hilft einem gewissen „Cristoffa“ den Weg nach Westen mit einem Schiff zu finden und kämpft gegen Torquemada.

Daher verdichten sich für mich die Hinweise, dass Assassin’s Creed in der „Post-Ezio“-Zeit auf Amerika setzen könnte. Ich tippe mal auf den Unabhängigkeitskrieg und das noch nett verquicken mit der Französischen Revolution und schon hat man ein herausragendes Setting für eine neue AC-Saga. Die Erfindungen kann dann sogar Benjamin Franklin übernehmen und ich wäre glücklich und in meinem Element als Amerikanist. Nein, im Ernst: Ich würde mich saumäßig über einen solchen Hintergrund freuen! Und Benjamin Franklin! Yay! Aber ob das wirklich kommt, mal schauen.

Das Spiel ist extrem kurz und hatte ich innerhalb eines Tages intensiven Spielens durchgespielt. Es waren vielleicht fünf bis sechs Spielstunden, wenn es hoch kommt, wobei ich in erster Linie der Hauptstory hinterher gejagt bin und keine Secrets aktiv gesucht habe. Es hat schon Spaß gemacht, hat aber sehr unbefriedigende Stellen, weil der Ezio auf dem NintendoDS deutlich dümmer ist, als sein Alter-Ego auf der PS3.

So hält er sich beispielsweise nicht automatisch an Plattformen fest und dadurch verkommt manche Jump&Run-Stelle zu sehr frustrierenden Stellen. Dann wiederum gibt es ein paar sehr coole Stellen. Für knapp 10 Euro aber sicherlich keine Fehlanschaffung, doch mehr würde ich dafür nicht bezahlen.

Abseits von diesem Spiel gibt es übrigens die Collector’s Edition für „Assassin’s Creed: Revelation“ ganz frisch bei Amazon. Daher habe ich meine alte Vorbestellung des normalen Spiels storniert und die CE bestellt. Meine Güte freue ich mich auf dieses Spiel!

Eine Sache zu „AC2:Discovery“ muss ich aber noch nach einem Spoiler-Cut los werden. Denn auch wenn man es nicht glauben sollte, aber auch AC2:Discovery hat einen „AC-WTF“-Effekt bei mir gehabt, wo ich ungläubig über meinem NintendoDS gesessen habe:

Spoiler-Cut

There is a hero in all of us

Es ist schwer, eine einfache Meinung über „Infamous“ zu haben. Endlich habe ich zumindest durch, aber weiß immer noch nicht, ob jetzt die wirklich genialen Momente überwiegen oder wirklich beschissenen – denn das Spiel hat leider von beidem etwas.

Erst einmal ist es verdammt schwer, wie ich finde und ich kann mich eigentlich sehr gut auf neue Spiele einstellen. Die Steuerung ist an den falschen Momenten klug und an den falschen Momenten dämlich. Beispielsweise sucht sich Cole häufig Stromkabel, auf denen er entlang gleiten kann. Das macht er meist dann nicht, wenn ich unter Zeitdruck stehe, weil ich eine timed mission habe, das macht er aber fast immer dann, wenn ich  im Kampf bin, mich wild drehen muss und mobil bleiben will. Also immer zum genau falschen Zeitpunkt.

Dann gibt es ungeheuer blöde Momente, wenn man in der Hauptstoryline eine Mission macht, wie beispielsweise einen gepanzerten Bus außer Gefecht setzen. Das ist nicht einfach. Als Nebenmissionen darf man das dann noch dreimal machen und es wird nicht einfacher und kürzer und dadurch ungeheuer frustrierend, weil es sich so einfach gestreckt anfühlt. Ähnliches mit dem Ballon aus der Hauptmission, den man vom Himmel holen muss. Nur, dass dort die Hauptmission darin besteht, noch einmal über alle drei Inseln zu gehen, um vier unterschiedliche Ballons vom Himmel zu holen. Das ist einfach Zeitschinderei.

