The controls! The controls!

„Silent Hill 2“ ist der Horror – zumindest von der Steuerung her. Denn natürlich konnte ich meine Finger nicht davon lassen, um wenigstens mal kurz reinzuschauen. An sich macht es durchaus einen netten Eindruck, doch ich bin erschüttert, wie das Spiel von der Benutzbarkeit ist. Die Steuerung ist scheußlich, die Kamera ist vorsintflutlich.

Jetzt mag man vielleicht einwerfen, dass es schon älter ist, doch ich habe mal nachgeschaut von wann „Project Zero“ ist: beide Spiele sind aus dem selben Jahr und es trennen nur wenige Monate den Release. Wenn ich das also mal direkt vergleiche, dann gewinnt „Project Zero“ eindeutig. Die Steuerung geht flüssiger von der Hand, die Kamera macht nicht solche merkwürdigen Sachen.

Dadurch ist es mir zumindest bei PZ von Anfang an besser gelungen, in die gruselige Atmosphäre einzutauchen. Denn ganz ehrlich: „Silent Hill 2“ hat die auch – und die ist toll. Das Spiel wirkte sehr atmosphärisch auf mich, aber der ganze Ärger um Steuerung und Kamera haben bei mir in den ersten Spielmomenten eine gewisse Distanz erzeugt. Das wird sich sicherlich wieder legen, denn ich bin neugierig auf das Spiel.

Trotzdem scheint mir PZ technisch da einfach besser zu sein. Möglicherweise ändert sich meine Meinung noch, wenn ich ins spätere Spiel komme und SH2 überzeugt mich dort mit richtig tollen Spielelementen, die anders sind als bei PZ. Davon bin ich sogar sehr überzeugt, denn SH2 wird nicht umsonst seinen grandiosen Ruf haben. Aber die ersten Minuten im Spiel waren tatsächlich ein Horrortripp – leider nur von der Bedienbarkeit. Ich freue mich aber schon auf die richtigen Horrormomente im guten Sinne.

Doch zuerst gehe ich wieder zu „Red Dead Redemption“ zurück. Denn ich habe noch einen Wilden Westen, in dem ich zur Legende werden muss, bevor ich mich in die nebligen Gefilde von „Silent Hill 2“ begeben kann.