It’s friday, friday

Ich bin über das Wochenende auf unserem Rift-Gildentreffen und daher wird es auch morgen und übermorgen keine Blog-Beiträge geben – vermute ich. Mal schauen, wann ich Sonntag wieder nach Hause komme.

Als kleine Überbrückung für die vermutlich zwei Tage ohne Blogbeitrag hier, hinterlasse ich ein Lied, das ich heute morgen gefunden habe von der großartigen Kate Covington. Ich kann aber auch alle anderen Lieder von ihr sehr empfehlen. Sie hat ein paar so wunderschöne Texte und Vertonungen der Final Fantasy-Lieder gemacht, gerade „Rose of May“ (Beatrix Theme von FF9), „You are not alone“ (zwar nicht das Thema von Zidane, aber ein sehr wichtiges für den Charakter aus FF9) und „Suteki Da Ne“ (romance-theme von Tidus und Yuna, FF10).

Hier verlinke ich für euch „Serenade“ zum Anime „Fruits Basket“. Es ist einfach so schön! Das ist so schön hoffnungsvoll und verträumt. Ich liebe ihre Stimme, die Texte und die Arrangements:

Dabei fiel mir dann ein, dass ich mir schon ewig „Fruits Basket“ zulegen wollte, denn es klingt nach meiner Art von Anime – und das nicht nur, weil Yui Horie eine Rolle spricht.

 

Is there a soulmate for everyone?

Es ist jetzt 0.30 Uhr und ich habe „Dawson’s Creek“ zu Ende gesehen – endlich. Ursprünglich dachte ich, selbst wenn ich die zwei letzten Folgen sehe, komme ich bis um 23.30 Uhr gut zum Ende, aber dann entpuppte sich die letzte Folge als eine getarnte Doppelfolge.

Es war ein schönes Ende – ein würdiges Ende. Und trotzdem bin ich zwiegespalten, gerade was die letzte Folge betrifft. Die hat so ungeheuer tolle Momente, aber zwischendurch gab es dann auch Momente, die ich doof oder gekünstelt fand. Aber gerade die Geschichte um Jen war ungeheuer stark, ebenso hat mir die Geschichte um Jack gefallen, allerdings war überaus großartig, wie mit dem Liebesdreieck von Dawson, Pacey und Joey umgegangen wurde.

Mir haben die Selbstreferenzen gefallen, die tieferen Einsichten, aber auch bei dieser letzten Folge gab es ähnliche Probleme wie in dieser gesamten Staffel: Es war zu wenig Zeit! Mir schien es auch in der Staffel davor häufiger so, dass man eigentlich zwei Staffeln daraus hätte machen können, dass manche wirklich interessante Plots plötzlich mit einem Ruck beendet wurden, dass manche Charaktere irritierenderweise rausgeschrieben wurden, obwohl es da noch weit mehr zu erzählen gab.

Wenn ich da an Paceys Vermieterin denke, aber selbst schon bei Eddie, was einfach plötzlich aufhörte und obwohl die Charaktere einem ans Herz gewachsen waren, nie wieder auftauchten. Auch der ganze Plot um Audrey war zwar zeitweise absolut im Mittelpunkt, aber dann schien sie eher rausgeschrieben zu sein. Das ist sehr schade, denn daran krankt die letzte Staffel ein wenig und es ist so schade, denn sie hat so tolle Momente!

Daher bin ich zwiegespalten. Schlecht ist sie nicht, schlecht ist die letzte Folge auch nicht. Sie hat mich ungeheuer bewegt und gerührt und ich hoffe und denke, dass ich so einiges auch für mich mitnehmen kann – denn einmal wieder habe ich in vielem einige Ideen gesehen, einige Inspiration und viel Einsicht in „das Leben“. Das ist, wofür ich diese Serie liebe und immer lieben werde.

Sie wird häufig verkannt als „irgend so eine Teenie-Serie um Teenager-Angst“, aber sie ist so viel mehr – schon allein, weil sie so selbstreflektiv ist. Nein, auch wenn viele der Serie absprechen, dass sie authentisch ist, auch wenn viele behaupten, sie sei vollkommen unrealistisch, sie ist an vielen Stellen wie mir aus der Seele geschrieben und an anderen Stellen so geschrieben, dass ich weiß, in welche Richtung man gehen kann.

Ich glaube, selten hat mich eine Serie so inspiriert und ich vermute, sie wird mich immer begleiten.

