Ich bin wieder hier, in meinem Revier

Da ist er wieder! Wenn auch momentan noch reichlich müde, denn unser Flieger sollte zwar am Samstag um 20 Uhr gehen, hatte dann aber doch eine dicke Verspätung: Um 5 Uhr morgens am Sonntag ging er. Das haben wir zum Glück noch über das Internet mitbekommen, so dass wir nicht die gesamte Nacht am Flughafen warten mussten. Trotzdem war es reichlich blöd, da es so einige Planungen umgeworfen hat und wir deswegen auch die Nacht durchgemacht haben.

Merkwürdig war, dass niemand etwas wusste. Wir haben rumtelefoniert, am Flughafen in Frankfurt, in Dalaman, beim Reisebüro – keiner konnte uns den Status des Fliegers sagen und auf den Internetseiten standen nur unbestätigte ungefähre Abflug- und Ankunftszeiten wie in Frankfurt, oder gar nichts Aktuelles, wie in Dalaman. Daher war ich bis zum Check-in nicht sicher, ob wir überhaupt noch diesen Flug bekommen oder einen anderen nehmen müssen.

Jetzt sind wir allerdings wieder da und reichlich aus dem Schlafrhythmus gebracht.

Still alive

Hier gibt es ein kleines Lebenszeichen aus der Türkei! Die Hälfte des Urlaubs ist fast um, aber zum Glück sind noch ein paar Tage bis ich am Samstag wieder zurückfliege.

Ganz am Anfang hatten wir ein wenig Pech, da eine Wasserpumpe wohl in Dalaman (oder wo auch immer das Wasser hier herkommt), ausgefallen war und wir somit drei Tage kein fließendes Wasser hatten. Fühlte sich wie auf manchem LARP-Con somit an, aber der Pool hier im Dorf war zum Glück davon nicht betroffen, so dass man wenigstens dort baden konnte – auch wenn es nicht schön war, dass das einzige Wasser in der Richtung natürlich mit Chlor versetzt war.

Ansonsten faulenze ich hier kräftig, erhole mich und lasse es mir gut gehen. Viel NintendoDS habe ich bisher gespielt, gelesen und vor allen Dingen auch an meinem NaNoWriMo-Roman von vor zwei Jahren wieder gearbeitet. Da komme ich hoffentlich bis Samstag einmal komplett durch – zumindest ist das mein Plan für den Urlaub: Einmal den Entwurf komplett überarbeiten. Mal schauen, wie es wird.

Momentan ist das Wetter ein wenig wolkenverhangen und hinter dem Gebirge kann man immer wieder Gewitterdonnern hören – hier im Dorf ist es aber weiterhin heiß und die Sonne kommt heraus. Das Wetter heute und vorgestern war unangenehm schwül, aber ansonsten zwar heiß, aber toll. Dafür habe ich dieses Jahr mehr Probleme mit meinem Heuschnupfen in der Türkei; sonst war ich von meinen Allergien hier verschont. Liegt wohl daran, dass auch in der Türkei das Wetter dieses Jahr komisch verregnet und anders war.

Viele Katzen habe ich schon sehen dürfen – ganz besonders toll natürlich kleine Kätzchen, die es hier zu Hauf gibt. Etwas Niedlicheres gibt es einfach nicht, wenn da so ein kleines Wollding vor einem sitzt, zu einem hochschaut und dann piepsig maunzt. Einfach toll!

Aber eigentlich wollte ich von der Türkei keinen Blogeintrag schreiben. Aber da ich sowieso hier am Hot-Spot am Pool war, um ein paar Sachen nachzusehen, dachte ich mir, ich schreibe hier auch einfach mal einen kurzen Zwischenbericht. Samstag komme ich dann zwar wieder zurück, aber vermutlich erst ganz spät in der Nacht, so dass es frühestens am Sonntag wieder mit Blogbeiträgen hier weiter geht; ich vermute, ich gönne mir aber trotzdem die Auszeit bis Montag, um am Sonntag noch ein wenig auszuspannen, bevor es wieder mit Wochenendpendelei und Arbeit weiter geht.

