Now we live on to greet a new dawn

Ich bin fertig mit der Storyline von FF13 – nach knapp 47 Spielstunden. Ich habe durchaus viel Zeit beim Aufleveln verbracht, so dass ich denke, dass man es in deutlich geringerer Zeit durchspielen kann. Ich würde aber mal tippen, dass es unter 30 Spielstunden wirklich schwer wird.

Daher kann ich nicht so ganz nachvollziehen, wie einige behaupteten, dass FF13 recht kurz ist. Wenn ich bedenke, dass ich kaum eines der Secrets gemacht habe und mich nur auf die Hauptstory konzentriert habe, denke ich, dass da noch deutlich mehr an Zeit möglich ist; nicht nur zum Strecken, sondern wirklich spaßige Spielstunden. Denn auch wenn das Kampfsystem vermutlich nicht jedermanns Sache ist, mir hat es gefallen, nachdem ich erst einmal den Dreh heraus hatte.

Was bleibt mit abschließend zu sagen? Wieder einmal: Wow! Final Fantasy schafft es wirklich mit jedem Teil von bodenständig zu gigantisch zu werden, einige extrem tiefe Charaktere in die Mitte einer epischen Auseinandersetzung zu werfen und dann zu sehen, was daraus wird – das ist es, was ich an dieser Reihe so liebe und FF13 ist da keine Ausnahme.

Final Fantasy 13 muss man als Gesamtwerk sehen. Es ist nicht nur das Kampfsyste, nicht nur das Rollenspiel, es ist auch nicht die Grafik oder die Musik, es ist auch nicht die Ästhetik und die Choreographie, die gewaltige Welt und die Philosophie dahinter, die es ausmachen – alle diese Teile machen es aus und in der Gesamtheit erst wird es zu etwas Atemberaubenden. Das Spiel ist mehr als die Summe seiner Teile, denn wenn man alles auf sich einwirken lässt, dann entsteht dieser Effekt, dass man staunend vor dem Bildschirm sitzt.

Darauf muss man sich natürlich einlassen und wenn man sich auf einen Teil zu sehr konzentriert, dann klappt es nicht. Wenn man sich zu sehr anstrengt, zu sehr bemüht, wenn man nur eines aus diesem Spiel ziehen will, dann wird man enttäuscht und gelangweilt werden. Es mag vielleicht für mich nicht der beste Teil der Final-Fantasy-Serie gewesen sein, aber er hat dem Namen alle Ehre gemacht und mich ungeheuer gut unterhalten und wird mir noch lange, lange im Gedächtnis bleiben, denn das Spiel hat mich durch viele Bilder, durch viel Musik, durch viele Eindrücke und noch viel mehr Ideen inspiriert.

Und jetzt freue ich mich wie ein Schnitzel auf „Final Fantasy 13-2“ und bin gespannt, was sie mit der Welt dann machen. Denn auch wenn es ein zweiter Teil ist, haben sie die Welt doch ziemlich umgeworfen im Verlauf des Spiels. Ein wenig Wehmut schwingt für mich mit, aber das kann ich leider nicht weiter ausführen ohne massiv zu spoilern. Aber wer weiß, was FF13-2 für mich bereit hält und vielleicht ist dieser Wehmut doch nicht ganz berechtigt.

FF13 ist eine wunderschöne Geschichte über Wünsche und Träume, über Schicksal und den Verlust des Weges, über Schuld und Vergebung, Opfer und Tyrannei, leere Hüllen und und grenzenlose Macht, darüber, dass man seine Bestimmung selbst in die Hand nehmen muss und wie man seine Angst überwindet.

Wer einen kleinen Einblick in dieses Gesamtpaket haben will, für den habe ich ein Video gefunden, in dem Spielszenen auch mit Dialog unter das gesungene Main-Theme von Leona Lewis „My Hands“ gelegt wurden. Man versteht nicht immer alles, aber es geht um das Gesamtpaket und jetzt nach dem Spiel hat mehr als eine Stelle davon bei mir Gänsehaut verursacht – das ist Tragik und Epik!

Aber Achtung, wenn man genau hinschaut und hinhört enthält es doch einige kleinere Spoiler – doch es ist so schön! Ich würde sogar fast sagen, dass es weniger Spoiler sind, als vielmehr sehr gut gewählte Schlüsselszenen, die eine Idee davon geben, um was es geht, aber ohne zu viel zu verraten:

Je häufiger ich mir dieses Video ansehe, desto bewusster wird mir, wie episch diese 47 Spielstunden doch waren.