One of them is me

Jetzt haben wir auch die zweite „Dollhouse“-Staffel zu Ende gesehen. Man merkt der zweiten Staffel leider durchaus an einigen Stellen an, dass die Serie auf länger ausgelegt war. Manche Folgen wirken so, als ob sie von der Thematik und dem Potenzial eine ganze Staffel hätten bedienen können und manche Charakterentwicklungen oder -Möglichkeiten werden somit beschleunigt oder erst im Nachhinein erklärt.

Besonders in der letzten Folge sieht man auch, was da noch alles für Ideen waren und man erkennt auch deutlich, wohin manche Charakterkonstellation in typischer Joss-Whedon-Art hätte hingehen sollen und was für ein Drama das hätte werden können, wenn man die Zeit dafür in einer gesamten Staffel gehabt hätte. So sieht man es nur im Rückblick, was für einen Endeffekt es hat.

Die Serie endet also durchaus rund und bleibt definitiv nicht offen. Aber um so trauriger ist, was da für Potenzial einfach verspielt wurde von einem bescheuerten Sender, der nicht kapiert hat, was für eine tolle Serie er da hätte machen können. Ich bin mir absolut sicher, wenn Joss Whedon die Zeit gehabt hätte, dass er eine wirklich visionäre Geschichte hätte erzählen können, in der die Serie sich von Staffel zu Staffel von einer simplen Grundidee zu einem Was-Wäre-Wenn-Szenario in eine post-apokalyptische Welt entwickelt.

Schon allein, was da in der letzten Folge für Ideen drin waren! Aber es fühlt sich wenigstens nicht so unfertig an, wie das Ende von „Firefly“ – selbst wenn man „Serenity“ nachschiebt. Es hätte eine geniale Serie werden, so war es nur der Ausblick auf eine großartige Idee, der leider nur die Chance gegeben wurde, eineinhalb Staffeln zu gedeihen. Zu kurz, um vollständig erzählt zu werden, aber lang genug, um mich zu beeindrucken.

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