I’m ready to go

Ich verabschiede  mich für zwei Wochen in die Türkei. Dort haben wir zwar einen Internet-Hotspot im Dorf, aber dort werde ich vielleicht ein oder zweimal im gesamten Urlaub mit dem Laptop sein. Daher wird es in dieser Zeit natürlich auch keine Blog-Beiträge geben. Das ist auch der Grund, warum die letzten Tage ein wenig knapper ausgefallen sind, da ich doch einiges zu tun hatte – vor allen Dingen die letzten Tage vor dem Urlaub so viel durchzocken, dass ich den Urlaub dann auch richtig ohne Internet genießen kann.

Was mir beim Packen jetzt aufgefallen ist: Ich habe mir extra einen MP3-Player für den Urlaub besorgt, da ich das Gefühl habe, dass mein alter langsam den Geist aufgibt. Aber als ich eben den neuen Player bespielen wollte, fiel mir ein grundlegendes Problem auf – er ist batteriebetrieben. Was? Daran habe ich gar nicht gedacht! Und dieses dämliche Ding hält dann auch nur so um die acht Stunden. Wer hat sich denn das bitteschön ausgedacht?

Ich muss gestehen, dass ich kein bisschen darüber nachgedacht habe, ob da ein Akku drin ist, den ich bei jedem PC auffüllen kann. Jetzt weiß ich es für die Zukunft, dass es diese dämlichen Dinger auch noch mit Batterien gibt. Toll – absoluter Fehlkauf also, denn was soll ich mit so einem blöden Teil, das maximal acht Stunden hält und dann eine neue Batterie braucht. Sehr ärgerlich!

Aber da hilft alles nichts. Daher werde ich auf meinen alten MP3-Player wieder umsteigen können, was aber schade ist, da ich den eigentlich meiner Frau dann geben wollte, damit die im Urlaub auch Musik hören kann. Jetzt hat sich der ganze Plan also in Wohlgefallen aufgelöst. Naja, egal, momentan übertrage ich dann eben meine gesamte Musik auf meinen USB-Stick und zur Not wird dann über den Laptop gehört.

Ansonsten speichere ich gerade meine ganzen Word-Dokumente ab, denn in der Türkei will ich neben viel, viel Lesen und NintendoDS spielen auch endlich an meinen NaNoWriMo-Romanen weiter schreiben. „Die Zitadelle der verlorenen Träume“ ist immerhin ziemlich fertig und harrt nur der Überarbeitung und ich denke immer noch, dass das ein verdammt gutes Ding geworden ist. Das wird also im Urlaub überarbeitet und ich vermute, dass noch ein paar Szenen hinzukommen werden – außerdem gibt es noch ein paar Charaktere, denen ich gerne mehr Fleisch geben will, weil die bisher für meinen Geschmack noch ein wenig blass rüberkommen. Vielleicht komme ich am Ende dann auch dazu, meinen „Gadgette“-Roman zu Ende zu schreiben.

Aber das wird vor Ort in der Türkei sicherlich sowieso alles anders, als ich denke. Ich verabschiede mich aber schon einmal, auch wenn es noch ein wenig dauert ehe wir mit dem Taxi zum Flughafen fahren. Trotzdem sage ich bereits: Ciao und bis in zwei Wochen!

All my bags are packed

Die letzten Vorbereitungen sind getroffen, denn am Montag morgen geht es für zwei Wochen in die Türkei. Da mein bisheriger Koffer ein wenig ramponiert ist und ich bei jedem Urlaub ein wenig Angst hatte, dass es ihn an einer Stelle zerreißt, habe ich mir jetzt einen neuen geholt.

Allerdings war die Entscheidung echt nicht einfach, denn ich konnte mir nicht vorstellen, wie viel Gewicht das dann am Ende in dem Ding werden würden. Sollte ich also einen Koffer mit 120 l Platz nehmen oder einen Koffer, der 60 l? Ich habe mich jetzt für die 60 l entschieden und hoffe, dass das langt. Aber ich wollte nicht mit zu viel Gewicht am Flughafen stehen und extra blechen müssen – denn das geht richtig ins Geld.

Trotzdem denke ich, dass es die richtige Entscheidung war, denn ich war es langsam leid, bei jedem Flug bangen zu müssen, ob der Koffer nicht beim Transport reißt.