Der große Pluspunkt des Spiels ist, dass man sich tatsächlich heldenhafter fühlen kann – oder schurkenhafter, wie man will. Es hat deutliche Auswirkungen, ob man heldenhaft oder schurkenhaft spielt und damit Superheld oder Superschurke ist. Aber auch hier krankt das Spiel ein wenig, denn normalerweise gibt es Karma-Situationen, in denen gesagt wird, welche Wahl man hat. Ich hatte aber mehr als einmal eine Mission plötzlich „böse“ abgeschlossen, obwohl ich eigentlich weder etwas Böses gemacht habe, noch mich für die böse Handlung entschieden habe oder eine böse Nebenmission abgeschlossen habe.

Diese Verwirrung gipfelte bei mir, als ich eine wirklich großartige Szene hatte, die an das Ende von Spider-Man erinnert: „Man weiß nie, wann einen ein Wahnsinniger vor eine sadistische Wahl stellt.“ Großartig! Ich muss wirklich entscheiden und kann nicht, wie Spider-Man beide retten. Toll! Bescheuert ist allerdings, dass ich dazu zwei unterschiedliche Hochhäuser hoch klettern muss und nicht genau erkennen konnte, auf welchem Haus nun die Unschuldigen waren und auf welchem meine Liebste. Mag sein, dass ich da was übersehen oder nicht deutlich genug beobachtet habe, aber das sollte eigentlich nicht sein und solche Momente gibt es leider häufiger bei „Infamous“.

Trotz alledem sind sehr coole Sequenzen dabei und man fühlt sich wirklich heldenhaft – wenn man es denn will. Die Story ist gut erzählt mit ein paar netten Verwicklungen. Aber trotzdem fühle ich mich sehr zwiespältig, was das Spiel betrifft. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich mir wirklich den zweiten Teil holen will. Sicherlich will ich wissen, wie die Geschichte weiter geht, aber nach dem, was ich bisher vom zweiten Teil gesehen habe, gibt es da das gleiche nochmal und ich befürchte, auch das gleiche, was mich so ungeheuer angenervt hatte.

Es ist auf jeden Fall ein bemerkenswertes Spiel, das mich bewegt hat in vielen Momenten – positiv, aber eben auch negativ. Nochmal spielen würde ich es vermutlich nicht, auch wenn ich froh bin, es gespielt zu haben. Merkwürdig…

Jamas Tipp: Drachenzähmen leicht gemacht

Merkwürdigerweise ein wenig untergegangen, aber einer der besten Animationsfilme, die ich gesehen habe: „Drachenzähmen leicht gemacht.“

Funktioniert sogar auf Deutsch – zumindest finde ich den norddeutschen Akzent super passend sowohl zum Film, als auch zum Humor. Die Geschichte ist vielleicht recht vorhersehbar, aber dennoch macht der Film einfach Laune, denn er ist an vielen Stellen im Detail einfach liebevoll gemacht. Wobei der Film natürlich dadurch gewinnt, dass er mal wieder eine meiner Lieblingscharakter-Archetypen bedient; aber ich denke, wenn ihr ihn euch einmal anschaut, dann wisst ihr sicherlich, welchen Charakter ich meine.

Es ist natürlich ein Kinderfilm, aber ein verdammt guter, an dem man auch als Erwachsener sehr viel Spaß haben kann – besonders, wenn man ein Faible für Drachen hat, denn die Drachen sind einerseits sehr einfallsreich konzipiert, aber dennoch knuffig und trotzdem auch gefährlich.

Wer also Animationsfilme mag und „Drachenzähmen leicht gemacht“ noch nicht gesehen hat: Nachholen! Unbedingt! Bei Amazon gibt es nämlich zur Zeit die DVD für 8 Euro und die Blu-Ray sogar für 10 Euro – da sollte man einfach zuschlagen, denn damit macht man wirklich nichts verkehrt. Großartiger Film!

Die Trailer und Teaser sind einmal wieder größtenteils fürchterlich. Ihr müsstet mir da einfach vertrauen. Einen einzigen Teaser habe ich gefunden, der weder den Film zu sehr spoilt, noch sonst zu viel verrät, aber auch nicht zu nichtssagend ist, wie manch anderer Teaser:

Ach ja: Den 3D-Aspekt des Films habe ich nicht gesehen – ist mir auch recht wurst. Der Film braucht es nicht, auch wenn er damit beworben wird. Der Film punktet eigentlich anders und funktioniert wunderbar ohne. Meine Empfehlung wäre sogar eher, ihn nur in 2D anzusehen. Ich wette, dann macht er sogar mehr Spaß, weil man sich dann auf den Film konzentrieren kann und nicht auf die Effekthascherei.