I love your smile

Das Thema kommt immer einmal wieder auf und ich benutze sie schließlich auch selbst, aber trotzdem regen sie mich all zu häufig auf: Smileys. Sie werden leider viel zu häufig benutzt! Sie sind sogar so inflationär, dass ich mich häufig ein wenig schmutzig fühle, wenn ich sie selbst schreibe.

Aber manchmal will ich sie auch machen. Wann? Um etwas auszudrücken, was ich mit Worten nicht so schnell machen könnte, um etwas witziger auszudrücken oder um meinem Geschriebenen einen gewissen Tonfall zu geben.

Trotzdem entbindet das nicht davon, den eigenen Text anzusehen und darüber nachzudenken. Wenn ich schreibe: „Du bist ein Arschloch“, dann macht das Smiley das nur bedingt besser. Wenn man denjenigen kennt und das mit einem Augenzwinkern geschrieben ist, dann braucht derjenige das Smiley eigentlich nicht, denn er wird das sowieso richtig verstehen. Wenn ich jemanden nicht kenne und das Smiley brauche, dann sollte ich sowas sowieso nicht schreiben!

Das bemerkt man besonders, wenn man harte Kritik gegenüber jemandem sagt: „Ich finde, du machst dies und das zu viel… :)“ Das Smiley macht den Ton sogar eigentlich nur härter, denn es verstärkt den Eindruck, dass man da etwas echt Fieses gesagt bekommt und der Smiley ist der Schild des Kritikers.

Wenn ihr also Kritik anbringt, dann probiert es mal ohne die Schwimmflügelchen des Smileys. Dann müsst ihr nämlich mehr darauf achten, wie ihr es formuliert und ich kann mir gut vorstellen, dass die Kritik dann besser ankommt, als wenn sie einfach so dahingerotzt wird und weil man sich ja immunisieren will, wird noch rasch ein Smiley drangeklatscht. So funktioniert das nicht.

Kritik ist immer ein Minenfeld und ein Smiley hilft einem da auch nicht weiter – ich wage sogar zu behaupten, dass es viele Sachen schlimmer macht. Smileys sind wie die Lacher aus der Konserver in Sit-Coms. Ein Witz wird nicht dadurch witziger, weil jemand mir vorlacht, wann ich lachen soll. Außerdem wirkt es viel zu häufig unecht.

Also: Benutzt weniger Smileys! Denkt mehr darüber nach, was ihr schreibt! Danke…

End of the road

„Dawson’s Creek“ geht in den Endspurt bei mir – endlich nach so langer Zeit! Noch drei Folgen sind zu sehen und jetzt am Schluss zieht es noch einmal an, dramatisch zu werden und am liebsten würde ich natürlich die letzten drei Folgen allesamt am Stück schauen, um die Cliffhanger zu vermeiden und zu wissen, wie es ausgeht.

Gerade der arme Pacey muss wieder ganz schön einstecken und ich kann nur hoffen, dass alles am Ende gut für ihn ausgeht. Ich bin nämlich noch sehr am Schwanken, ob die Serie sich traut, manches Charakterproblem ungelöst zu lassen – denn nicht alles lässt sich lösen und nicht jeder Charakter muss am Ende glücklich sein.

In ein paar Tagen nach drei Folgen werde ich es endlich wissen – und dann wird mich niemand mehr spoilen können! Endlich!

Thunder and Lightning

Wie gestern angekündigt, habe ich jetzt endlich mit „Final Fantasy 13“ angefangen – das schon etwa ein Jahr bei mir liegt. Als großer FF-Fan habe ich mir immer gesagt, dass ich es anfange, wenn ich genügend Zeit habe, denn für diese Spiele lasse ich mir immer gerne sehr viel Zeit. Zwar waren die Rezensionen, die ich bisher gehört habe, negativ, aber ganz ehrlich: Das sind sie bei Final Fantasy seit einiger Zeit ständig.

Ich denke, es liegt daran, dass jeder FF-Teil ein anderes Universum, eine andere Atmosphäre und vor allen Dingen auch andere Mechaniken hat. Dadurch hat man sehr schnell seinen „Lieblingsteil“, denn sie unterscheiden sich alle so massiv voneinander. Dann beginnen die meisten, sie miteinander zu vergleichen und sicherlich kommt nie ein Teil an den bisherigen Lieblingsteil ran. Aber bei mir ist das nicht so, denn ich habe – aus welchem Grund auch immer – es gelernt, jeden FF-Teil auf seine eigene Weise zu schätzen und zu lieben. Denn es gibt bei jedem Teil, den ich bisher gespielt habe, großartige Elemente, die es in den anderen Teilen nicht gibt.

