Erinnert sich noch jemand an…. Druid 2: Enlightenment?

Ich erinnere mich noch gut an den ersten Teil von „Druid“ auf dem C64: Ich fand es als Kind zu schwer und zu gruselig.  Von überall strömten Monster auf mich zu und ich hatte nur begrenztes  Mana und bin einfach nicht hinterher gekommen. Das Spiel war im Prinzip immer ein Wettrennen gegen meine Trefferpunkte. Wobei das auch größtenteils daran lag, dass ich als Kind die ganzen Zauber nicht verstand und auch nicht wirklich haushalten konnte.

Wie ich dann aber darauf gekommen war, mir „Druid 2: Enlightenment“ zuzulegen? Keine Ahnung, aber ich erinnere mich noch, wie ich stolz wie Oskar im Auto bei meinen Eltern gesessen habe und die Packung in den Händen hielt. Außerdem fand ich das Handbuch toll – war es bestimmt nicht, aber ich mochte die Geschichte vom Anfang mit dem Untoten. Das ist alles so verschwommen in meiner Erinnerung, dass ich das leider wirklich nicht genauer erklären kann.

Der zweite Teil war auch nicht wirklich anders wie der erste. Nur die Level waren irgendwie komplexer und außerdem hatte ich endlich eine Anleitung! Damit war es mir möglich, das Spiel endlich zu verstehen und ich bin in dem Spiel versumpft.

Man steuerte einen alten Druiden, der gegen urböse Mächte kämpft, die das Land korrumpiert und verändert haben. Aber fragt mich nicht mehr, wieso und überhaupt. Das Spiel war eigentlich eine Weiterentwicklung des damals schon eher alten „Gauntlet“-Klassikers, auf dem so viele andere Spiele später aufbauten.

„Gauntlet“ habe ich immer gehasst, weil man es noch viel schwieriger in dem Wettrennen gegen seinen Health-Balken hatte. In „Druid 2“ ging das einigermaßen und zwar habe ich auch „Gauntlet“ ewig gespielt, aber bei „Druid 2“ passte einfach so viel mehr für mich zusammen.

Grundsetting also: Land verloren, man selbst ist der magische Held, der alles wieder bereinigen kann. Und ich habe es geschafft! Ich glaube, „Druid 2“ war eines der ersten Spiele, die ich ohne Trainer damals geschafft habe – und auch ohne Komplettlösung.

Ich kämpfte mich also durch die verschiedenen Level, befriedete die verschiedenen Element-Ebenen und zerstörte diese komischen… Dämonenschädeldinger, die das Urböse darstellten. Ganz allein… ich! Daran könnt ihr sehen, wie sehr ich mich in dieses Spiel verbissen hatte.

Ich glaube sogar, dass dieses Spiel ein wenig aufgepeppt auch heute noch gut funktionieren würde und an sich unterscheidet es sich jetzt auch nicht ganz so sehr von modernen Hack&Slay-Adventures wie „Castlevania: Lords of Shadow“. Vielleicht hat sich da auch damals einfach schon meine Vorliebe für dieses Genre gezeigt.

Zuerst spielte ich es auf dem C64, aber dann gab es auch noch eine Amiga-Version, an die ich mich noch gut erinnern konnte. Was für ein Unterschied das doch in der Grafik war! Es spielte sich auch vollkommen anders. Was für ein tolles Spiel!

Ich erinnere mich noch als ob es gestern wäre an das Intro: Man sah das Bild des Druiden, der gerade irgendeinen Strahl ins Bild feuert, eine Hand hoch erhoben und dann ertönte eine Computerstimme: „Enlightenment!“ – und die Retromusik ging los. Ich liebte diese Musik…

Merkwürdigerweise habe ich diesen Anfang bei YouTube nicht mehr gefunden, sondern nur diesen hier und da fehlt die Computerstimme aus meinen Kindheitserinnerungen – unglaublich!