Flüsterattacke

Kennt ihr das: Ich bin mit meiner Frau irgendwo und man unterhält sich mit jemand anders, aber derjenige gibt so einen Schwachsinn von sich oder macht etwas so Fürchterliches, dass man in diesem Moment sich wünscht, man hätte die Möglichkeit zu „whispern“? Ich meine damit eine Tell-Funktion und kein richtiges Flüstern.

Das sind die Momente, in denen man das Gefühl hat, dass Online-Kommunikation doch etwas ganz anderes ist. Klar, ich könnte einfach mit den Augen rollen oder tatsächlich das dann laut sagen; mache ich nur selten gerne. Manchmal schon, aber manchmal gehört sich das einfach nicht.

Ja, ja, ich bin eine alte Whisper-Lästerbacke, ihr habt mich entlarvt.

I don’t wanna wait

Heute ist Feiertag, aber da ich mir morgen keinen Urlaub genommen habe, bin ich hier in Karlsruhe geblieben. Das ist bisher extrem entspannend, wenn auch natürlich ein wenig eintönig, denn ich wäre lieber bei meiner Frau zu Hause in Frankfurt.

Dafür habe ich aber die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und mich zu einem Endspurt aufgemacht: Ich will endlich eine meiner Lieblingsserien zu Ende sehen – „Dawson’s Creek“. Ja, ich stehe dazu, dass ich diese Serie ganz großartig finde. Leider ist es auch hier einmal wieder ein Fall von „auf Deutsch fürchterlich“, weswegen ich sie nur im Original sehen kann, auch wenn manche Sprecher recht schwer zu verstehen sind.

Wieso habe ich diese Serie noch nicht zu Ende gesehen, wenn es doch eine meiner Lieblingsserien ist? Ich weiß es – ehrlich gesagt – nicht mehr genau. Ich glaube aber, dass ich die letzte Staffel angefangen habe zu sehen, aber dann irgendetwas extrem Zeitfressendes dazwischen kam. War es meine Magisterarbeit? Die mündlichen Prüfungen? Oder doch die Stellensuche? Ich weiß es nicht mehr.

Wobei selbst da dann noch ein wenig zeitliche Verzögerung war, da ich mir die Staffeln erst einige Zeit nach ihrer Ausstrahlung im Fernsehen geholt habe. Warum ich sie im Fernsehen dann gesehen habe, obwohl ich es als nicht genießbar ansehe? Damals kannte ich die englische Fassung noch nicht und muss sagen, ähnlich wie bei „Buffy“ und „Angel“, dass man nicht mehr zurück kann, wenn man einmal das Original gesehen hat.

Zum einen gab es ähnliche Übersetzungspatzer, wie bei „Buffy“. Bei „Buffy“ gab es ja die bekannte „Dagon’s Sphere“, die im deutschen mit „Dagons Furcht“ übersetzt wurde, weil der Übersetzer irgendwie meinte, er wolle unbedingt „“Dagon’s Fear“ übersetzen. Bei „Dawon’s Creek“ gab es dann solche Sachen, wie eine Szene, in der Jen sinngemäß sagt: „This is something we didn’t learn on ER“ – womit ziemlich deutlich die Fernsehserie gemeint war. In der deutschen Fassung wurde es dann leider zu „das haben wir aber nicht in der Notaufnahme gelernt“.

Großes Übersetzungskino, leider gehen damit ein paar extrem wichtige Ebenen der Serie verloren, denn „Dawson’s Creek“ ist eine postmoderne Charakterserie, das heißt es gibt unzählige Pop-Kulturreferenzen und das ist ein Aspekt, der mir an der Serie so ungeheuer viel Spaß macht. Dann sind die Charakter ungeheuer gut gezeichnet. Leider wird „Dawson’s Creek“ gerne mit „Beverly Hills 90210“ verglichen, aber diese Serien haben ungefähr genauso viel miteinander zu tun wie „Die Simpsons“ und „Oggy und die Kakerlaken“.

