A spy does not fall in love

Unsere nächste Serie wurde jetzt nach Game of Thrones: Chuck – die 3. Staffel. Da hatten wir ein wenig Pause und mittlerweile liegt hier nicht nur die dritte Staffel, sondern auch die vierte. Daher dachten wir uns, nach all dem Drama von GoT, von Heroes und von Fringe, schauen wir doch mal wieder was Leichteres.

Wobei es gelogen ist, denn Drama? Ja, das gibt es auch bei Chuck. Aber das macht es auch so sehenswert. Doch das Drama ist nicht bei der Weltenrettung, dem ganzen Agentenkram, den Superwaffen und Regierungsgeheimnissen, denn das ist alles sehr witzig und amüsant und leicht rübergebracht. Das Drama liegt bei Chuck zwischen den Charakteren – genau da, wo es hingehört.

Ich muss gestehen, ich bin noch ein wenig skeptisch, da die zweite Staffel mit einem Moment aufhörte, bei dem ich mir dachte: „Uh, seid ihr sicher, dass ihr da weitermachen wollt? Das würde es viel langweiliger machen.“ So richtig sicher waren sie sich dann wohl doch nicht, denn sie drehen noch ein wenig zurück und machen einen Soft-Reset – zumindest bisher. Trotzdem scheint es, als ob sie trotzdem dorthin wollen. Mal schauen, was draus wird.

Jedenfalls hatte ich wieder richtig Spaß mit dem sympathischen Nerd-Agenten Chuck, mit dem ich so gut mitfühlen kann. Denn hey, er ist wirklich der nette Junge von nebenan.

No Effect

Mass Effect und ich – ich glaube, das wird nie etwas. Jetzt habe ich bereits zum dritten, streng genommen sogar vierten Mal versucht, „Mass Effect 2“ anzuspielen. Ich bin auch sogar weiter als bei den ersten Anläufen, aber trotzdem will und will der Funke nicht überspringen. Das wundert mich; sehr sogar. Denn eigentlich sollte ich es mögen. 3rd-Person-Shooter gefallen mir, RPG-Elemente sind vorhanden, das Setting ist umfangreich, die Charaktere spannend, aber woran hängt es?

Ich kann echt schwer den Finger darauf legen, aber obwohl mir 3rd-Person-Shooter gefallen, macht mir das Spielen von „Mass Effect 2“ einfach keinen Spaß. Das ist mit Abstand der lahmste und unhandlichste 3rd-Person-Shooter, den ich bisher gespielt habe. Die Steuerung ist hakelig, die Befehle für die Gefährten sind komisch, die Sonderfähigkeiten wollen nicht so recht bei mir und die Waffen sehen mir alle zu gleich aus. Vielleicht liegt es aber auch einfach an mir, dass ich mit diesem Spielelement mal ausnahmsweise nicht zurechtkomme.

Doch wenn es nur das wäre! Denn auch die ach-so-gerühmten Dialog-Sequenzen wollen bei mir keine wirklich Spielfreude erzeugen. Da gefallen mir die Dialoge aus SW:TOR doch deutlich besser, denn die fühlen sich wenigstens nach Gespräch an. Die ME2-Dialoge sind für mich keine Gespräche, schon allein dadurch, dass ich eine Endlosschleife basteln kann, die so als Gespräch niemals stattfinden könnte. Das zerstört bei mir die Immersion gänzlich. Hinzu kommt, dass hier und da auf Grund dieser Gesprächsstruktur einfach unpassende Antworten gegeben werden.

Dabei will ich noch nicht einmal über das übliche Bioware-Problem meckern, dass mein Charakter nicht das sagt, was ich da auswähle. Denn wenn ich auswähle „Das sollten wir machen“ kann der Charakter auch plötzlich sagen: „Wieso bin ich nicht gleich auf die Idee gekommen?“ Das ist dann zwar inhaltlich fast richtig, aber mich stört das – sehr sogar. Der Quatsch mit Paragon und Rebell oder wie auch immer das genannt wurde funktioniert dann auch hinten und vorne nicht so recht für mich.

