Erinnert sich noch jemand an… Budokan?

Eines der letzten Beat’em’ups, die ich am Computer gespielt habe, war: „Budokan“! Ganz früher gab es da natürlich noch „Exploding Fist“ oder „International Karate+“, aber „Budokan“ war für mich der Höhepunkt des Genres am PC. Danach habe ich nie wieder ein Spiel aus diesem Genre angerührt. Erst mit meiner PS2 begann ich, das Genre neu für mich zu entdecken und habe jetzt meine heutigen Favoriten – „Dead or Alive“ bei den Nicht-Waffen-Prüglern und „Soulcalibur“ bei den Waffen-Prüglern.

Budokan war damals so eine Mischung aus all diesen spielen, denn man konnte aus vier unterschiedlichen Kampfarten wählen: Karate, Kendo, Nunchaku und Bo. Das Ziel war es, im großen Budokan-Turnier gegen besondere Gegner zu kämpfen, die teilweise sogar eigene Waffen hatten. Man trat dort gegen Ninjas oder sich selbst an.

Es war kein schnelles Spiel, aber es wirkte auf mich immer besonders anspruchsvoll. Ob das an der Steuerung lag oder den vergleichsweise unterschiedlichen Angriffen zu meinen bisherigen Prüglern, weiß ich nicht. Aber was war ich stolz wie Oskar, als ich das Turnier endlich gewonnen hatte!

Insgesamt verbinde ich wohl aber deswegen auch so tolle Erinnerungen an dieses Spiel, weil wir es immer bei unserem D&D-Spielleiter nach den Runden am PC gespielt hatten. Es hatte sich bei meiner Rollenspielrunde irgendwann als „das“ Prügelspiel eingebürgert und da ich zu dem Zeitpunkt selbst keinen PC hatte, wurde die Legende um das Spiel immer größer. Die Amiga-Version, die ich dann später spielen durfte, fühlte sich nie so an, wie die Version auf Björns PC.