Final Realization

Seit so ziemlich jedem „Final Fantasy“-Teil nach FF9 heißt es in Rezensionen „zu große Linearität, spielt sich wie ein interaktiver Film“. Langsam werde ich es müde zu lesen – aus mehreren Gründen. Auch die vorherigen FF-Teile waren nie sonderlich flexibel. Wenn ich an FF7, FF8 und FF9 denke, so hatte man zwar zwischendurch immer mal eine Weltkarte, auf der man sich bewegen konnte, aber trotzdem war keine Abweichung von den einzelnen Stationen möglich.

Der größte Unterschied zwischen diesen drei und den FF-Teilen ab FF10 ist, dass man die Weltkarte erst ab dem Punkt sieht, ab dem man auch wirklich die Welt erkunden kann. Das ist bei jedem Final Fantasy immer die gleiche Struktur gewesen: Zuerst spielt man ziemlich lange die Storyline nach und läuft auf den ausgetretenen Pfaden. Irgendwann bekommt man dann ein Raumschiff, ein Schiff oder sonst etwas, womit man besser reisen kann und ab diesem Moment wird der „Open World“-Modus in diesen FF-Teilen freigeschaltet. Ab dann kann man unzählige Geheimnisse entdecken, super schwere (aber unnötige) Boss-Monster hauen, ultimative Waffen ergattern oder bauen.

An sich unterscheidet sich da kein FF-Teil ab FF7 – zu den Teilen davor kann ich nichts sagen. Das Einzige, was ab FF10 dazu kam, war eine phänomenale Graphik, wodurch man noch mehr den Eindruck hatte, einen Film zu sehen. Vorher hatte man dafür aber nur diese ewigen, noch nicht einmal vertonten Dialoge. Eigentlich ist das also wirklich eine Verbesserung des Spielerlebnisses ab FF10 gewesen, denn es ist gleich – bis auf die Audioausgabe und die Cut-Scenes.