Enter the rift

Heute habe ich zum ersten Mal „Experten-Risse“ in Rift gemacht – eigentlich eine spontane Aktion, als jemand im Rp-ooc-Cannel nach Mitstreitern gesucht hatte. An sich eine sehr spaßige Sache und deutlich schwerer als die üblichen Risse, die man so macht. Der Schaden war immens, so dass DDs, die ungewollt Aggro gezogen haben, auch gleich das Zeitliche gesegnet haben. Da konnte ich als Heiler kaum etwas machen.

Beide Expertenrisse, die wir gemacht haben, waren in Stillmoor: Erst ein Lebensriss, dann ein Todesriss. Beides ganz nett und mit einem kleinen Szenario, das erzählt wurde, so dass auch ein wenig mehr passierte, als bei gewöhnlichen Rissen. Der Lebensriss wurde von einer Feenherrscherin bewohnt, die irgendwelche Gefangenen hatte, die sie dann transformierte. Der Todesriss war ein kleiner Hof, auf dem man Gebäude wie Apotheke oder Bäckerei beschützen musste, um den Geistern darin Frieden zu bringen und am Ende trat man dann gegen einen bösen Nekromanten und vorher sein Haustier an.

Ich bin gespannt auf weitere Expertenrisse, zumal mir die zwei Risse jetzt gezeigt haben, dass doch einiges mit der Riss-Mechanik möglich ist und ich freue mich echt darauf, was Trion noch so alles in der Hinsicht auspackt. Hoffentlich wird noch mehr mit den Rissen gespielt, denn da geht was!

I need a hero

Gerade spiele ich wieder ein wenig „Infamous“ weiter und auch wenn mir das Spiel Spaß macht und auch wirklich nett ist, habe ich gerade auf der zweiten Insel so einen leichten Tiefpunkt erreicht, wo es mich nicht ganz so sehr reißt, weiter zu machen. Schwer zu sagen warum, denn es wiederholt sich zwar in den Missionen schon, ist aber dennoch abwechslungsreich – wie ich finde.

Trotzdem ächze ich ein wenig, wenn ich mir noch ansehe, was noch vor mir liegt und wie viel Nebenmissionen ich noch zu bestehen habe. Das bedeutet dann eigentlich, dass es sich für mich doch nicht abwechslungsreich genug anfühlt oder es zumindest stellenweise nervig ist. Vielleicht ist es aber auch nur eine allgemeine Stimmung. Schwer zu sagen.

Ich muss gestehen, so richtig weiß ich auch nicht, wo ich das Gefühl hinstecken soll, denn nett ist das Spiel – eigentlich. Woher dann also das Gefühl?

What a shame

Manchmal ist es komisch, wie man sich mit Leuten verstreiten kann, die einem nahe stehen. Nein, es gibt keinen aktuellen Anlass zu diesem Blogbeitrag, nur habe ich mich einmal wieder daran erinnert, dass ich zu diesem Thema schon länger einen Beitrag posten wollte.

Vor einiger Zeit habe ich einen wirklich guten Kumpel über NWN kennengelernt, mit dem ich wirklich viel gemacht habe, den ich häufiger besucht hatte und eigentlich immer Spaß hatte. Wir haben auf der Hochwaldallianz extrem viel zusammen bewegt und waren ein super Team. Dann mussten wir allerdings von der Hochwaldallianz gehen, weil „unsere“ Gruppe so extrem gemobbt wurde, dass wir das nicht mehr tolerieren konnten. Wie ich es in meinem Abschiesposting dort schrieb: „Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.“ (Goethe)

Zusammen verließen wir diesen Server und nach einem kleinen Umweg mit unserer kleinen Truppe „Aussätziger“ haben wir einen eigenen Server aufgebaut, der bis heute auch noch läuft und mit zu den großen NWN2-RP-Servern zählt. Leider haben wir uns auf dem Weg zerstritten. Nicht wir miteinander – sondern über andere, denn wir hatten andere Ansichten davon, wie mit diversen Sachen umgegangen werden sollte. Eigentlich wollten wir das gleiche, verstanden uns nur nicht – im Nachhinein waren wir einfach wie Hund und Katze, denn hat der eine etwas gesagt, wurde es anders aufgefasst, als es gemeint war. So redeten wir häufig aneinander vorbei und verzweifelten beide.