Wer schreiben will, kann bei dieser Serie wunderschön Charakterplots sich abschauen, wie man mit einem recht beständigen und nicht gerade großen Cast an Leuten wunderschöne Plots baut, bei denen sich zwar die Charakterbeziehungen durchaus mal ändern können, aber es nicht ein ständiges Bäumchen-wechsel-dich ist. Auch wenn ich persönlich ja „Authentizität“ recht belanglos finde, aber wenn man dieses Wort nicht in den Mund nehmen will, so kann man zumindest sagen, dass die Charaktere alle „glaubwürdig“ sind.

Es wurde mir mal gesagt, dass „Dawson’s Creek“ blöd wäre, weil die Jugendlichen sich nicht so unterhalten wie Jugendliche. Dawson wäre viel zu intellektuell und auch die Anderen sprechen viel zu gehoben. Mag sein, dass ich da wirklich ein Sonderfall bin, aber mein Freundeskreis war tatsächlich teilweise dann wohl intellektueller als viele andere, denn wir haben uns auch so unterhalten und nicht nur „boah, krass, Alder“ (auf heutige Maßstäbde übersetzt).

Ja, ich erkenne viel in „Dawson’s Creek“ wieder und daher reißt mich diese Serie so ungeheuer mit. Mein persönlicher Lieblingscharakter ist Pacey Whitter – ich mag ihn einfach und für mich ist Dawson zwar durchaus in mancher Charakterentwicklung interessant, aber für mich dreht sich die Serie nicht um Dawson und Joey, sondern um Pacey. Pacey ist einfach der spannendste und sympathischste der Charaktere. Joey könnte ich immer mal wieder gerne zusammenpfeifen, Dawson ist häufig einfach merkwürdig und dann gibt es natürlich noch Jen, die in Ordnung ist, und Jack ist natürlich auch vernünftig. Aber Pacey ist einfach der Beste.

Da bin ich also wieder und sehe mir die ersten Folgen an – bestimmt zum vierten Mal, denn ich habe mehrere Anläufe probiert und immer ist mir was dazwischen gekommen, so dass ich zu lange Pause hatte und den Anschluss verloren habe. Da ich aber vor kurzem regelmäßig „Toradora“ geschafft habe zu schauen, bin ich guter Dinge, dass ich das mit „Dawson’s Creek“ auch schaffen werde. Ich freu mich tierisch!

Ob sie weinen oder lachen, es ist ehrlich, was immer sie machen

Kennt noch jemand die Anime-Serie „Die Kickers“?

Falls ja, ihr einen NintendoDS habt und das mal als Videospiel haben wollt, meine Empfehlung: „Inazuma Eleven“. Das Spiel hat ein paar kleinere Krankheiten, aber ist insgesamt eine nette Mischung aus Fußballspiel mit Rollenspielelementen. Die Spielzeit für den Storymodus lag bei mir bei ca. 23 Spielstunden.

„Inazuma Eleven“ bedient sich dabei der üblichen Klischees aus dem Sport-Animes und bringt da auch keine Überraschungen. Aber gerade daher fühlt es sich einfach nett an, wenn man – wie ich – damals die „Kickers“ gerne gesehen hat. Es gibt anscheinend auch einen Anime, aber ob nun das Spiel oder der Anime vorher war, entzieht sich meiner Kenntnis. Da ein paar Charakterentwicklungen zwar angedeutet, aber im Spiel nicht gezeigt wurden, werde ich mal schauen, ob ich mir den Anime nicht zulege, denn gerade das waren ein paar Sachen, die ich spannend gefunden hätte, die aber nicht gezeigt wurden.

Die Fußballkämpfe machen auch durchaus Spaß, auch wenn die Zufallsbegegnungen auf der Straße nach einiger Zeit einfach nur nervig sind, besonders da man sie mit immer der gleichen Taktik recht schnell entscheiden kann. Dafür machen die großen Fußballspiele gegen andere Mannschaften um so mehr Laune und sollten eigentlich das Herzstück des Spiels sein.

