Time is ticking

Viel Zeit ist nicht mehr bis zum National Novel Writing Month 2013 – gerade einmal ein halber Monat. So langsam werde ich auch ein wenig nervös, denn auch wenn es während meines Türkei-Urlaubs Klick gemacht hat und ich endlich die richtige Idee für eine Fortsetzung hatte, so habe ich seither leider mir wenig Gedanken machen können.

Klar, ich habe einen Ausgangspunkt, ich habe eine interessante Protagonistin, aus deren Sicht das Ganze ist. Dabei wechsele ich von der Hauptfigur aus dem ersten Teil, um das spannender zu machen. Denn das war bisher mein Problem: Ich hatte Ideen, aber mir kamen die so uninteressant vor. Wenn ich aber die Perspektive wechsle zu einem Charakter, der nicht genau weiß, worauf es hinauslaufen soll, der Spuren folgt und erst das alles noch herausfinden muss, das ist dann schon wieder eine ganz andere Ebene der Spannung.

Außerdem eignet sich das für den NaNoWriMo perfekt, denn ich muss nicht zu viel vorher durchplanen, denn genauso, wie dann meine Protagonistin den Plot entdeckt, entdecke ich ihn auch beim Schreiben. Eigentlich also perfekt. Außerdem weiß ich schon, welche Gruppierungen ich ein wenig in den Mittelpunkt rücken will und ich habe eine ungefähre Richtung, denn ich weiß, wo ich bei einer möglichen weiteren Fortsetzung ankommen will. Mehr brauche ich eigentlich nicht zum Schreiben beim NaNoWriMo.

Dennoch beschleicht mich so langsam der Zweifel: Langt das überhaupt für 50.000 Wörter? Was, wenn der Plot doch zwischendurch ins Haken kommt? Was, wenn ich mit dem Charakter doch nicht so zurechtkomme? Doch das sind die normalen Probleme und auch die üblichen Zweifel, die ich bisher fast immer kurz vor dem NaNoWriMo hatte.

Gerade dass der Plot ins Stocken gerät habe ich langsam nicht mehr die Bedenken. Nach vier Jahren NaNoWriMo habe ich da ein paar Kunstgriffe langsam drin, die dann noch einmal Schwung reinbringen können – dann passiert eben einfach etwas Unvorhergesehenes. Das ist für mich beim Schreiben gut, das ist für den Leser zur Unterhaltung gut und für den Plot sowieso.

Trotzdem: Langsam werde ich nervös und dennoch freue ich mich schon drauf. Ich hoffe, dass mir nicht zu viel Stress in die Quere kommt. Aber der November wird dann eben das restliche Leben ein wenig runtergefahren und die meiste Zeit und Energie geht in die 50.000 Wörter – hoffentlich. Na gut, ein wenig nebenher zocken ist immer gut, um den Kopf frei zu bekommen.