Lazy Town

Der „NaNoWriMo 2011“ ist jetzt schon einen halben Monat vorbei und geschafft habe ihn: 50.000 Wörter in einem Monat. Trotzdem fühle ich mich noch sehr unzufrieden – das habe ich gestern gemerkt, als ich mit einem Kumpel telefoniert habe, der auch mitgemacht hat. Denn ich habe seit dem Ende nicht mehr weiter getippt.

Eines der Probleme war wohl, dass ich wirklich viel zu tun hatte, so dass es gegen Ende extrem anstrengend wurde, regelmäßig zu schreiben. Hinzu kam, dass ich sehr früh merkte, dass ich am Ende des NaNoWriMos vermutlich erst in der Mitte des Romans angelangt bin.

Zwar hatte ich überlegt, dann vielleicht doch ein wenig zu überspringen, doch das hatte sich auch nicht richtig angefühlt. Zumal ich gemerkt hatte, dass das Einführen eines weiteren Charakters dem Plot einiges an Schwung gegeben hat und das wollte ich nicht direkt mit dem Ende abwürgen. Außerdem haben mir ein paar der Ideen zu gut gefallen.

Also hatte ich am Ende die Idee, die erste Hälfte diesen NaNoWriMo zu schreiben und die zweite nächsten NaNoWriMo – oder einen darauf. Denn ob ich wirklich nächsten NaNoWriMo die „Greifenreiter“ weiterschreiben will oder nicht lieber Penelope aus dem NaNoWriMo vor zwei Jahren eine weitere Episode gönnen will, das weiß ich noch nicht und will ich – wie immer – kurzfristig zum November entscheiden.

Das ändert aber nichts daran, dass ich noch ein kleines Loch im ersten Viertel habe, bei dem ich einfach nicht wusste, wie ich von Punkt A zu Punkt B komme, aber das unbedingt brauchte. Daher übersprang ich den Teil, um voranzukommen. Das muss ich noch ausfüllen – vielleicht fünf Seiten, wenn das hochkommt.

Dann hätte ich da noch das Ende des ersten Teils und somit den Cliffhanger, bei dem ich zwar fast angelangt, aber eben nur fast! Dabei habe ich schon eine Ende und weiß, auf welcher Note ich aufhören will. Ebenso weiß ich, wo ich den Schwung zum Ausrollen des ersten Teils nehmen will. Eigentlich ist alles gut positioniert. Ich muss mich nur endlich einmal hinsetzen und die verdammten letzten paar Seiten schreiben! Viel ist das wirklich nicht mehr. Auch noch einmal vielleicht fünf oder gar zehn Seiten. Das muss doch machbar sein!

November ist ein merkwürdiger Monat, denn dank der Zugkraft des NaNoWriMos schaffe ich es im November immer, täglich mindestens 1700 Wörter und insgesamt über 50.000 Wörter zu schreiben. Außerhalb des Novembers brauche ich teilweise für 1700 Wörter eine Woche bis ich mich wieder aufraffen kann. Das kann es echt nicht sein. Andererseits sollte ich es vermutlich einfach akzeptieren.

Das war bei meinem ersten NaNoWriMo vor drei Jahren bereits so. Da hatte ich locker meine 50.000 Wörter geschafft, aber für die restlichen 30.000 habe ich zwei Monate gebraucht, um zum Ende zu gelangen. Vielleicht ist das einfach so bei mir. Vielleicht sollte ich es einfach akzeptieren. Fällt mir nur schwer. Denn es ärgert mich. 10-15 Seiten nur noch! Verdammt! Das muss doch noch drin sein, dass ich die dieses Jahr schaffe!