And so it begins…

3760 Wörter habe ich jetzt – das sind 1240 Wörter weniger als heute mein Ziel war. Aber immer noch mehr als die 1667, die ich ab jetzt jeden Tag erreichen muss. Dass ich heute 5000 Wörter erreichen will, ist eher mein persönlicher Trick, um mir einen gesunden Vorsprung zu erarbeiten und mich selbst anzuspornen.

Dieses Jahr ist es das erste Mal, dass ich das Papyrus-Textverarbeitungsprogramm für Autoren benutze und ich bin schlicht begeistert. Es hat mich heute morgen ein wenig mehr Vorbereitungsarbeit gekostet, alles richtig einzustellen, die alte Charakterdatenbank aus „Zitadelle der verlorenen Träume“ zu importieren, weil ich dieses Jahr schließlich die Fortsetzung schreibe und daher meine ganzen Notizen und Ausarbeitungen der alten Charaktere brauche.

Trotzdem war es das wert, denn ich merke beim Schreiben, wie angenehm es ist, auf dem rechten Monitor stets die Übersicht über meine Charaktere und ihre Eigenheiten zu haben und jederzeit mit einem schnellen Klick Dinge zu finden. Ich kann erneut dieses Textverarbeitungsprogramm nur empfehlen. Ich habe sogar eine Funktion gefunden, mit der ich mir ein „Tagesziel“ setzen kann und als Balken unten im Dokument angezeigt wird. Hervorragend!

Der Roman selbst läuft auch so langsam an. Heute morgen war ich nach zwei Seiten bereits in einem kurzen Tief, denn irgendwie dachte ich mir: „Nein, die Szene, mit der du gerade anfängst ist Mist, Mist, Mist und das will keiner lesen.“ Das kam diesen NaNoWriMo schneller als sonst. Normalerweise ereilt mich so ein Tiefpunkt erst nach ein paar Tagen.

Ich kenne das immerhin und habe einfach die Zähne zusammengebissen, habe weitergeschrieben, habe eine Ausblende aus der Szene gemacht und jetzt so im Nachhinein betrachtet ist die Szene gar nicht einmal so verkehrt. Sicherlich noch überarbeitungswürdig, aber gerade dadurch, dass sie eher kurz ist und noch einmal alle wichtigen Informationen prägnant zusammenfasst, ein wenig Charakteren Profil gibt und die neue Ausgangssituation beleuchtet, eigentlich ganz gut. Ob sie dann letzten Endes drin bleibt, werde ich sehen müssen.

Aber ich bin stolz und froh, dass ich bereits den ersten Tiefpunkt gemeistert habe und auch mit einer Szene bereits fertig geworden bin, die ich richtig gelungen finde – eine Drohbotschaft, bei der sich der Bote in eine Blutfontäne verwandelt. Tja, sowas kann immerhin aus einem Frustmoment in der Geschichte entstehen, wenn man ein wenig mehr Schwung braucht. Als der arme Bote in das Zelt reinkam und eine Nachricht überbringen sollte, hatte ich jedenfalls noch nicht geplant, ihn einen namenlosen Tod direkt am Anfang des Romans sterben zu lassen. Aber um so besser.

Mir fehlen jetzt jedenfalls nicht mehr viele Wörter, um mein persönliches Tagesziel zu erreichen und dafür bleibt mir noch genug Zeit. 5000 Wörter sollten heute doch wirklich möglich sein! Tschakka!