Mein persönlicher Lieblingsteil ist „Final Fantasy 7“ – vermutlich, weil es mein erstes war. Es hat mich berührt, es hat mich bewegt und es hat mich inspiriert. Zu FF8 habe ich erst ein wenig gebraucht, denn ich mochte weder Squall noch Rhinoa. Dafür war das Guardian-Force-System eines der besten der gesamten Reihe und auch das Kampfsystem hat mir gefallen. FF9 gehört definitiv zu den Teilen, die mir mit am besten gefallen, denn die Geschichte ist toll, das Universum ist toll, die Charakter sind großartig – nur das Kampfsystem ist das schlechteste aus allen FF-Teilen. FF10 gefiel mir durchaus, denn es war optisch herausragend, die Geschichte war gut und es hatte Rikku! Dafür mochte ich aber Tidus und vor allen Dingen Yuna nie wirklich. In FF12 gab es Fran und den ersten männlichen FF-Charakter, der mir so richtig gut gefallen hat: Balthier.

Jetzt beginne ich mit FF13 und freue mich auf ein weiteres episches Abenteuer und die ersten Spielstunden haben mich darin bestätigt, dass es sich nett spielt und nicht so schlimm und schlecht ist, wie ich es manchmal gelesen habe. Die Story beginnt mal wieder mit einem dramatischen Knall und das ist auch, was mich momentan sehr mitreißt, denn ich will wissen, wie es weiter geht, denn es fängt bereits dramatisch und episch an und ich wette, das wird noch viel grandioser zum Schluss hin. Dann habe ich natürlich schon meine ersten Favoriten in den Charakteren und auch wenn ich es nicht dachte, aber: Ich mag Lightning. Mein bisheriger Lieblingscharakter ist natürlich (keine Überraschung) – Vanille.

Das Kampfsystem spielt sich sehr flott und chaotisch, aber man kann sich doch daran gewöhnen und es bringt eine interessante Dynamik. Man steuert ähnlich wie in FF12 nicht mehr die komplette Party, sondern in erster Linie einen Charakter, mit dem man ganz unterschiedliche Möglichkeiten hat, kann aber durch gewisse Pre-Sets Kampfhaltungen und Fähigkeiten der Mitstreiter beeinflussen – lässt sich sehr schnell einstellen und erhöht dadurch das Geschwindigkeitsmoment und Arcade-Gefühl der Kämpfe.

Ich habe bisher jedenfalls meinen Spaß. Das Intro ist übrigens auch mal wieder sehr schön, wenn auch ungewöhnlich – die Musik ist sehr still und ungewöhnlich unepisch, auch wenn sie zwischendurch mal dazu aufspielt. Aber das macht mich eher neugierig, dass es mit sehr dezenten Tönen zu arbeiten scheint. Ich freue mich aufs Weiterspielen.

One-way ticket to a madman’s situation

Jetzt habe ich auch „Alice: Madness Returns“ fertig und der letzte Level war auch noch einmal richtig abgefahren mit einem tollen Finale. Die Hände des Endbosses waren richtig gruselig und genial animiert.

Der Eindruck von meinem letzten Blog-Eintrag bleibt bestehen, dass ich wirklich froh bin, mich durch den Anfang durchgebissen zu haben, der mir nicht gefallen hat. Es gibt noch ein paar merkwürdige Sachen im Nachhinein, denn ich habe zwar eifrig die versteckten Flaschen aufgesammelt, aber bis zum Ende nicht gewusst, wieso. Vielleicht habe ich da einen Tutorial-Text überlesen, aber irgendwie konnte ich mit denen nichts anfangen.

Optisch ist „Alice“ tatsächlich immer besser und abgefahrener geworden und der Schluss hat mir auch richtig gut gefallen. Es ist schön düster, aber es wird fast nichts offen gelassen und dennoch könnte ich mir gut vorstellen, dass man auch hier eine recht nette Fortsetzung irgendwann basteln könnte. Ich würde mich jedenfalls darüber sehr freuen.

Als nächstes werde ich vermutlich „Final Fantasy 13“ endlich einmal angehen und damit bestimmt so einige Wochen beschäftigt sein, da ich nur am Wochenende PS3 spielen kann. Ich hatte mir zwar auch „Bayonetta“ geholt, aber nach einem  kurzen Anspielen bin ich mir nicht so sicher, ob es überhaupt was für mich ist. Zwar spielt es sich von der Mechanik nett, aber irgendwie sagt mir der Stil und die Art teilweise nicht zu.