Sollten? Ja, leider. Denn der Großteil des Spiels besteht im Storymodus auf Dialogen, Dialogen und nochmal Dialogen. Die sind echt lang teilweise. Wenn man also nichts mit der Geschichte und den Charakteren anfangen kann, möchte ich definitiv vom Kauf abraten, denn man wird am Anfang sehr viel Zeit mit diesen Dialogen verbringen. Mir persönlich hat es Spaß gemacht, aber selbst mir war es zwischendurch einfach zu viel.

Wenn man die Story einmal durchgespielt hat, kann man allerdings ein neues Turnier spielen und seine Mannschaft leveln, denn das ist Rollenspielelement, das auch vorher bereits im Spiel zum Tragen kommt. Allerdings war es meinem Gefühl nach nicht wirklich nötig, viel zu „grinden“, denn wenn man ein wenig taktisch geschickt ist, kann man auch die schwereren Story-Spiele ohne hohen Mannschaftslevel erreichen.

Die Fußballspiele selbst sind zu vergleichen mit dem Blitzball aus Final Fantasy 10. Die Spieler laufen größtenteils selbst, aber man kann ins Spiel eingreifen und sie steuern. Außerdem kann man bestimmte Aktionen auswählen, wenn Spieler aufeinandertreffen. Dabei gibt es grundlegende Angriffs- und Verteidigungszüge, aber auch Spezialtaktiken. Das alles kann man auch zwischen den Spielen im Rollenspielmodus trainieren und sowohl die Mannschaft als auch die Spieler leveln.

Sehr schade ist, dass zwar ein Element des Spiels ist, eine riesige Zahl an Spielern für die eigene Mannschaft zu rekrutieren, aber ich habe es einfach nicht übers Herz bringen können, die Charaktere, die man während der Story lieb gewonnen hat, draußen zu lassen für irgendeinen No-Name, den man sonstwo aufgabelt oder von anderen Mannschaften abwirbt. Daher habe ich das zwar am Anfang teilweise betrieben, aber irgendwann nicht mehr.

Merkwürdig ist auch, dass man am Anfang recht gute und schöne Stimmsynchronisation und Animesequenzen hat, das wird aber immer weniger, als ob später die Zeit zur Entwicklung nicht mehr gereicht hat. Erst gegen Ende der Storyline gibt es wieder mehr, wodurch aber der Teil dazwischen mit den ewigen Dialogen ein wenig tröge wirkt.

Insgesamt ist es aber ein nettes Spiel, das man durchaus empfehlen kann, wenn es einem gelingt, über die paar Macken hinweg zu sehen.

I shot the sheriff

Was habe ich in der Türkei gemacht? Mich erholt – auf unterschiedliche Weise. Gearbeitet habe ich allerdings auch am Entwurf von „Zitadelle der verlorenen Träume“. Leider bin ich tatsächlich nicht komplett durch mit einer Überarbeitung, sondern nur bis zur Hälfte gekommen. Dafür habe ich viele Baustellen schließen können.

Unter anderem sind mir einige Sachen aufgefallen, aus denen dann noch eineinhalb Kapitel geworden sind, denn es gab noch ein paar Gewehre, die an der Wand hingen und nicht geschossen haben. Häh? Das ist ein Tipp, der in vielen Büchern über das Schreiben gegeben wird: „Wenn ein Gewehr an der Wand hängt, muss es auch schießen.“ Wenn ich also beschreibe, dass dort sowas hängt, erwartet der Leser, dass es auch benutzt wird. Wenn ich eine Erzählung über den Wilden Westen schreibe, dann müssen dort Indianer auftauchen. Solche Sachen…

Davon hatte ich noch ein wenig und es sind noch ein paar coole Momente daraus geworden, wie ich denke. Aber das hat natürlich die Zeit gefressen, die ich gebraucht hätte, um einmal komplett durch zu kommen. Dafür bin ich jetzt bei knapp 110 Word-Seiten und knapp 70000 Wörtern. Zunächst warte ich jetzt aber einen Probeleser ab, der diesen ersten Entwurf sich mal anschauen wird.