Dann auch noch ein sehr unhandliches Restspiel, das ich auch nicht sonderlich gut über die Tutorials erklärt finde und schon will sich der Spielspaß bei mir einfach nicht einstellen, obwohl von den Grundelementen her das genau passen sollte. Tut es aber nicht. Das ist es vermutlich, was mich am meisten nervt. Vielleicht nervt mich also auch einfach, dass mich das alles so nervt und ich kann keinen Spaß am Spiel haben, weil ich zu versessen darauf bin, Spaß daran zu haben – klingt paradox, könnte aber auch eine Lösung sein.

Da fange ich noch nicht einmal damit an, dass mich die Grafik grundsätzlich sehr stört und ich die komischen Farben nicht mag und dass alles so blass und farblos gehalten ist – selbst wenn das zum Spiel und der Atmosphäre gehört. Da stört mich einfach das Design ungemein. Auch mache ich da dann nicht weiter, dass mich die Ladebildschirme massiv stören, aber das kenne ich ja auch von SW:TOR.

Vielleicht liegt es auch an dem ganzen Hype um „Mass Effect 2“. Ich kann ihn wirklich nicht nachvollziehen. Dabei habe ich es echt probiert – viermal bisher. Auch bei „Uncharted“ habe ich zwei Anläufe gebraucht und beim ersten Anlauf ist es haushoch bei mir durchgefallen und ich wollte das Spiel nie wieder anrühren. Zum Glück habe ich es gemacht, denn bereits beim zweiten Anlauf war ich dann doch plötzlich gefesselt und das führte dann dazu, dass die „Uncharted“-Reihe zu einer meiner aktuellen Lieblingsspielereihen geworden ist.

Doch ME2? Ich habe dir jetzt vier Chancen gegeben und bisher hast du es jedes Mal nicht geschafft. Was soll ich nur mit dir anfangen? Wieder bei Seite legen? Dann ein fünftes Mal probieren? Ich tu mir echt schwer, einen Fehlkauf einzugestehen, besonders da ich ME3 bereits in der Collector’s Edition gekauft habe. Aber vielleicht sollte ich einfach die weiße Flagge hissen und es zugeben? Doch so schnell gebe ich eigentlich nicht auf.

Aber bezeichnend sollte sein, dass ich mir jetzt aus einer spontanen Laune heraus „Red Dead Redemption“ in der „Game of the Year“-Edition geholt habe und mich das auf mehreren Ebenen fasziniert. Gab auch schon ein oder zwei Momente, die mich genervt haben, aber grundsätzlich will ich dieses Spiel weiterspielen und ich gehe nicht so schnell vom Wohnzimmer wieder vor den PC. Klar, ist trotz 3rd-Person-Shooter ein anderes Spiel und schwer zu vergleichen. Aber bei ME2? Da habe ich mich zwanghaft im Wohnzimmer halten müssen mit dem Gedanken: „Jetzt reiß dich mal zusammen und gib dem Spiel eine Chance!“

Eigentlich scheint die Lage relativ klar. Und trotzdem will ich es nicht wahrhaben…

Winter is coming

Nur zehn Folgen? Wollt ihr mich ver…?

Na gut, es kommt nicht überraschend für mich, dass die 1. Staffel „Game of Thrones“ nur zehn Folgen hat. Das hat mir Marc immerhin sogar vorher gesagt, daher wusste ich es schon vorher. Aber es war ein guter Artikelanfang, oder nicht? Trotzdem: nur zehn Folgen? Uff, aber was für Folgen.

Ich bin echt hin und weg. Eigentlich wollte ich das nämlich schon vorher, denn wir haben letztes Wochenende angefangen und sind heute fertig geworden. Doch irgendwie bin ich vorher nicht dazu gekommen, darüber etwas zu schreiben.