Zu meiner Magisterarbeit hatte ich dann eine Auszeit genommen und dadurch einen gewissen Abstand zu „unserem“ Server bekommen. Danach konnte ich dann sagen, dass sich der Server und ich auseinander gelebt hatten, denn das war nicht mehr mit den Idealen und Prinzipien vereinbar, so wie ich sie verstand, wie wir sie damals festgelegt hatten.

Im Nachhinein tut mir vieles leid, was und wie ich es gesagt habe. Denn auch ich war in vielem nicht fair, unverhältnismäßig aggressiv und streitlustig. Wirklich stolz bin ich auch nicht darauf, wie ich mich verhalten habe und da hätte ich so vieles besser machen können. Aber es ging für mich in diesen Momenten einfach nicht mehr, weil das alles emotional doch sehr belastend war – die Momente, wenn Mobbing eben wirklich an die Substanz geht und das Schlimme ist, dass sowas meist schleichend kommt und man das erst merkt, wenn es zu spät ist.

Das Traurige ist: Ich vermisse den Sturkopf und auch wenn ich ihn damals gerne links und rechts eine gewatscht hätte für manches, so habe ich ihm das alles nie wirklich nachgetragen – ihm nicht. Dafür war die Freundschaft zu gut. Anderen habe ich da viel eher was nachgetragen und die sind viel eher der Grund, warum ich nicht mehr zu diesem Server zurück kann. Denn, Wunder, oh Wunder, auch mein Kumpel hat nicht mehr viel mit dem Server zu tun. Was als „unsere“ Idee begann, wurde schleichend korrumpiert, geentert und von genau den Verlogenheit übernommen, vor der wir geflohen waren.

Ich wünschte, man könnte vieles rückgängig machen – denn dazu waren die Treffen zu spaßig und dafür hat man zusammen zu viel aufgebaut. Aber es ist so ungeheuer schwer, wieder an einen solchen Moment zurück zu kommen, an dem man sich nicht gegenseitig Sachen vorwirft, besonders da die Erinnerung viel verklärt.

An all das musste ich bei einer Popstars-Staffel letztens denken (war es letztes Jahr?), als Robbie Williams und Gary Barlow live aufgetreten sind und „Shame“ gesungen haben. Die beiden haben sich auch wohl damals dermaßen zerstritten, dass die Versöhnung in diesem Lied erfolgte und es dreht sich um genau dieses Thema. Es ist wirklich eine Schande, dass man sich nicht zusammenraufen kann, selbst wenn man sich noch mag und wenn man den anderen vermisst. Es ist eine Schande, wenn ein Streit so aus dem Ruder laufen kann, dass man meint, nicht mehr zurückkommen zu können, ohne sein Gesicht zu verlieren.

Ich bin bis heute immer wieder und wieder am Überlegen, was und wie ich es machen könnte. Aber trotzdem gelingt es mir nie, den ersten Schritt zu machen. Denn ich frage mich immer: „Wieso muss ich den ersten Schritt immer machen?“ Aber wenn das jeder immer denkt, dann geht man nie aufeinander zu. Ein Teufelskreis…

Keine Ahnung, wie man mit so etwas umgeht. Sicherlich werden einige sagen, dass man sich dann doch einmal einfach melden sollte. Ja, sicherlich. Doch so „einfach“ ist das auch wieder nicht oder es sieht zumindest einfacher aus – vor allen Dingen, wenn dieses Schweigen und dieser Abstand über Jahre kultiviert und gepflegt wird. Denn wie soll man aufeinander zugehen? Schon allein mit dem Gedanken im Hinterkopf, ob man überhaupt nach all den Jahren miteinander klar kommt, besonders wenn nicht ein solches Projekt eint und ein Gesprächsthema gibt.

Ist das dann überhaupt Freundschaft? Ja, ich denke schon. Es ist nicht schlimm, wenn einen ein Projekt eint. Manchmal lebt man sich vielleicht auch einfach auseinander. Aber sollte man dann überhaupt noch einmal aufeinander zu gehen? Ach, ich weiß es nicht.

Das Lied ist jedenfalls wunderschön und fängt genau das Thema und das Gefühl ein – und es ist angenehm hoffnungsvoll. Vielleicht sollte man auch einfach sich treffen und einen gemeinsam trinken gehen. Doch ist das heutzutage auch nicht mehr so einfach, wenn man nicht in der Nähe wohnt. Ich wünschte, es wäre so einfach.