Ein Schaf kommt selten allein

Glenkill wird doch hörbarer, nachdem ich letztens ein wenig gefrustet war. Liegt sicherlich auch daran, dass ich doch so langsam Charaktere auseinanderhalten kann. Liegt aber bestimmt nicht daran, dass die Vorleserin so gut wäre – ist sie nämlich nicht. Das ist immer der gleiche monotone Singsang und diverse Satzbetonungen höre ich schon innerlich bevor sie aus meinem Autoradio dröhnen.

Trotzdem scheint es einfach nicht meine Geschichte zu sein – trotz Schafen. Vielleicht bin ich auch einfach nicht der Krimityp, obwohl ich mich ja selbst auch mal einer Art Krimi versucht habe. Wobei, nein, das war doch eher ein Fantasy-Roman als ein Fantasy-Krimi. Krimis sind einfach nicht meine Welt und vermutlich klappt es daher mit Glenkill auch nicht. Denn ich merke dabei, dass die Momente, in denen der Mordfall besprochen wird, mich eher langweilen und ich abschalte. Interessanter finde ich hingegen die ganzen Erzählungen um die Charaktere, um die Schafherde und solche Dinge. Ich sollte wohl einfach bei meinen Genres bleiben.

Dabei habe ich nichts grundsätzlich gegen Krimis. Das kann auch spannend sein, aber trotzdem finde ich die meisten Krimidinge tröge, solange sie nicht durch ein paar Dinge aufgepeppt werden. Monk gefällt mir schließlich auch – allerdings eben auch nicht wegen der Morde und der Kriminalfälle. Auch Castle gefällt mir, aber da merke ich ebenso: Ich habe viel mehr Spaß an seinen Dialogen mit seiner Familie, mit den Polizisten, mit der Poker-Runde und so weiter, als an den Fällen. Da schalte ich dann ab, denn irgendwie interessieren die mich höchstens, wenn die eine witzige und postmoderne Wendung haben, was gerade bei Castle durchaus häufiger mal der Fall ist.

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