You must go where I cannot

Wir haben gestern an Silvester mit unseren Gästen einen Film gesehen, den ich schon ganz vergessen hatte, obwohl ich sogar vor ein paar Jahren darüber gebloggt hatte, dass ich ihn unbedingt sehen wollte. Doch obwohl er Auszeichnungen abräumte und von Kritikern gelobt wurde, hat er es nie bis hierher in die Kinos geschafft – und noch nicht einmal in den DVD-Handel. Man bekommt ihn sogar nur aus dem Ausland: „The Secret of Kells“.

Der Zeichenstil ist eigen – sehr eigen… aber ungeheuer faszinierend. Anfangs hatte ich richtig Schwierigkeiten durch die für mich falschen Perspektiven, denn die Zeichnungen sind eher den Zeichnungen alter Bücher nachempfunden und häufig hatte ich mich auch an Kirchenfenster erinnert gefühlt. Das gibt dem Film eine ganz eigene Atmosphäre, die in besonderen Szenen mit ein paar Kniffen sogar noch verstärkt wird. Schon allein wegen dieses Zeichenstils sollte man sich ihn ansehen.

Der Stil passt perfekt zum gewählten Thema: nämlich dem Schreiben des mittelalterlichen „Buch von Kells„. Mir war das Buch bisher nicht bekannt, aber der Zeichenstil ist wirklich sehr stark dem Buch nachempfunden, wie ich durch ein paar Googleien herausgefunden habe.

Aber auch die Geschichte ist interessant, durchaus offen und wie ich finde nicht all zu einfach. Als Kind hätte ich mich vermutlich durchaus gelangweilt und hätte das Ende und manche Stelle mittendrin nicht verstanden. Aber mir als Erwachsener hat der Film einiges an Inspirationen und Bildern gegeben über die ich sehr dankbar bin.

Da es den Film nicht normal hier zu erwerben gibt, gebe ich euch den Tipp, dass man den Film auch auf YouTube komplett ansehen kann zur Zeit. Einfach „Secret of Kells“ eingeben. Was würde ich dafür geben, den ganz normal hier zu kaufen und nicht erst importieren zu müssen.

Aber so werde ich wohl mal wieder einen blöden Import machen, bei dem es wieder Einschreiben gibt und ich darf dann Samstag morgen zur Post stapfen und vergeude wieder eine Stunde meines kostbaren Wochenendes.