Father and Son

Kinder und Jugendliche in Serien sind immer so eine heikle Sache. Im Idealfall sind sie einfach da, leider nerven sie aber häufiger einfach. Es gibt nicht gerade viele Filme und Serien, in denen ein jugendlicher Charakter nicht der ständige Klotz am Bein ist oder nur für den Comic-Relief zuständig ist. Erinnert euch da einfach mal an Indiana Jones und der Tempel des Todes – Short Round fand ich persönlich erträglich, aber ich kann es vollkommen verstehen, wenn man sich von ihm genervt fühlte.

Häufiger sind Jugendliche aber eher belanglos und zeigen auch einfach nur, wie toll die Erwachsenen sind. So gerne ich Monk sehe, aber Judy (Natalies Tochter) ist gerade hierfür ein Paradebeispiel. Wenn sie auftaucht, dann ist das meist extrem belanglos oder sie steckt einfach in Schwierigkeiten, aus denen sie selbst nicht rauskommt. Ihr wird auch nicht wirklich ein solcher Moment gegönnt.

In dieser Hinsicht ist Castle um so herausragender. Wenn man nämlich Castles Tochter Alexis mit Judy vergleicht, dann liegen da Welten dazwischen – obwohl die Charaktere an sich gar nicht so unterschiedlich scheinen. Denn beide sind eigentlich nicht auf den Kopf gefallen und haben einiges an Einsicht in ihre Umgebung, Dennoch: Alexis ist selbständig, während Judy zwar immer rumjammert, aber dennoch nichts allein auf die Reihe bekommt. Alexis hat in vielerlei Hinsicht sogar mehr Überblick als ihr Vater Castle, gibt ihm mehr als einmal mit richtigen Weisheiten sogar wichtige Lösungshinweise.

Ich mag die Szenen zwischen Castle und Alexis einfach, denn da stimmt es einfach viel mehr, als bei Natalie und Judy in Monk. Meiner Ansicht nach liegt das daran, dass Alexis als Charakter viel tiefer und interessanter ist. Schon allein ihre Schlagfertigkeit ist um Längen besser und sie wird nicht als blödes Kind dargestellt, das noch viel von der Welt lernen muss. Ja, das auch und es gibt diese Momente, in denen sie am Boden zerstört ist und ihren Vater braucht. Aber trotzdem hat sie ihren eigenen Einblick in die Welt, der extrem glaubwürdig ist.

Kinder und Jugendliche sind nicht immer so blöd, wie die Medien sie gerne in Serien und Filmen darstellen. Alexis ist einer der wenigen Charaktere, bei denen dieser Fehler vermieden wird und im Gegenzug dafür aber alles richtig gemacht ist.

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