The Reader

Huch, da hatte ich plötzlich auch einen. Nein, kein Smart-Phone – das ginge schon grammatikalisch nicht. Einen e-Book-Reader und zwar einen Kindle. Eigentlich habe ich bisher immer sehr skeptisch dem allem gegenüber gestanden. Ich bin bibliophil – ich liebe Bücher. Wundert vielleicht niemanden, ich habe Literaturwissenschaften schließlich wegen genau dieser Liebe studiert.

Daher konnte ich es mir bisher nicht vorstellen, kein Papier in den Händen zu halten, nicht ein Buch aufzuklappen beim Lesen und nicht das Gefühl des Einbandes zu spüren. Trotzdem habe ich schon häufiger in der letzten Zeit überlegt, ob ich mir nicht doch einmal einen Kindle (oder einen anderen e-Book-Reader) holen sollte. Um so erstaunter war ich, als mir meine Frau gestern zum Geburtstag einen solchen schenkte; denn mit ihr hatte ich – dachte ich – mich nicht über diese Gedanken unterhalten. Trotzdem hat sie genau in diese Kerbe geschlagen, dass ich es überlegt habe, dann aber doch zurückgeschreckt bin. Also eigentlich: perfekt.

Wieso nur eigentlich? Weil ich immer noch nicht so recht weiß, was ich davon halten soll. Im ersten Moment hat mich vieles am Kindle irritiert. Die Installation ging zwar einfach, aber war doch irgendwie unhandlich – ebenso wie die Steuerung mit dieser arg kleinen Tastatur, bei der mir die Tasten manchmal an den falschen Stellen zu sitzen scheinen. Mittlerweile habe ich mich damit arrangiert, mittlerweile klappt es gut.