Mal schauen, ob ich das nicht wieder billig irgendwo gebraucht verticke oder doch irgendwann mal anspiele. Das, was ich auf YouTube an Videos davon gesehen hatte, hatte mir optisch eigentlich gut gefallen. Nur waren die Sequenzen zwischendrin und doch manch obszöne Kameraeinstellung nicht so ganz mein Ding – zumindest weniger als das gesamte Blut. Vermutlich bin ich da leicht amerikanisch…

Rift: Now!

Ich habe eine kostenlose Rift-Version zu verschenken dank Trion – allerdings nur bis zum 31. Juli. Wer mir also bis dahin seine E-Mail-Adresse gibt, der bekommt das Grundspiel und fünf Tage Spielzeit kostenlos.

Natürlich habe ich auch weiterhin die Möglichkeit, Freunde einzuladen. Aber dieses Angebot schließt bereits ein kostenloses Grundspiel mit ein. Falls man also weiterspielen will, muss man nur das Abo abschließen und sich nicht extra noch das Spiel kaufen.

Wer will also noch? Wer hat noch nicht? Seid nicht schüchtern und schreibt mir entweder in die Kommentare oder an meine E-Mail, die ihr im Impressum findet. First come, first served.

China in your hands

Bekanntermaßen ist mein Lieblingscharakter bei „Dawson’s Creek“ nicht Dawson, sondern Pacey Whitter. Trotzdem gibt es auch immer wieder Momente, in denen Dawson mir ungeheuer hilft, ein paar Sachen wieder aus einem idealistischeren und motivierteren Blickwinkel zu sehen – so wie beispielsweise in der Folge gestern: „Love Bites“.

Zwar ist diese Szene hier eigentlich über Dawsons Wunsch, einen Film zu drehen, aber man kann ihn auf so ziemlich alles mögliche erweitern: Es geht um Träume und darum, dass die Welt einem da draußen manchmal einreden will, dass man doch lieber aufgeben sollte. Aber sollte man? Manchmal habe ich das Gefühl auch, das Dawson ein wenig früher in der Folge hat, wenn seine Mutter zu ihm sagt, dass er einen Plan B braucht, wenn das mit dem Filmdrehen nicht funktioniert.

Aber dann kommt diese Szene, die mir einfach aus der Seele gesprochen hat – nicht was das Filmemachen betrifft, sondern was das Schreiben betrifft. Zwar finde ich Dawson in vielem Momenten echt furchtbar, aber das sind Teile von ihm, die mich tatsächlich bewegen und Sachen sagen, die ich manchmal glaube zu vergessen.

Es ist eben wirklich schwer, Idealismus und Träume zu bewahren. Danke an „Dawson’s Creek“, dass es mich aber immer wieder daran erinnert, wie wichtig sie doch sind. Die Charakter fallen dann zwar immer wieder auf die Schnauze, wenn sie ihren Träumen in der Serie hinterher rennen. Aber im Großen und Ganzen kommen sie am Ende vernünftig raus – anders als sie dachten, aber es war immer wichtig, diesen Träumen zu folgen.

Was würde man sonst erreichen? Ein verbitterter Mensch werden, der mit Schmerz und Melancholie an früher denkt? Da hat man dann vielleicht zwei Füße auf dem Boden, aber kein Herz, das atmet. Das ist auch der Moment, in dem ich das Opening der letzten „Dawson’s Creek“-Staffel verstanden habe:

„My heart is in my hand,
My head is in the clouds
My feet has left the ground
My life is turning around and around.

And every voice inside my head is telling me to run like mad.
Oh, bows and arrows, stars and sunsets.
Every heartbeat, every kiss just
Makes me wonder what all this is

Suits and armour,
Hearts and arrow.“

Gerade die letzte Staffel von „Dawson’s Creek“ spielt genau mit diesem Thema. Denn während man in den vorherigen Staffeln die Jugendlichen hatte, die versuchten, ihren Träumen zu folgen, die aber so häufig an der Realität verzweifelten, schließt die letzte Staffel nun den Kreis. Häufig werden die Charakter von damals nun als junge Erwachsene gezeichnet, die selbst Teenagern gegenüberstehen und sich darin zum Teil selbst erkennen.

Sie merken, wo sie vom Weg abgekommen sind, sie erkennen, was sie von diesen Jugendlichen wieder lernen können, was sie schon fast vergessen hatten, können ihnen aber ebenso helfen – denn letzten Endes sind sie doch gar nicht so sehr anders. Mag sein, dass manche das unrealistisch finden – für manche vielleicht. Für mich fühlt es sich aber tatsächlich so an, wie ich mich häufig fühle.