Die Bücher kenne ich nicht – noch nicht. Auch wenn ich mittlerweile die kompletten deutschen hier stehen habe, denn auch wenn das ein Blindkauf war, bin ich mir absolut sicher, dass es mir gefallen wird. Doch wann lesen? Ich bin ja seit Studiumsende doch ein sehr fauler Leser geworden. Kommt vermutlich daher, wenn man über Jahre hinweg dank Literaturstudium lesen und lesen und lesen muss – auch wenn es mir immer Spaß gemacht hat und Spaß macht. Aber zum Lesen brauche ich die Muße, die ich so selten seither so richtig habe, denn meine Gedanken schweifen beim Lesen ständig ab. So kann ich nicht lesen, schon gar nicht etwas, auf das ich mich freue.

Aber nach dieser ersten Staffel bin ich echt absolut heiß auf die Bücher. Doch dazu muss ich endlich mal „His Dark Materials“ zu Ende bringen. Das kann noch ein wenig dauern, spätestens bis zum nächsten Türkei-Urlaub, denn da hatte ich bisher immer genau die richtige innere Ruhe um Buch um Buch zu lesen; und es ist so schön, in der türkischen Sonne auf der Terrasse mit einem warmen Meereswind die Seiten umzublättern.

Doch zurück zur Serie: Tolle Aufnahmen, tolle Dialoge, tolle Schauspieler, tolle Musik, tolle Charaktere, tolle Momente, tolle Dramatik, tolle Epik… einfach alles. Echt ganz, ganz großes Kino. Ich habe staunend vor der Tiefe dieser Charaktere gesessen, selbst Charaktere sind mir sympathisch geworden, die ich sonst nicht so mag. Es ist wirklich eine großartige Saga um Adelshäuser in einer Fantasy-Welt. Ich hatte es weitaus dreckiger und blutiger und nackter erwartet, aber es hielt sich doch überraschend in Grenzen, hat sich aber gut in die Stimmung und Atmosphäre gefügt. Das hat mich alles ungeheuer gefesselt und wir haben mehr als einmal gleich drei Folgen am Stück pro Tag geschaut, weil wir einfach weiterschauen wollten.

Zweite Staffel also bitte? Jetzt?! Danke!

For the very first time

Wie soll ich jemals all die Serien schauen, die ich gerne sehen würde? Ist schließlich nicht so, als ob ich es mir einfacher mache, denn jetzt habe ich mir schon wieder eine neue Anime-Serie zugelegt, die ich schon länger auf dem Radar habe: Zero no Tsukaima. Doch ich konnte einfach nicht anders!

Tollpatschige Tsundere-Zauberin, die auch noch von Rie Kugimiya (Taiga aus „Toradora!“) gesprochen wird? Dazu noch scheinbar viele Charakterverwicklungen und Drama… jetzt habe ich auf Ebay endlich eine Komplettausgabe gefunden und mir die dann auch zugelegt. Doch wann ich das sehen soll? Ich habe keine Ahnung.

Mit der neuen Haruhi-Staffel bin ich noch nicht einmal durch, dann habe ich noch „Fruits Basket“ hier rumliegen und noch ein paar. Dabei sind das nur die Animes! Von den ganzen anderen Serien will ich gar nicht reden. Aber ich habe doch zu viel Angst, nicht mehr an all diese Serien zu kommen, die mich so interessieren und wenn ich die Zeit dazu hätte, die nicht mehr zu kaufen sind, sondern nur auf ganz dubiose Umwege. Daher horte ich lieber jetzt.

Aber wisst ihr was? ich freue mich riesig drauf. Denn bisher hat mich nahezu jeder dieser Impulskäufe, bei denen ich so ungeheuer wenig von der Serie vorher wusste, so beeindruckt und inspiriert. Ich bin mir sicher, das wird mir mit „Zero no Tsukaima“ genauso gehen. Schon allein, dass es wieder ein Charakter gesprochen von Rie Kugimiya ist, der Königin aller tsundere… das wird so großartig!

