Jamas Tipp: Cutie Honey

Es gibt viele Comic-Verfilmungen mittlerweile und auch richtig viele gute. Aber wenn es um Manga/Anime-Verfilmungen geht, dann ist das schon eher spärlich, was es gibt, was man sich ansehen kann. Daher wollte ich euch heute einen kleinen Geheimtipp präsentieren, der allerdings vermutlich nicht für jeden etwas ist: „Cutie Honey“.

Regie geführt hat Hideaki Anno – von „Neon Genesis Evangelion“. Angeblich hatte es Anno in tiefe Depressionen gestürzt, dass NGE bei den Fans nicht ganz so gut angekommen war und er wurde ziemlich verbittert und machte danach zwei NGE-Filme, die bekanntermaßen als „Hideaki Annos Rache an den Fans“ in die Anime-Geschichte einging. Mit „Cutie Honey“ meldet er sich aber wieder zurück und zeigt: Er hat seine Depressionen überwunden.

Wieso? „Cutie Honey“ ist bunt, schrill, absurd, kitschig, bizarr, witzig, emotional und vollkommen übertrieben. Es ist die Realverfilmung der gleichnamigen Anime/Manga-Reihe – einem Magical-Girl-Manga.

Dabei dreht sich alles um Honey Kisaragi, die bei einem Unfall gestorben ist und nach ihrem Tod von ihrem Vater in einen Androiden umgewandelt wurde. Seitdem hat sie ungeheure Kräfte und kann sich in windeseile in alle möglichen anderen Personen verwandeln – und wird natürlich nie erkannt! Dabei bezieht sie ihre Energie aus der „I“-Technologie, die ihr Vater angewendet hat, was natürlich ein kleines Wortspiel ist zwischen „Artificial Intelligence“ und dem japanischen „Ai“, das „Liebe“ bedeutet.

Ich habe selten einen Film gesehen, der so ungeheuer gut das Anime-Flair eingefangen hat und auch wenn es anfangs nach „Power Rangers“ aussieht, so ist das doch sehr gewollt und wenn man sich den Film genauer ansieht, merkt man, dass es eher eine Hommage war, denn der Film zeigt an vielen Stellen, dass er auch deutlich mehr kann.

Der Film funktioniert auch auf Deutsch richtig gut und ich habe mich dermaßen gut amüsiert, dass mir danach vor Lachen alles weh getan hat – und trotzdem ist der Film auch gerade am Schluss nachdenklich, was wohl dann auch einfach wieder der Einfluss von Hideaki Anno ist.

Wer Animes/Mangas mag, auch dem Magical-Girl-Genre etwas abgewinnen kann, kein Problem mit japanischen Filmen hat: Gucken! Der Film ist sehr eigen, aber definitiv sehenswert.

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