Das Ende der Angst

„F.E.A.R. 3“ habe ich mittlerweile auch durch und viel gibt es eigentlich nicht mehr zu meinem letzten Eintrag zu ergänzen. Es ist kurz, aber gut, allerdings kein Schocker wie „Dead Space“ – und ich denke, das will das Spiel auch gar nicht. Das Ende hat mir besser gefallen als vom zweiten Teil und insgesamt fühlte sich die Story spannender und runder an.

Es gab  mehrere Stellen, die ich recht anspruchsvoll fand, obwohl ich es nur auf „einfach“ gespielt habe, allerdings bin ich auch einfach nicht der begabte Shooter-Spieler, von daher mag es auch meinen mangelnden Fähigkeiten geschuldet sein. Trotzdem haben mir gerade der ungleiche Kampf gegen die Power-Armor gefallen und auch das Ende eines Kapitels, in dem man gegen Phasing-Offiziere kämpft, die durch Wände verschwinden und wirklich extrem harte Brocken sind.

Das machte schon Laune, zumal ich einen Schutz mit mir getragen habe, durch den ich durchsehen und schießen konnte und mich leer geschossen habe, so dass ich die Phasing-Offiziere nur im Nahkampf niederstrecken konnte. Sowieso habe ich in diesem Teil sehr viel über Nahkampf gemacht, da ich den doch recht stark und eben auch sehr munitionssparend fand.

Wenn ich allerdings gewusst hätte, wie kurz das Spiel ist und wie hässlich die Alma-Figur der CE, hätte ich vermutlich gewartet, bis das Spiel zu einem billigeren Preis vielleicht in der Platinum-Edition verfügbar ist.

Was mich jetzt seit dem Fertigspielen allerdings in den Bann gezogen hat, ist das brandneue „Uncharted 3“. Ursprünglich hatte ich mich schon gewundert, dass es nicht am Samstag gekommen war, aber Sonntag habe ich im Briefkasten nachgeschaut, da es nicht als Paket, sondern als Briefsendung verschickt wurde – und da war es!

Der dritte Teil fängt grandios an und steigert sich immer mehr. Meine Begeisterung für die Uncharted-Reihe solltet ihr ja mittlerweile mitbekommen haben. Der neue Teil ist durchaus dem zweiten Teil bisher sehr ähnlich, nur dass die Graphik noch einen Ticken besser ist, manche Steuerungslemente verbessert oder erneuert wurden (ich liebe das Zurückwerfen der Granaten) und der Nahkampf jetzt so richtig Spaß macht. Schon allein, wenn man in den Nahkampf geht und einem Gegner dann den Zünder von der Granate ziehen kann, um dann in Deckung zu gehen… Nathan Drake ist schon ein mieser kleiner Sack – aber ein großartiger Charakter!

Ich glaube, dass es sogar einer der besten männlichen Charaktere ist, die ich bisher in Computerspielen erleben durfte – neben Balthier aus „Final Fantasy 12“. Und das sage ich, der normalerweise lieber weibliche Hauptcharaktere hat! Aber Drake ist wirklich einfach großartig und gefällt mir an sich sogar besser als Ezio aus Assassin’s Creed, den ich eigentlich auch sehr mag.

Was richtig großartig ist, ist aber wieder einmal das Zusammenspiel von Musik, Action und Atmosphäre in diesem Spiel – da passt einfach alles. Man fühlt sich wie in einem interaktiven Film, der ungeheuer spannungsgeladen ist. Sogar meine Frau bleibt immer mal wieder im Wohnzimmer hängen und schaut zu, weil man auch einfach verdammt gut zuschauen kann.

Außerdem ist das Musikthema von Drake für mich ein ziemlich Ohrwurm – eingängig und episch. Das ist zwar jetzt aus dem zweiten Teil, aber sein Thema ändert sich natürlich nicht von Spiel zu Spiel:

Ich liebe dieses Stück. Es fängt den Charakter so wunderschön ein. So ein heldenhaftes Schlitzohr, das aber auch ganz schön fies sein kann. Ein Dieb, der aber das Herz am rechten Fleck hat.

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