Gameshock

Nach einigem Überlegen habe ich mir nun Bioshock geholt. Ursprünglich wollte ich es nicht spielen. Es interessierte mich nicht und irgendwie verstand ich auch den ganzen Rummel darum nicht. Ich bekam nur etwas von moralischen Entscheidungen und Little Sisters und Big Daddys mit. Das schien fast alles zu sein, worum sich das Spiel drehte. Möglicherweise sträubte ich mich auch dagegen, weil Dead Space die ganze Zeit als flach daneben beschrieben wurde.

Trotzdem dachte ich mir, dass das vielleicht das geeignete Spiel nach Batman: Arkham Asylum sei. Wieso hat mir keiner verraten, dass das Steampunk ist? Das hätte mich tatsächlich geködert und vielleicht früher aufmerksam gemacht und dann hätte ich nicht eine kleine Odyssee mit DHL durchmachen müssen, bevor ich den ersten Teil für die PS3 besorgen konnte.

Ich muss gestehen, dass mich bisher das Spiel nicht vom Hocker haut. Es schreckt mich aber auch nicht ab, denn das Setting finde ich wirklich spannend. Mir zerreißt es allerdings das Herz, wenn man einen der Big Daddys umlegt und dann die Little Sister sich weinend daneben kniet und sagt: „Steh bitte wieder auf, Mr. Bubbles.“ Mich macht das mehr fertig als Zombies – ehrlich.

Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die mich rausreißen. Zum einen wäre da die Schrift. Ja, die sieht voll steampunkig aus; mich nervt sie aber, denn ich kann die echt schwer lesen mit diesem Streich im unteren Viertel. Hinzu kommt, dass ich gerne mit Untertiteln spiele. Denn gerade, wenn viel geballert wird, verstehe ich die Stimmen häufig nicht und weiß trotzdem gerne, was gesagt wird.

Klappt hier nicht, denn der Text der Untertitel ist so winzig, ich sehe das kaum vom Sofa aus. Das haben andere Spiele angenehmer hinbekommen. Ganz davon ab, dass das Radio oder der Kommunikator so verwaschen ist, dass ich ohne diese Untertitel manchmal Probleme habe, das zu verstehen. Das mag total passend und realistisch sein, mich reißt es aber eher aus der Atmosphäre heraus.

Von daher bin ich interessiert am Setting, ein wenig enttäuscht von der Atmosphäre, ein wenig ungläubig, dass Dead Space weniger Angst einflößend sein soll, aber neugierig, wie es weiter geht. Es spielt sich jedenfalls bisher nicht so wie Mass Effect, das bei mir so gar keinen bleibenden Effekt zu hinterlassen scheint. Allein „Steh bitte auf, Mr. Bubbles“ – schon allein dafür spiele ich es weiter. Auch wenn es mich kaputt macht.

Ihr könnt euch sicherlich denken, ob ich die Little Sisters töte oder rette, hm? Niemals aufgeben, niemals kapitulieren. Und wenn das Spiel später unspielbar wird, weil mir die Energie fehlt. Das werde ich nie machen.

 

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