Once you party with ponies…

Ich kann nicht versprechen, dass dies mein letzter Blog-Beitrag zu „My Little Pony – Friendship is Magic“ ist, denn dafür ist die Serie zu großartig. Die Serie hat mich echt schwer getroffen. Aber ich habe immer noch die Hoffnung, wenigstens irgendjemand da draußen noch zu zeigen, dass diese Serie nicht das ist, was man zunächst denkt:

Ja, es ist eine Serie für junge Mädchen.
Ja, es ist eine Serie zu einer kommerziellen Spielzeug-Linie.
Ja, wir kennen alle die alte „My Little Pony“-Serie und ihren Zuckerschock und ihre Blümchenwelt.
Aber das hier ist „My Little Pony – Friendship is Magic“!

Der Serie sieht man deutlich den Einfluss von Lauren Faust („Powerpuff Girls“) an und auf Wikipedia habe ich eine Stelle gefunden, die eigentlich genau zeigt, warum diese „My Little Pony“-Serie anders ist als die alte Serie, die wir alle kennen:

Faust said she was „extremely skeptical“ about taking the job at first, finding shows based on girls‘ toys to be boring and unrelatable even as a child. My Little Pony was one of her favorite toys from her childhood, but she was disappointed that the adventures that her own childhood imagination conjured up while she played with the toys were nothing like the animated shows, in which the ponies had „endless tea parties, giggled over nothing and defeated villains by either sharing with them or crying“. With the chance to work on My Little Pony, she hoped to prove that „cartoons for girls don’t have to be a puddle of smooshy, cutesy-wootsy, goody-two-shoeness.“ To do this, she incorporated several elements into the design of the characters and the show that reflected real life instead of an idealized image of girls, including a diverse array of personalities, that friends can be diverse and get into arguments but still be friends, and that girls should not limited by what others say they can or can’t do. (Quelle: Wikipedia)

Das habe ich erst gefunden, nachdem ich die Serie komplett gesehen habe und jetzt weiß ich auch, warum die Serie so großartig ist: Da saß jemand mit Herzblut dran! Das ist das ähnliche Phänomen, warum die ersten beiden Spider-Man-Filme von Sam Raimi so herausragend sind, denn dort war es ähnlich.

Lauren Faust hat also das in die Serie gebracht, was sie als Kind immer vermisst hatte und das gestrichen, was sie auch als Kind bereits kitschig fand. Trotzdem ist es immer noch „My Little Pony“ und daher eine sehr bunte und liebevolle Welt – aber nicht mehr in diesem unglaubwürdigen Extrem. Die neue Serie zieht einfach wunderschöne Parallelen zum echten Lieben und ist trotz der ganzen bizarren Absurditäten eine wunderschöne Parabel für das Leben an sich, für das Erwachsenwerden (Cutie Mark Crusaders!), was es heißt, ein Freund zu sein und so viele wirklich wichtige Werte.

„My Little Pony“ mag eine absolut kommerzielle Serie sein, die durchaus darauf abzielt, Eltern das Geld aus den Taschen zu ziehen. Aber ganz ehrlich: Die Serie ist so verdammt gut gemacht, da finde ich, dass sich Hasbro das verdient hat. Hoffentlich verbocken sie es nicht mit der zweiten Staffel, bei der Lauren Faust wohl nicht mehr diesen massiven Einfluss hat. Aber die erste Staffel hat sich in mein Herz geschlichen.

Denn… „Once you party with ponies…“:

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