Thunder and Lightning

Wie gestern angekündigt, habe ich jetzt endlich mit „Final Fantasy 13“ angefangen – das schon etwa ein Jahr bei mir liegt. Als großer FF-Fan habe ich mir immer gesagt, dass ich es anfange, wenn ich genügend Zeit habe, denn für diese Spiele lasse ich mir immer gerne sehr viel Zeit. Zwar waren die Rezensionen, die ich bisher gehört habe, negativ, aber ganz ehrlich: Das sind sie bei Final Fantasy seit einiger Zeit ständig.

Ich denke, es liegt daran, dass jeder FF-Teil ein anderes Universum, eine andere Atmosphäre und vor allen Dingen auch andere Mechaniken hat. Dadurch hat man sehr schnell seinen „Lieblingsteil“, denn sie unterscheiden sich alle so massiv voneinander. Dann beginnen die meisten, sie miteinander zu vergleichen und sicherlich kommt nie ein Teil an den bisherigen Lieblingsteil ran. Aber bei mir ist das nicht so, denn ich habe – aus welchem Grund auch immer – es gelernt, jeden FF-Teil auf seine eigene Weise zu schätzen und zu lieben. Denn es gibt bei jedem Teil, den ich bisher gespielt habe, großartige Elemente, die es in den anderen Teilen nicht gibt.

Mein persönlicher Lieblingsteil ist „Final Fantasy 7“ – vermutlich, weil es mein erstes war. Es hat mich berührt, es hat mich bewegt und es hat mich inspiriert. Zu FF8 habe ich erst ein wenig gebraucht, denn ich mochte weder Squall noch Rhinoa. Dafür war das Guardian-Force-System eines der besten der gesamten Reihe und auch das Kampfsystem hat mir gefallen. FF9 gehört definitiv zu den Teilen, die mir mit am besten gefallen, denn die Geschichte ist toll, das Universum ist toll, die Charakter sind großartig – nur das Kampfsystem ist das schlechteste aus allen FF-Teilen. FF10 gefiel mir durchaus, denn es war optisch herausragend, die Geschichte war gut und es hatte Rikku! Dafür mochte ich aber Tidus und vor allen Dingen Yuna nie wirklich. In FF12 gab es Fran und den ersten männlichen FF-Charakter, der mir so richtig gut gefallen hat: Balthier.

Jetzt beginne ich mit FF13 und freue mich auf ein weiteres episches Abenteuer und die ersten Spielstunden haben mich darin bestätigt, dass es sich nett spielt und nicht so schlimm und schlecht ist, wie ich es manchmal gelesen habe. Die Story beginnt mal wieder mit einem dramatischen Knall und das ist auch, was mich momentan sehr mitreißt, denn ich will wissen, wie es weiter geht, denn es fängt bereits dramatisch und episch an und ich wette, das wird noch viel grandioser zum Schluss hin. Dann habe ich natürlich schon meine ersten Favoriten in den Charakteren und auch wenn ich es nicht dachte, aber: Ich mag Lightning. Mein bisheriger Lieblingscharakter ist natürlich (keine Überraschung) – Vanille.

Das Kampfsystem spielt sich sehr flott und chaotisch, aber man kann sich doch daran gewöhnen und es bringt eine interessante Dynamik. Man steuert ähnlich wie in FF12 nicht mehr die komplette Party, sondern in erster Linie einen Charakter, mit dem man ganz unterschiedliche Möglichkeiten hat, kann aber durch gewisse Pre-Sets Kampfhaltungen und Fähigkeiten der Mitstreiter beeinflussen – lässt sich sehr schnell einstellen und erhöht dadurch das Geschwindigkeitsmoment und Arcade-Gefühl der Kämpfe.

Ich habe bisher jedenfalls meinen Spaß. Das Intro ist übrigens auch mal wieder sehr schön, wenn auch ungewöhnlich – die Musik ist sehr still und ungewöhnlich unepisch, auch wenn sie zwischendurch mal dazu aufspielt. Aber das macht mich eher neugierig, dass es mit sehr dezenten Tönen zu arbeiten scheint. Ich freue mich aufs Weiterspielen.