Queens of Voices

Manchmal bin ich ja neugierig. Na gut, streicht das. Ich bin grundsätzlich neugierig. Nur hin und wieder werden mir Dinge bewusst, die ich nicht weiß und dann muss ich da nachforschen. So ging es mir, als ich mal wieder „Silky Heart“ gehört habe und mich plötzlich gefragt habe, wie die Synchronsprecherin von Taiga aussieht.

Es ist wirklich spannend, sich mal die Sprecher hinter den Figuren anzusehen und man ist häufig sehr überrascht, wie anders diese Personen dann doch sind – aber wie ungeheuer sympathisch meist. So ist mir bei ein paar Interviews mit Tara Strong (Sprecherin von Twilight Sparkle, Rikku, Raven und vielen mehr) aufgefallen, wie witzig und spontan die Frau doch ist. Das ist sowieso ein ungeheuer spannendes Interview:

Jetzt habe ich mir einmal Rie Kugimiya angesehen und sie wirkt zwar nicht viel anders, als ich sie mir vorgestellt habe, aber das Video, das ich gefunden habe, fand ich ungeheuer spannend. Ich verstehe kein Wort, aber allein, ihr dabei zuzusehen, wie sie live Szenen synchronisiert… unbezahlbar! Da sieht man, dass Synchronsprechen keineswegs einfach ist und wirklich viel Schauspielerfahrung und auch Können dazu gehört.

Leider ist das eine Erkenntnis, die ich häufig bei vielen deutschen Synchronisationen vermisse, bei denen die Sprecher irgendwie seelenlos sind. Aber das, was Rie Kugimiya da an Emotion und Kraft in die Stimme legt, ist alles andere als seelenlos – aber das ist auch nicht verwunderlich bei der „Königin aller tsundere-Charaktere“, wie sie gerne mal genannt wird. Ich liebe tsundere einfach.

Was ist eigentlich das Schöne an tsundere-Charakteren? Manche mögen sagen, dass solche Charaktere einfach nur bipolar sind – sie sind schwarz oder weiß, ganz oder gar nicht. Sie gehen immer von einem Extrem ins andere. Was ich ungeheuer spannend an diesen Charakteren einfach finde, ist der innere Konflikt. Konflikte machen Charaktere erst interessant und der übliche tsundere-Charakter ist einfach innerlich zerrissen – aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Sie mögen vielleicht also auf den ersten Blick flach erscheinen, weil sie nur wechseln zwischen beispielsweise „wütend“ und „scheu“, aber da ist deutlich mehr dahinter. Wenn ich mir tsundere-Charaktere anschaue, die mir da direkt einfallen, dann sind das alles ungeheuer tiefe Charaktere: Naru Narusegawa (Love Hina), Taiga Aisaka (Toradora), Asuka Soryu Langley (Neon Genesis Evangelion), Momoko (Wedding Peach), Akane (Ranma 1/2).

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