Vermutlich ist das einfach der Grund, warum diese Serie mir so gut gefällt. Viele halten sie für unrealistisch und das mag für sie auch so gelten, wenn sie sich ihre Leben betrachten. Für mich ist es aber so ungeheuer realistisch, wie es kaum sein kann.

Schaut euch die oben verlinkte Szene einfach mal an. Sie ist eine der wirklich, wirklich großen Szenen der Serie! Still, philosophisch, tief, hoffnungsvoll…

Jamas Tipp: Hot Fuzz

Gestern habe ich mit einem Kollegen einen kleinen Filmeabend gemacht, weil er „Hot Fuzz“ noch nicht gesehen hatte.

„Was, du hast Hot Fuzz noch nicht gesehen?“, fragte ich.
„Nein, daher habe ich ihn mir ja gekauft.“
„Ein so großartiger Film! Aber den darfst du nicht allein schauen! Den muss man zusammen schauen!“

Daher war der Plan spontan gefasst und ich kann es auch hier nur noch einmal verdeutlichen: Den Film schaut man zusammen an! Was der großartige „Shaun of the Dead“ für die Zombie-Filme ist, ist „Hot Fuzz“ für die Action-Filme: eine herrliche Homage an das Genre.

Man kann ihn auf Deutsch sehen, aber auf Englisch ist es so viel besser – ähnlich wie „Shaun of the Dead“. Der britische Akzent in seinen unterschiedlichen Ausprägungen trägt einfach noch zur Atmosphäre und vielen witzigen Szenen bei. „Hot Fuzz“ ist zwar stellenweise richtig albern, aber er hat auch keine Angst, das Genre ernst zu nehmen. Gerade aus diesem Spagat zwischen bizarren Albernheiten und dramatischen Szenen merkt man, wie liebevoll der Film gemacht ist.

Simon Pegg ist einfach einmal wieder großartig, wenn er den nahezu tadellosen Ausnahme-Cop Nicolas Angel spielt, der wegen zu gutem Dienst in ein Kleinstadtkaff „befördert“ wird, in dem nichts – aber auch gar nichts – passiert. Aber um es mit Nicolas Angel selbst zu sagen: „There is always something going on!“

Der Film zitiert laufend bekannte Action-Filme, indem er Dialoge manchmal als Vorbild nimmt, manchmal Szenen, aber noch viel häufiger typische Motive daraus. Er nimmt aus einem großen Potpourri an Bildern und Ideen und fügt sie zu einer rasanten Action-Komödie heran.

Aber wieso muss man ihn zusammen sehen? Es ist ein Buddy-Film! Während „Shaun of the Dead“ eine romantische Komödie (mit Zombies) ist, spielen Frauen in „Hot Fuzz“ keine wirkliche Rolle. Es geht um Loyalität, Pflichtbewusstsein, Mut und männliche Freundschaft – also was für die ganz harten Kerle. Die Freundschaft zwischen Nicolas Angel und seinem tappsigen Sidekick ist so großartig geschrieben und in Szene gesetzt, wie in vielen „richtigen“ Buddy“-Filmen.

Wer also Action-Filme mag, wer was mit britischem Humor anfangen kann, dem sei „Hot Fuzz“ wärmstens ans Herz gelegt. Und lasst euch nicht irritieren: Im Deutschen haben sie mal wieder einen absolut beknackten Untertitel unter den Titel gehängt, nämlich „Zwei abgewichste Profis“. Aha! Das war sicherlich absolut nötig, bei der Übersetzung hinzuzufügen. Hat nur leider gar nichts mit dem Film zu tun.

Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass Untertitel bei der Übersetzung entweder einfach unnötigerweise hinzugefügt wurden oder krampfhaft und unpassend verändert haben. Vielleicht war es der klägliche Versuch des Übersetzers, der Feeling der alten Buddy-Filme durch diesen Untertitel zu transportieren. Ist bei mir zumindest nicht gelungen.

Die richtigen Trailer kann ich hier leider nicht einbetten und ich fand nur einen Teaser, der nicht sonderlich gut war. Folgt daher einfach diesem Link für einen kleinen Einblick in den Film – und ja, das spoilt! Leider verrät der Trailer einmal wieder sehr viel, aber andererseits sind viele Sachen im Film auch nicht überraschend. Daher, schaut es euch einfach an und freut euch auf die Szenen.