Essen sehen… und sterben

Ein Wochenende mit viel zu wenig Schlaf liegt hinter mir – typisch Gildentreffen. Immer wieder nehme ich mir bei sowas vor: Diesmal übertreibst du es nicht, diesmal gehst du rechtzeitig ins Bett! Aber dann sitzt man doch länger da, unterhält sich länger oder vebeißt sich dann mehr in das Brettspiel als ursprünglich geplant. Sogar die Abreise verzögerte sich dann, als wir uns entschieden „noch ein kurzes Brettspiel“ zu zocken. Das Ende vom Lied war, dass ich erst gegen 19.30 Uhr zu Hause war.

Aber an sich ist das nicht schlimm. Im Gegenteil, es zeigt eigentlich, dass es sehr nett war. Das ist an sich auch schön, wenn ich nicht am Anfang der folgenden Woche dann immer so total im Eimer wäre. Da macht sich dann vermutlich auch das „Alter“ bemerkbar. Auch wenn ich mich nicht zum alten Eisen zähle, aber so langsam merke ich, dass ich früher doch mehr Ausdauer bei solchen Wochenenden hatte und auch deutlich schneller wieder meine Kraftreserven regenerieren konnte. Vielleicht ist es aber auch weniger das Alter, dafür aber vielmehr die Übung. Das könnte auch sein, denn so wichtig „con-gestählt“ bin auch nicht mehr.

Abseits davon: Twilight Imperium ist einfach ein cooles Spiel, das aber viel zu lange dauert. Auch Age of Mythology macht Spaß. Außerdem gibt es nahe Essen einen verdammt guten Chinesen mit einem unschlagbar günstigem All-You-Can-Eat. Das Rindfleisch dort war einfach ein Traum, ebenso wie die Pilze. Vollkommen verliebt habe ich mich auch in den frittierten Vanillepudding. Ich habe selten etwas so… Ungewöhnliches, aber dennoch so ungeheuer Leckeres gegessen. Und natürlich war ich am Ende vollkommen überfressen, denn auch hier: Ich konnte nicht widerstehen.

Trotzdem schade, dass es durch das alles eben nichts aus der Spielemesse dieses Jahr wurde, obwohl ich sogar direkt um die Ecke war! Aber im Nachhinein betrachtet hätte ich wirklich nicht gewusst, wo wir das noch gut hätten reinpacken können. Das Wochenende war sowieso schon wieder viel zu kurz, wie wir abschließend beim Einpacken an meinem Auto wieder festgestellt hatten.

Aber immer wieder schön, die Menschen auch persönlich zu treffen, mit denen man so viel Zeit verbringt, so viel lacht und spielt. Da merkt man immer wieder, wie ungeheuer falsch es ist, wenn den Leuten nicht bewusst ist, dass man auch im Netz eben doch mit richtigen Menschen zu tun hat und die auch mit genau dem selben Respekt behandeln sollte, wie im wirklichen Leben.