Außerdem sieht der Charakter zwar durchaus klassisch-tsundere aus, aber wenn ich mir manche Bilder so ansehe, könnte das auch für mich spannende neue Seiten an diesem Charaktertyp öffnen.

Das wird so großartig und je häufiger ich das Opening sehe, desto mehr freue ich mich darauf. Ich mag die Dynamik, ich mag die Schnitte und der Stimmungswechsel von Louise ab 1.15 – unbezahlbar! Ganz davon ab, dass ich das Lied richtig toll finde.

Kann… es… nicht… erwarten!

In Pose werfen

Meinen Plan schaffe ich nicht mehr, bis Ende des Monats mein Manuskript einmal durchgearbeitet zu bekommen. Dafür ist dann diesen Monat doch zu viel Unvorhergesehenes dazwischen gekommen. Trotzdem habe ich dank Papyrus zur Zeit wieder deutlich Motivation gewonnen und bin da in einem kleinen Überarbeitungsfieber. Das gefällt mir. Auch wenn es also bis Ende des Monats nicht mehr klappt, ich probiere es trotzdem.

Im Zuge dessen will ich hier noch einen kurzen Link verewigen – einfach auch für mich als kleine gedankliche Stütze. Denn wenn ich mit der Überarbeitung fertig bin, sollte ich mich auch so langsam an den großen Horror aller Schreiberlinge setzen und mal mit dem Expose anfangen. Doch wie? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Ich habe eine recht gute Anleitung auf dem „Schriftsteller werden“-Blog gefunden. Wer da nachlesen mag, einfach dem Link folgen. Für mich ist es hier mehr eine Erinnerung á la: „Da ist noch was!“

A kingdom for papyrus

Ich habe mir etwas geleistet! Da ich für den neuen Rechner mir auch endlich ein gescheites Textverarbeitungsprogramm zulegen wollte, habe ich mich umgehen. Aber das neue Word ist die Pest und dazu auch noch schweineteuer. Da erinnerte ich mich an einen Tipp in einem Schreibratgeber: Papyrus. Sicherlich könnte ich auch weiter mit Open Office arbeiten wie bisher, aber eigentlich sollte ich als Vielschreiber die paar Euro mehr auch endlich mal in ein vernünftiges Handwerkszeug investieren.

So viel teurer wie eine richtige Microsoft-Office-Lizenz ist es nicht und es sah auf den ersten Blick gut aus. Da sind ein paar Funktionieren dabei, die schon praktisch für Schreiber sind. Schon allein, dass der Duden-Korrektor automatisch mit drin ist spart auch noch einmal ein wenig was, denn der kostet schließlich auch etwas. So gesehen sind die 170 Euro also nicht zu viel, wie ich finde.

Wieso also nicht probieren? Gesagt, getan und vorgestern auch das erste Mal installiert. Im ersten Moment erschlug es mich leicht. Aber das machen neue Textverarbeitungsprogramme wohl immer. Nach meinem ersten Schock kopierte ich den kompletten Text von „Zitadelle der verlorenen Träume“ in das Papyrus-Dokument und bekam den zweiten Schreck, als der Duden-Korrektor zuschlug. Doch auch das ist normal, wie mir zum Glück die Hilfe-Funktion versicherte.

Ich probierte in der Folge ein wenig herum und war auch ganz fasziniert vom Charakterfenster, in dem ich eine Art Notizblock für alle Charaktere habe und dort wichtige Details ablegen kann. Sowieso gibt es so viele Möglichkeiten, wie ich jetzt koordiniert und sinnvoll kleine Notizen machen kann, etwas für spätere Überarbeitung markieren oder vermerken kann und so weiter. Das ging zwar auch mit Word, aber mir scheint es bei Papyrus viel natürlicher im Schreibprozess zu liegen.

