Jamas Tipp: Hot Fuzz

Gestern habe ich mit einem Kollegen einen kleinen Filmeabend gemacht, weil er „Hot Fuzz“ noch nicht gesehen hatte.

„Was, du hast Hot Fuzz noch nicht gesehen?“, fragte ich.
„Nein, daher habe ich ihn mir ja gekauft.“
„Ein so großartiger Film! Aber den darfst du nicht allein schauen! Den muss man zusammen schauen!“

Daher war der Plan spontan gefasst und ich kann es auch hier nur noch einmal verdeutlichen: Den Film schaut man zusammen an! Was der großartige „Shaun of the Dead“ für die Zombie-Filme ist, ist „Hot Fuzz“ für die Action-Filme: eine herrliche Homage an das Genre.

Man kann ihn auf Deutsch sehen, aber auf Englisch ist es so viel besser – ähnlich wie „Shaun of the Dead“. Der britische Akzent in seinen unterschiedlichen Ausprägungen trägt einfach noch zur Atmosphäre und vielen witzigen Szenen bei. „Hot Fuzz“ ist zwar stellenweise richtig albern, aber er hat auch keine Angst, das Genre ernst zu nehmen. Gerade aus diesem Spagat zwischen bizarren Albernheiten und dramatischen Szenen merkt man, wie liebevoll der Film gemacht ist.

Simon Pegg ist einfach einmal wieder großartig, wenn er den nahezu tadellosen Ausnahme-Cop Nicolas Angel spielt, der wegen zu gutem Dienst in ein Kleinstadtkaff „befördert“ wird, in dem nichts – aber auch gar nichts – passiert. Aber um es mit Nicolas Angel selbst zu sagen: „There is always something going on!“

Der Film zitiert laufend bekannte Action-Filme, indem er Dialoge manchmal als Vorbild nimmt, manchmal Szenen, aber noch viel häufiger typische Motive daraus. Er nimmt aus einem großen Potpourri an Bildern und Ideen und fügt sie zu einer rasanten Action-Komödie heran.

Aber wieso muss man ihn zusammen sehen? Es ist ein Buddy-Film! Während „Shaun of the Dead“ eine romantische Komödie (mit Zombies) ist, spielen Frauen in „Hot Fuzz“ keine wirkliche Rolle. Es geht um Loyalität, Pflichtbewusstsein, Mut und männliche Freundschaft – also was für die ganz harten Kerle. Die Freundschaft zwischen Nicolas Angel und seinem tappsigen Sidekick ist so großartig geschrieben und in Szene gesetzt, wie in vielen „richtigen“ Buddy“-Filmen.

Wer also Action-Filme mag, wer was mit britischem Humor anfangen kann, dem sei „Hot Fuzz“ wärmstens ans Herz gelegt. Und lasst euch nicht irritieren: Im Deutschen haben sie mal wieder einen absolut beknackten Untertitel unter den Titel gehängt, nämlich „Zwei abgewichste Profis“. Aha! Das war sicherlich absolut nötig, bei der Übersetzung hinzuzufügen. Hat nur leider gar nichts mit dem Film zu tun.

Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass Untertitel bei der Übersetzung entweder einfach unnötigerweise hinzugefügt wurden oder krampfhaft und unpassend verändert haben. Vielleicht war es der klägliche Versuch des Übersetzers, der Feeling der alten Buddy-Filme durch diesen Untertitel zu transportieren. Ist bei mir zumindest nicht gelungen.

Die richtigen Trailer kann ich hier leider nicht einbetten und ich fand nur einen Teaser, der nicht sonderlich gut war. Folgt daher einfach diesem Link für einen kleinen Einblick in den Film – und ja, das spoilt! Leider verrät der Trailer einmal wieder sehr viel, aber andererseits sind viele Sachen im Film auch nicht überraschend. Daher, schaut es euch einfach an und freut euch auf die Szenen.