Meine Frau, die Hausgeckos und ich

Ein kleines Highlight unseres Urlaubs war folgendes: Es muss der erste Abend gewesen sein, als wir die Treppe unseres Hauses hoch gegangen sind und ich plötzlich meine Frau habe quietschen hören. Zuerst dachte ich, es wäre eine Spinne, denn davon gibt es in der Türkei auch recht viele und auch ein paar, die es zum Glück hier nicht gibt. Aber es war keine Spinne, es war ein Gecko.

Wir hatten schon häufiger Geckos an den Häuserwänden nachts gesehen und das Jahr zuvor war auch bereits einer in unserem Haus. Den hatten wir dann aber gefangen ausgesetzt, weil wir Angst hatten, dass der ansonsten im Haus verhungern würde. Im Nachhinein hatten wir uns aber geärgert, weil das wohl unnötig war. Sicherlich gibt es da auch Insekten, die er fressen konnte.

Daher haben wir den kleinen Gecko nur bestaunt und bewundert, wie er die Treppe herunterkletterte. Die nächsten Tage sollten wir abends immer mal wieder huschende Bewegungen in der Dunkelheit sehen, wenn wir nach Hause kamen. Die Geckos versteckten sich meist an den Orten, an denen wir (noch) kein Licht gemacht hatten und verschwanden, sobald das Haus aktiver wurde.

Da waren echt schöne Geckos dabei. Wobei ich eine Eigenart von Geckos bis dahin nicht so richtig bemerkt hatte: Wenn wir das Licht bei manchen an hatten, dann waren sie fast durchsichtig. Als wir das Licht ausmachten, verschwand das und der Gecko wurde greifbarer, fast als ob er sich farblich dem Holz nebenan anpassen würde. Dass die so leichte Chameleonzüge hatten, war mir nicht bewusst. Vielleicht war das auch Zufall.

Aber alles in allem war das sehr nett und putzig – wir und unsere Hausgeckos.

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