Für den nächsten NaNoWriMo blicke ich da also sehr zuversichtlich in die Zukunft, denn das wird mir vieles sehr vereinfachen, was ich bisher eher notdürftig und mit ein paar sehr kuriosen Handgriffen gelöst habe. Bisher sieht das Programm echt vernünftig aus und ich werde bestimmt in Zukunft auch meine Erfahrungen hier entsprechend vermerken.

Wobei ich mal vermute, wenn ihr hier nichts mehr davon hört, dass ich einfach zufrieden damit bin. Eher wenn ich mich aufrege, könnte es mal hier landen – oder wenn etwas wirklich so genial ist, dass ich das nicht für mich behalten kann. Aber momentan macht das doch einen sehr vernünftigen Eindruck auf mich und ich bin zufrieden. Ich hoffe, das hält sich und das ist wirklich eine gute Alternative für die Pest, die sich „Word 2007“ nennt.

We’ll be able to be together again, right?

Final Fantasy 13-2… was kann ich dazu noch sagen? Ich habe es mittlerweile durchgespielt und ich bin nicht enttäuscht und gut unterhalten. Aber trotzdem hat mich das Ende sehr mitgenommen. Wieso? So ein Ende hatte ich noch nie in einem Final Fantasy. Aber es war verdammt gut.

Bevor ich zu den Details und einem Story-Spoiler komme: Ich hatte bekanntermaßen Schwierigkeiten mit dem Endboss. Das hat sich gelegt, nachdem ich wirklich mir ein paar andere Paradigmen zugelegt habe und auch meinen Monsterverband ein wenig aufräumte. Der goldene Chocobo aus der „Sterbenden Welt“ war auch sehr wichtig, wie mir schien. Auch wenn ich dadurch keinen „Verheerer“ mehr unter den Monstern hatte. Aber der Chocobo hat als Brecher ungeheuer viel reingehauen. Vielleicht habe ich Noel als Brecher nicht gut genug ausgebaut, aber der Chocobo war einfach besser.

Spoiler-Cut! (nicht nur FF13-2-Ende, sondern auch FF10)

Once upon a time…

Damals, als ich den Trailer zu dem Spiel gesehen habe, sagte ich: „Ich habe mich in ein Spiel verliebt.“ Zu Recht! Denn „Trine“ ist einfach wunderschön. Runder und stimmungsvoller geht es kaum.

Wenn es vor 10-15 Jahren erschienen wäre, dann wäre das der absolute Kassenknüller gewesen. So läuft es leider ziemlich unterhalb des normalen Radars, weil „Jump & Run“-Spiele nicht mehr wirklich gefragt sind – besonders nicht mehr am PC. Zumindest ist es mein Eindruck, der natürlich täuschen könnte, dass „Jump & Run“-Spiele sich nur noch eine richtige Nische auf Konsolen gehalten haben. Sicherlich vorrangig dank Nintendo.

Dabei braucht sich „Trine“ echt nicht vor aktuellen Spielen zu verstecken. Da passt einfach alles. Die Geschichte ist nett gemacht, die Erzählstimme aus dem Off so märchenhaft, die Dialoge zwischen den Charakteren sind witzig, die Spring-Rätsel sind interessant, weil sie auf so viele unterschiedliche Arten lösbar sind und… die Musik und Optik!

Wenn ich das Spiel kurz umschreiben müsste, wäre das: „Märchenhaftes Jump & Run“. Das hat mich in seinen Bann gezogen, denn sowas habe ich schon lange nicht mehr gesehen – das letzte Mal auf dem Amiga. Ich glaube, das Spiel hieß „Apprentice“ und hatte eine ähnliche Atmosphäre, auch wenn es sich ganz anders spielte.

