We’ll be able to be together again, right?

Final Fantasy 13-2… was kann ich dazu noch sagen? Ich habe es mittlerweile durchgespielt und ich bin nicht enttäuscht und gut unterhalten. Aber trotzdem hat mich das Ende sehr mitgenommen. Wieso? So ein Ende hatte ich noch nie in einem Final Fantasy. Aber es war verdammt gut.

Bevor ich zu den Details und einem Story-Spoiler komme: Ich hatte bekanntermaßen Schwierigkeiten mit dem Endboss. Das hat sich gelegt, nachdem ich wirklich mir ein paar andere Paradigmen zugelegt habe und auch meinen Monsterverband ein wenig aufräumte. Der goldene Chocobo aus der „Sterbenden Welt“ war auch sehr wichtig, wie mir schien. Auch wenn ich dadurch keinen „Verheerer“ mehr unter den Monstern hatte. Aber der Chocobo hat als Brecher ungeheuer viel reingehauen. Vielleicht habe ich Noel als Brecher nicht gut genug ausgebaut, aber der Chocobo war einfach besser.

Spoiler-Cut! (nicht nur FF13-2-Ende, sondern auch FF10)

Ja, in FF10 stirbt der Protagonist, weil er nie da war. Ja, auch in anderen „Final Fantasy“-Spielen gibt es überraschende Wendungen, aber ich glaube, das war der erste Teil, der kein Happy End hatte. Faszinierend – und großartig.

Das Spiel ist da auch richtig fies, denn man denkt, man hat es wirklich geschafft. Alles sieht gut aus und Serah und Noel kehren zurück. Alles ist hell, alles ist fröhlich und Serah hat noch nicht einmal eine Vision auf Grund der wieder veränderten Zeitlinien. Doch dann: sie hat eine Vision – und stirbt. Von eben auf jetzt. Mitten im Happy End! Noel dreht durch, Hope kommt dazu – beide sind verzweifelt. Dann kriecht das dunkle Chaos in die Welt, obwohl man vorher glaubte, besiegt zu haben.

Ich hatte zwar schon die ganze Zeit vermutet, dass Noel und Serah eventuell genau die falschen Dinge machen und sie sogar eher die Ursachen des Problems sein könnten. Aber dass sie es tatsächlich verhauen? Obwohl man doch am Ende glaubte, genau das Richtige getan zu haben? Eine sehr… unerwartete Wendung, die mich wirklich überrascht hat. Aber die war so gut in Szene gesetzt und so glaubwürdig, dass sie mich nicht aufgeregt hat, sondern eher mit staunendem, offenem Mund vor dem Fernseher hat sitzen lassen – und ungläubigem Blick.

Das ist so großartig tragisch! Alle wollen eigentlich nur die Welt verbessern – selbst der „Bösewicht“! Alle scheitern sie volle Kanne!

Klar: Am Ende steht „Fortsetzung folgt“. Das bedeutet, es könnte immer noch ein gutes Ende geben. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, denn auch wenn ich sehr viel Spaß mit dem Spiel hatte, scheinen die Kritiken nicht sonderlich positiv gewesen zu sein. Wird es also einen weiteren Teil geben?

Ich hoffe es. Denn mir gefällt die Welt – sehr. Auch gefallen mir die Charaktere. Mich wunderte sogar, wie sehr ich Serah ins Herz geschlossen habe, wo ich den Charakter ursprünglich recht langweilig fand. Aber das ist eine so schöne Geschichte, wie sie dann doch endlich erwachsen wird. Das hat mir sehr gefallen, wie sie Stück für Stück selbstbewusster wird und immer mehr in die eigene Hand nimmt – bis zur letzten Konsequenz.

Da würde ich gerne sehen, wie es weitergeht. Die Geschichte hat es verdient, wie ich finde und ich bin einfach neugierig. Auch wenn sie irgendwie so langsam nahezu alle weiblichen Figuren aus FF13 rausgeschrieben haben – entweder tot oder verschollen oder auf Ewigkeit in Kristall eingesperrt.

Ein schönes und stimmungsvolles Spiel, wenn auch sicherlich nicht für jeden etwas. Aber es war für mich genau richtig, denn sowas mag ich. Es war bunt, es war megalomanisch, es war episch, es war tragisch – es war toll. Und ich durfte sogar einen goldenen Chocobo in der Gruppe haben!

So eine schöne philosophische Geschichte über Moral, Zeit, Verzweiflung, Freundschaft und Loyalität.

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