We are the only ones who can do it

Bei „Final Fantasy 13“ gab es schon ein paar richtig tolle Bosskämpfe bisher – und das ist auch etwas, das ich an dieser Reihe liebe: Die Epik. Wenn da eine wirklich tolle Filmsequenz kommt, mit Charakterentwicklung, mit Plot-Twists, dann taucht ein Bösewicht auf und hält beeindruckende Monloge und am Ende geht es dann in den Kampfmodus mit einer heroischen Kampfmusik und der ganze Bildschirm explodiert. Das ist „Final Fantasy“.

Frustrierend ist es aber, wenn man sich an so einem Boss die Zähne ausbeißt. So passierte es mir, beim zweiten Kampf gegen Barthandalus in Kapitel 11. Er wollte und wollte einfach nicht sterben, hatte ewig viele Hit Points, ich knabberte extrem lange daran, teilweise dauerten meine Versuche 30-40 Minuten ehe Barthandalus sein Todesurteil auf meinen Hauptcharakter aussprach und der Countdown unnachgiebig  nach unten tickte. Doch in der Zeit, die mir der Countdown ließ, gelang es mir einfach nicht, dem Boss den Rest zu geben.

Auch das Lösungsbuch half mir nicht weiter, denn dort stand: Zwischen 300.000 bis 400.000 Hit Points legt Barthandalus das Todesurteil auf den Anführer der Gruppe; dann auf Blitzschlag in die Offensive gehen und nur noch über Mega-Vita heilen, nicht mehr in Heilerrollen gehen, denn jetzt drängt die Zeit – alles oder nichts.  Doch das langte nicht! Ich versuchte unterschiedliche Taktiken, ich wechselte die Gruppenmitglieder aus, versuchte andere Rollen, versuchte es mit der Hast von Sazh, modifizierte meine Ausrüstung und so weiter, aber meist musste ich dann nach 20-30 Minuten mich geschlagen geben.

An sich war der Bosskampf nicht das Problem. Nur schaffte ich es nie, ab dem Todesurteil den nötigen Schaden zu machen, damit ich rechtzeitig den Boss auf 0 Hit Points bringe. Doch dann probierte ich in meiner Verzweiflung etwas, bei dem ich nicht dachte, dass es funktioniert, denn immerhin ist es ein Boss und sogar noch ein wichtiger Story-Boss: Aber ich probierte die Manipulator-Rolle von Vanille und siehe da, Deprotes wirkte tatsächlich wahre Wunder und setzte die physische Verteidigung von Barthandalus soweit herab, dass ich – glaube ich – das Schadens-Cap erreichte.

Im Deprotes-Zustand sind die Hit Points von Barthandalus einfach so gepurzelt. Es war zwar auch nicht einfach, denn er hat sich den Debuff regelmäßig runtergenommen, so dass ich immer knobeln musste, wie ich Vanille kurzzeitig auf Manipulator wechseln lassen konnte und nicht meine ganze Gruppe dann dabei verreckt, aber es klappte. Und ich bin weiter – endlich!

Aber trotz des Frustes (oder vielleicht gerade deswegen) fühlte ich mich danach richtig zufrieden… und episch – „Final Fantasy“ halt.