Der Clou bei „Trine“ ist, dass man drei Charaktere hat, die man ständig wechseln kann: Einen Krieger, eine Diebin und einen Zauberer. Die drei sind hintergrundstechnisch miteinander verbunden und  müssen gegen das dunkle Böse im Land kämpfen. Dabei hat jede Figur eigene Fähigkeiten: Der Krieger kann natürlich kämpfen, hat einen Schild, um alle möglichen Dinge abzublocken, kann aber auch später Dinge werfen oder mit einem Hammer kräftig draufhauen. Die Diebin schießt mit einem Bogen auf Distanz, kann sich an Holzvorsprüngen mit einem Haken entlang schwingen und kann später mit Feuerpfeilen Licht machen oder größeren Schaden. Der Magier kann nicht wirklich kämpfen, dafür kann er aber viele Objekte bewegen und sogar selbst Kisten und Platten nahezu überall hinzaubern; lediglich mit diesen Kisten kann er manchmal Feinde begraben, wenn man es geschickt macht.

Zwischen diesen drei Charakteren muss man hin und herwechseln, wobei man im ersten Teil tatsächlich sehr viel mit dem Magier bereits machen kann – der ist ungeheuer mächtig was die Rätsel betrifft, aber eben auch sehr verwundbar. Man ist vollkommen frei, wie man welche Rätsel lösen will und kann ebenso frei zwischen diesen drei Charakteren wechseln. Das erlaubt eine ungeheuer Vielfalt an Lösungsmöglichkeiten und Spielmöglichkeiten und ist das, was so viel Spaß macht bei dem Spiel. Man wird nicht durch einen Lösungsweg gezwungen.

Sicherlich gibt es immer mal wieder Stellen, bei denen eins offensichtlicher ist als das Andere. Aber dennoch bin ich mir sicher, dass ich viele Dinge nicht so gelöst habe, wie es gedacht war. Aber das ist dem Spiel an sich egal, denn genau um diese Möglichkeiten geht es. Einen schönen Einblick, was und wie das Spiel funktioniert, bekommt ihr in folgendem Teaser zum ersten Teil. Auch wenn man sagen muss, dass dieses Plattensurfen des Magiers nicht geht. Vermutlich haben sie das später rausgestrichen, weil es zu mächtig war. Der Rest aber? Das ist Trine pur.

Meine Frau ist auch ganz hin und weg gewesen und während ich gerade mal mit Teil 1 fertig geworden bin, hat die sich in beide Spiele so reinverbissen, dass sie beide in Rekordzeit durchgespielt hatte und immer noch davon schwärmt, wie toll die beiden Spiele doch sind.

Auf Steam könnt ihr euch die Demo anscheinend zu dem Spiel ziehen – oder gleich das Komplettspiel für 8 Euro holen. Ich persönlich würde euch auch die „Trine 2“-Collector’s Edition für 20 Euro, denn da bekommt ihr gleich noch das Artbook und (viel wichtiger!) den Soundtrack mit dazu und der ist halt echt wunderschön.

„Trine“ und „Trine 2“ – Geheimtipp! Na gut, vermutlich nicht mehr ganz so geheim, denn ich glaube, über Dodger hatte das schon seine Runden gemacht, denn auch ich habe es nur über Dodger erfahren. Aber egal. Ich will das verbreiten, denn diese beiden Spiele haben das echt verdient. Das lohnt sich – absolut! Natürlich nur, wenn ihr Jump & Run mögt. Aber dann ist das schon fast ein Pflichtkauf.

Out of order

Dieses Jahr meint es wohl nicht so gut mit mir – oder ich kenne einfach genug Leute, die mich anstecken können und das auch machen. Kurzform daher: komischer Hals, dicker Kopf – ich leg mich hin und versuche, das die nächsten Tage auszukurieren. Kann also sein, dass es hier für die nächsten Tage stiller ist. Hängt auch davon ab, wie schnell das wieder besser wird. Was Wildes ist es wohl nicht.

Aber eigentlich ist es so um so besser, wenn es hier stiller ist, denn dann bleibt der „Dr. Horrible“-Artikel lang genug oben und ihr habt genug Zeit reinzuschauen; sofern ihr es noch nicht kanntet. Ich merke aber schon, es werden noch schlimmere Bandwurmsätze als sonst, nur dass ich diesmal noch nicht einmal wirklich den Kopf habe, um das zu überarbeiten. Ich denke, es kommt rüber, was ich meine.

Jamas Tipp: Dr. Horrible’s Sing-Along Blog

Als Einstimmung auf den Avengers-Film will ich heute einmal etwas empfehlen, das ihr euch ganz einfach, kostenlos und ohne Probleme direkt über YouTube anschauen könnt. Dabei handelt es sich um das ultimative Superschurken-Musical: Dr. Horrible’s Sing-Along Blog von Joss Whedon.

Wieso so einfach und kostenlos? Vor mittlerweile schon ein paar Jährchen gab es einen Autorenstreik in Amerika. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch daran oder bemerkte, dass seine Lieblingsserie in einer Staffel so ungewöhnlich kurz war. Das war dann vermutlich besagter Autorenstreik – ein kleiner Machtkampf zwischen Autoren und Vertrieben… oder so ähnlich. Ich muss gestehen, so richtig habe ich mich damit nie auseinander gesetzt.

Aber auch Joss Whedon trat in den Streik. Doch das hinderte ihn nicht daran, trotzdem zu schreiben und zu produzieren. Nur… anders. Er produzierte mit minimalem Budget und nur mit seinen Freunden – wobei das eben schon einige hochklassige Schauspieler waren. Außerdem schrieb Joss Whedon zu dem Thema einen Brief. Den könnt ihr auf dieser Seite nachlesen. Ruhig reinschauen. Das ist sehr lesenswert, denn in seiner typisch sympathischen Schreibweise hat Joss das alles sehr schön und witzig erklärt. In diesem Brief könnt ihr übrigens sehen, warum Joss Whedon für mich einfach der große, postmoderne Schreiber ist, den ich einfach vergöttere.

Das Musical selbst wurde in Abständen von drei Tagen gesendet – jeweils ein Akt. Das gesamte Stück ist auch wirklich nicht lang. Worum geht es? Um einen Superschurken, seinem unsympathischen Erzfeind und seiner heimlichen Liebe.

Der Trailer gibt einen schönen Einblick:

Mich hat das damals sehr bewegt und berührt und ich muss gestehen, ich war lange Zeit nicht sicher, ob ich gerade das Ende so gut finde. Mittlerweile weiß ich doch: Genau so, nicht anders. Danke, Joss! Mit „Dr. Horrible’s Sing-Along Blog“ hat er mir einmal wieder gezeigt: „Don’t give people what they want, give them what they need.“ Das ist es, was es so großartig macht.

Lust bekommen? Dann einfach auf den Spoiler-Cut klicken. Ich verlinke alle drei Akte und ihr könnt die dann in aller Ruhe euch ansehen und Spaß haben – sofern ihr halt Musicals, Superhelden, Superschurken und so Sachen mögt. Meiner Ansicht nach extrem intelligente Unterhaltung, die man nicht verpassen sollte, mit so viel Tiefe trotz wirklich witzigen Dialogen und Szenen.

Also auf, klickt unten drauf und lasst euch unterhalten. Jeder Akt ca. 15-20 Minuten, macht bei drei Akten knapp 60 Minuten. Da könnt ihr natürlich auch pro Tag einen Akt schauen und habt ein ähnliches Erlebnis, wie damals beim Release.

Neil Patrick Harris („How I met your mother“) und Nathan Fillion („Firefly“, „Castle“) – yay! Na gut, Felicia Day ist auch ganz in Ordnung hier, aber das Musical lebt meiner Ansicht nach von den anderen beiden.

Spoiler-Cut!